Willkommen auf der Website der Schwalbe!

 

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die Schwalbe, deutsche Vereinigung für Problemschach, und über ihre Zeitschrift Die Schwalbe. Lesen Sie online Auszüge aus der aktuellen Schwalbe und benutzen Sie unsere Online-Angebote Märchenschachlexikon, Erratalisten, Inhaltsverzeichnisse der Schwalbe, Archiv der Bemerkungen und Berichtigungen und RSS-Feed.

 


 

Aktuelle Meldungen:

18.06.2014: Das Heft 267 (Juni 2014) der Schwalbe ist verschickt worden.

01.05.2014: Ergebnisse der Deutschen Lösemeisterschaft 2014 in Illertissen

15.04.2014: Bernd Schwarzkopf stellt den Schwalbe Sonderdruck IX 1950 als PDF zur Verfügung.

05.04.2014: Die aktuelle Ausgabe des Schachmagazins KARL widmet sich dem Problemschach.

25.03.2014: Das Heft 266 (April 2014) der Schwalbe ist verschickt worden.

16.02.2014: Der Einsendeschluss für das Wolfgang Dittmann-Gedenkturnier wird verlängert bis zum 14. Juni 2014; Preisrichter ist Thomas Brand.

06.02.2014: Am 5. Februar 2014 ist Wolfgang Dittmann (* 14. Juni 1933) nach längerer Krankheit verstorben. Eine ausführliche Würdigung der Verdienste des langjährigen Vorsitzenden der Schwalbe um das Problemschach wird im nächsten Schwalbe-Heft veröffentlicht. Das Dittmann 80 Geburtstagsturnier wird als Gedenkturnier fortgeführt.

01.02.2014: Einladung zur Schwalbe-Jahresversammlung in Dresden vom 3. bis 5. Oktober 2014.

 


 

Aktueller Schwalbe-Preisträger

Informalturnier 2012, Retros
Entscheid von Andrej Frolkin, veröffentlicht im Juni 2014

1. Preis: Nr. 15189
Wolfgang Dittmann

wLg7a8, wKg8, sDa7, sTb7, wTc7, sBb3b5a5a6h7e7, 
   sLb1b4b6, wBh2c2d3c3a3c5, sKa4, wSa1

