Sie befinden sich hier
Märchenschachlexikon
zusammengestellt von Hans Gruber, zuletzt aktualisiert am 31.1.2012
0 1 2 3 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Y Z
0
0:1-Springer = Wesir: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 1/0 oder 0/1; z. B. kann ein 0:1-Springer von a1 aus die Felder a2 und b1 erreichen.1
1:1-Springer = Fers: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 1/1; z. B. kann ein 1:1-Springer von a1 aus das Feld b2 erreichen.1:3-Springer = Camel: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 3/1 oder 1/3; z. B. kann ein 1:3-Springer von a1 aus die Felder b4 und d2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
1:4-Springer = Giraffe: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 4/1 oder 1/4; z. B. kann ein 1:4-Springer von a1 aus die Felder b5 und e2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
1:5-Springer = Ibis: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 5/1 oder 1/5; z. B. kann ein 1:5-Springer von a1 aus die Felder b6 und f2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
1:6-Springer = Flamingo: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 6/1 oder 1/6; z. B. kann ein 1:6-Springer von a1 aus die Felder b7 und g2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
2
2:2-Springer = Alfil: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 2/2; z. B. kann ein 2:2-Springer von a1 aus das Feld c3 erreichen. Das dabei "übersprungene" Feld kann beliebig besetzt sein.2:3-Springer = Zebra: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 3/2 oder 2/3; z. B. kann ein 2:3-Springer von a1 aus die Felder c4 und d3 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
2:4-Springer = Lancer = Hase (2): Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 2/4, z. B. kann ein 2:4-Springer von a1 aus die Felder c5 und e3 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
2:5-Springer = Korsar: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 5/2 oder 2/5; z. B. kann ein 2:5-Springer von a1 aus die Felder c6 und f3 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
3
3:4-Springer = Antilope: Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 4/3 oder 3/4, z. B. kann ein 3:4-Springer von a1 aus die Felder d5 und e4 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.A
A-nach-B (in n Einzelzügen): Statt von der Partieanfangsstellung aus eine gegebene andere Stellung zu erspielen, muß von Stellung A aus Stellung B erspielt werden. Im Prinzip funktioniert dies wie ein Hilfsmatt, auch was den schwarzen Anzug in Stellung A angeht, jedoch ist das Ziel keine Mattstellung, sondern Stellung B.A→ B-Schach bzw. A→ B in xy Ez.: Schwarz beginnt; beide Parteien helfen zusammen, daß aus Stellung A nach xy Einzelzügen Stellung B entsteht.
Ab Diagrammstellung: Vielfach ist es nicht sinnvoll, eine Märchenbedingung bereits seit Partieanfangsstellung gelten zu lassen, sei es, daß dies per definitionem gar nicht möglich wäre (wie im Berkeleian Chess oder auf dem Horizontalzylinder), sei es, daß dies einfach unpraktisch oder desaströs für die "Erspielbarkeit" einer legalen Stellung wäre, sofern man darauf überhaupt Wert legt.
absteigendes Chamäleoncirce: Wie Circe, aber nach einem Schlagfall wird der geschlagene Stein, bevor er wiedergeboren wird, gemäß dem Schema DTLSD... verwandelt. Wird also z. B. ein sTa7 geschlagen, wird ein sLf8 wiedergeboren. Bei absteigendem Chamäleoncirce für Schwarz gilt die Verwandlungs-Wiedergeburts-Regel nur für schwarze Steine als Schlagopfer.
Actuated revolving grid squares: Das Brett ist wie beim Gitterschach in Gittermaschen unterteilt. Jede Gittermasche, in die sich ein Stein hineinstellt (auch andere Auslöser sind denkbar), wird als unmittelbare Konsequenz dieses Zuges -- unter Belassung der übrigen Gittermaschen -- um 90° nach rechts (im Uhrzeigersinn) gedreht, wobei die Felder der gedrehten Gittermasche in Nummerierung und Färbung dem Gesamtbrett angepaßt werden. Schachgebote oder illegale Selbstschachs werden erst nach dieser Drehung festgestellt. Bauern dürfen bei der Drehung auf die eigene Offiziersgrundreihe oder -- dabei umwandelnd -- auf ihre Umwandlungsreihe geraten.
Ad libitum: Weiß muß pro Variante oder Phase eine von mehreren zur Auswahl stehenden Forderungen erfüllen (z. B. Matt / Patt ad libitum).
Adler: Geknickter n°-Grashüpfer für n = 90. Ein Adler a1 hüpft also über einen Bock auf a7 nach b7, über einen Bock auf g7 nach f8 oder h6.
Adlerheuschrecke: Geknickte n°-Heuschrecke für n = 90, bewegt sich also ausschließlich schlagend wie eine Heuschrecke, jedoch auf der geknickten Zugbahn eines Adlers.
Aidé libre: Im Unterschied zum normalen Hilfsspiel wird die streng alternierende Zugfolge von Schwarz und Weiß aufgegeben -- jeder kann ziehen, wann es ihm paßt bzw. wie es dem gemeinsamen Ziel dient, auch einige Serienzüge hintereinander.
Alfil: 2:2-Springer. Entfernt sich von seinem Standfeld um die Koordinaten 2/2; z. B. kann ein Alfil von a1 aus das Feld c3 erreichen. Das dabei "übersprungene" Feld kann beliebig besetzt sein.
Alice-Schach: Es wird auf zwei 8x 8-Brettern gespielt: Bretter A und B. Nach jedem Zug (wahlweise auf einem der beiden Bretter) wird der gezogene Stein als unmittelbare Zugfolge auf das analoge leere Feld des anderen Brettes versetzt. Ist das zugehörige Feld nicht leer, wäre der entsprechende Zug illegal. Ein Schlagfall ist also nur auf demjenigen Brett möglich, auf dem der Zug auch startete. Geschlagene Steine verschwinden vom Brett. Der König darf durch einen Zug seiner Partei weder vor dem Brettwechsel des Zugsteines noch danach einem Schachgebot auf seinem Brett im herkömmlichen Sinne ausgesetzt sein. In der Partieanfangsstellung stehen alle 32 Steine auf Brett A.
All-in Chess: Auch gegnerische Steine dürfen gezogen werden; nach einem Zugpaar darf nicht die identische Stellung wie vor dem Zugpaar entstehen.
Alphabetisches Schach: Bei Weiß und bei Schwarz muß immer der Stein ziehen, der in alphanumerischer Folge der erste ist (Folge: a1, a2, ..., a8, b1, b2 ..., h7, h8). Das Parieren von Schachgeboten ist allerdings vorrangig. Die Schachgebotswirkung der Steine ist normal.
Altarabisches Schach: Im Altarabischen Schach stehen statt der Damen Minister ("M" = Fers = 1:1-Springer) auf dem Brett und statt der Läufer Elefanten ("E" = Alfil = 2:2-Springer). Es gibt weder Bauerndoppelschritt noch En-passant-Schlag. Umwandlungen erfolgen in Minister. Rochaden sind nicht gestattet. Gewonnen hat, wer den Gegner matt setzt, patt setzt oder aller Steine beraubt, ohne selbst in diese Gefahr zu geraten (Matt-, Patt- und Beraubungssieg). Remis ist, wenn keines dieser Gewinnziele erreicht werden kann.
Alternativcirce: Zunächst wird wie in Circe gespielt. Ist jedoch das Wiedergeburtsfeld eines geschlagenen Steines besetzt, wird er analog zu Spiegelcirce wiedergeboren. Ist auch dieses Feld besetzt, verschwindet der Stein vom Brett.
Andernacher Dynamoschach: Befördert ein Stein (außer König) einen gegnerischen Stein über den Brettrand, wechselt der Verursacher die Farbe.
Andernachgrashüpfer: Zieht wie ein Grashüpfer, wobei aber der jeweils überhüpfte Stein ("Sprungbock") seine Farbe wechselt; nur königliche Steine behalten auch als Sprungbock ihre Farbe bei.
Andernachschach: Nichtkönigliche Steine wechseln, wenn sie einen gegnerischen Stein schlagen, als Teil des Zuges die Farbe.
Animal Chess: Bei der Angabe von Zügen wird nur der Typ des gezogenen Steins notiert, dabei gibt es drei Typen: H (Human/Mensch) = König, Dame, Läufer; A (Animal/Tier) = Turm (Elefant), Springer (Pferd), P (Pawn/Bauer). Schlagfälle (x ), Schachgebote (+) und Matts (#) werden wie üblich geschrieben, die Rochade wird mit einer Null (0) geschrieben (ohne Angabe, ob lange oder kurze Rochade), das Zeichen für den en passant-Schlag ist Px P wie beim normalen Bauernschlag, das für eine Bauernumwandlung ist P=?