#1 vor 22 Zügen (11+12)
VRZ, Typ Proca
Anticirce, Typ Cheylan

Pendelmanöver von Weiß, um Schwarz zu einer nachteiligen Rücknahme zwingen, weil eine illegale Stellungwiederholung vermieden werden muss, sind in den letzten Jahren häufig genutzt worden. Um das Pendel-Gefecht zu gewinnen, muss Weiß einen irreversiblen Zug des Schwarzen als Beginn des Pendes erzwingen, ansonsten "verliert" Weiß - wenn er nicht geistreich Nutzen aus den Rochade-Regeln zieht, oder wie in diesem Falle aus den e. p.-Konventionen. Die Lösung steckt voller Feinheiten; bemerkenswerter Weise nutzt sie Überlegungen zur Schlagbilanze, wie sie für orthodoxe Retros typisch sind, nicht aber für Anticirce-Procas. Dies ist wahrscheinlich der beste logische Anticirce-Proca, der je komponiert wurde! - \emph{Probespiel: Müsste Schwarz zurück: Tb8-b7 spielen, so wäre der La8 frei und es ginge 1.Lc6-a8 Da8-a7+! 2.Tb7-c7 Tf8-b8 3.Kf7-g8 bel. 4.c4-c5 - 1.c4xb5[b2]# Der sT soll durch Pendelmanöver nach b8 gezwungen werden. Aber Weiß muss zuvor den Pendelstart erobern. Das geht nicht durch ein sofortiges Pendel (z. B. 1.Lf6-g7? La2-b1 2.Lg7-f6), weil Weiß selbst das Pendel unterbrechen muss, da die Diagrammstellung remis sein kann. Und nach einem Wartezug (z.B. 1.Ld4-g7? La2-b1!) behält Schwarz den Pendelstart, da Weiß wiederum, wie auch immer er spielt, jedes Pendeln selbst abbrechen müsste. Thematischer Fehlversuch: Pendelstart-Eroberung durch das bekannte Mittel einer e. p.-Rücknahme: 1.Lf8-g7? La2-b1!/Db8-a7! (1... Tb8-b7? 2.Lc6-a8 Db7-a7 3.f7-f8=L Da8-b7+ 4.Tb7-c7 und Matt) 2.f7-f8=L ... 6.f2-f4 Lb1-a2 7.g5:f6 e. p.?? & Pendel mit Matt vor 14 Zügen. Aber die Stellung ist illegal, da für die Entwandlung des sL(Uf.) ein w/s Schlagobjekt fehlt. Lösung: 1.Lh6-g7! La2-b1 (der sL pendelt zwischen b1 und a2.) 2.Lc1-h6 Lb1-a2 (Entschlag durch den sBe7 führt zum Kurzmatt, s.u.) 3.Lh6xBg5!! (eine paradoxe Rückkehr: Schwarz erhält weitere Tempozüge) 3... La2-b1! (nach 3... g6(7)-g5? jetzt oder später erlangt Weiß sofort den Pendelstart, und nach 3... Tb8-b7? gibt es ein KM vor 7 Zügen nach Hauptplan-Muster.) 4.Lf8-h6 Lb1-a2 (4.Tb8-b7? 5.Lc6-a8! S. Probespiel) 5.f7-f8=L! (legal! Lb4(6) ist auf g1 entstanden) 6.f6-f7 7.f5-f6 La2-b1 (= Pendelstart von Schwarz!) 8.Kh8-g8!! (h8 ist das einzig richtige Pendelfeld: 8.Kf8-g8? g7-g5! und Schwarz droht mit 9.Kg8-f8 ... 12.Kf8-g8?? Retropatt! Oder 8.Kg(f7)-g8? Db8-a7 ... 11.Kg8-g(f)7?? illegal) 8... Lb1-a2 (8... Tb8-b7? mit Kurzmatt: 9.Lc6-a8 usw.) 9.Kg8-h8 La2-b1 10.Kh8-g8 g6-g5!! (diese freiwillige Pendelunterbrechung ist am besten; denn nach 10... Lb1-a2? folgt die Thema-Pointe: 11.Kg8-h8!!, die die Rücknahme 11... g7-g5! erzwingt, was die Stellung wegen der e. p.-Möglichkeit gerade noch legal hält, mit Kurzmatt vor 18 Zügen) 11.Kg8-h8 (endlich Pendelstart von Weiß) 11... Lb1-a2 12.Kh8-g8 ... 14.Kh8-g8 g7-g6 (erzwungen, legal!) 15.Kg8-h8 ... 18.Kh8-g8 Tb8-b7 (erzwungen) 19.Lc6-a8 Db7-a7 20.Kg8-h8 Da8-b7+ 21.Tb7-c7 (kein Dual: 21.c4-c5? Lc5(d6)-b4!) bel. 22.c4-c5 - vor 1.c4xb5[b2]#
Retro-Begründung: Die sBB der a/b-Linie haben 4 der 5 fehlenden wSteine geschlagen. Der sL(Uf.) auf b4 oder b6 ist auf e1 oder g1 entstanden. Daher ist ein Entschlag durch den sBh7 stets illegal (für die Rückführung des sL(Uf.) fehlt 1 wSchlagobjekt), und ein Entschlag durch einen späteren sB auf g7 ist illegal, solange sich nicht der sL auf g1 entwandelt hat. Der sBe7 darf im 1. oder 2. Zug entschlagen (danach nicht mehr), jedoch keinen wB und keinen schwarzfeldrigen wL, weil der sL(Uf.) nicht rückführbar wäre. Ein Entschlag durch den wBh2 wäre aus dem gleichen Grund illegal. Der wBd3 dürfte von d2 aus einen Offizier entschlagen, was aber wie bei wBc2 Schwarz neue Tempozüge verschaffen würde.
Anmerkung zum 1. und 2. Zug: Hier durfte der sBe7 einen Offizier, jedoch keinen wB oder einen schwarzfeldrigen wL, entschlagen; doch würde der Entschlag zum Kurzmatt in spätestens 12 Zügen führen, indem der wS das Feld b1 blockiert bzw. wL/wD nach c6 gehen. Beispiel: Auf 2... f4xSe3? könnte folgen 3.Sf1-e3 Lb1-a2 4.Sd2-f1 f5-f4 5.Kh8-g8 f6-f5 6.Kg8-h8 f7-f6 7.Kh8-g8 La2-b1 8.Sb1-d2 Tb8-b7 9.Lc6-a8 Db7-a7 10.Kg8-h8 Da8-b7+ 11.Tb7-c7 12.c4-c5 - vor 1.c4xb5[b2]#.

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