Annanschach: Wenn das orthogonal in Richtung zur eigenen Grundreihe benachbarte Feld eines Steines A von einem Stein B derselben Partei besetzt ist, übernimmt A die Gangart (inklusiv Schlagart ...) von B (und besitzt in diesem Augenblick die eigene A-Gangart nicht). Zieht einer der beiden Steine weg, erhält A seine normale Gangart wieder.
Antiandernachschach: Nichtkönigliche Steine wechseln, wenn sie schlagfrei ziehen, als Teil des Zuges die Farbe.
Antiantipodencirce: Wie Anticirce, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein schlagender Stein auf demjenigen Feld wiedergeboren, das sich im Abstand 4:4 zum Schlagfeld befindet.
Anticircé Clône: Der Schlagtäter nimmt unter Beibehaltung seiner Farbe die Gangart des Schlagopfers an (nicht wie in Circé Clône das Schlagopfer die Gangart des Schlagtäters) und wird gemäß seiner neuen Gangart wie im Anticirce wiedergeboren.
Anticirce: Ein schlagender Stein (auch König) wird nach dem Schlag als Teil desselben Zuges auf seinem Partieanfangsfeld, ein schlagender Märchenstein auf dem Umwandlungsfeld der Linie wiedergeboren, in der der geschlagene Stein stand; der geschlagene Stein verschwindet. Ist das Wiedergeburtsfeld besetzt, ist der Schlag illegal. Ein wiedergeborener König oder Turm gilt als neu und darf rochieren. Beim Typ Calvet sind Schläge auf das eigene Wiedergeburtsfeld erlaubt, beim Typ Cheylan nicht.
Anticirce für Weiß: Die Anticirce-Bedingung gilt nur dann, wenn Weiß schlägt.
Anticirce n. d. n. E. = Anticirce nach den neuesten Erkenntnissen: Heute der Normalfall! Gegenüber der früheren Auffassung des Anticirce gelten inzwischen automatisch die folgenden beiden Zusatzregeln (d. h. die früheren willkürlich einschränkenden Regelungen wurden aufgehoben): a) Erreicht ein Bauer die Umwandlungsreihe, wird er automatisch umgewandelt. Dies ist auch der Fall, wenn er die Umwandlungsreihe schlagend erreicht. Daher erfolgt nach einem Bauernschlag auf die Umwandlungsreihe die Wiedergeburt des schlagenden Steines so, daß die eben erwandelte Figur wiedergeboren wird. b) Ein Schlag des gegnerischen Königs durch den eigenen König (wie es z. B. die gedankliche Überprüfung eines Märchenmatts vorsieht) ist auch dann korrekt, wenn das freistehende Ursprungsfeld des eigenen Königs vom Gegner beobachtet ist, wenn der König durch Schlagfall und Wiedergeburt also in ein Selbstschach geriete (denn zu diesem Zeitpunkt wäre der gegnerische König ja bereits geschlagen und hätte also selbst zuvor in einem Schach oder Selbstschach gestanden).
Anticircestein: Ein Stein, der dann, wenn er einen Schlag ausführt, gemäß den Anticirceregeln wiedergeboren wird. Er darf nur schlagen, wenn seine Wiedergeburt möglich ist.
Antidamenkönig: Antikönig, der wie Dame zieht und wirkt. Der Antikönig muß dauernd im Schach stehen. Jede Partei mit einem Antikönig darf nur so ziehen, daß der eigene Antikönig im Schach steht. Die Gegenpartei darf mit ihren Zügen das Schachgebot aufheben. Ein Antikönig ist antimatt, wenn er nicht im Schach steht und seine Partei nicht so ziehen kann, daß er dann im Schach steht.
Antieinsteinschach: Wie Einsteinschach, aber nach einem Schlagfall wird nicht der schlagende Stein "aufgewertet", sondern der geschlagene Stein (der schlagende Stein bleibt unverändert). Dies hat natürlich nur Auswirkungen, wenn der geschlagene Stein nicht endgültig das Brett verläßt (also z. B. in Verbindung mit Circespielweisen).
Antiequipollentscirce: Wie Anticirce, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein schlagender Stein auf demjenigen Feld wiedergeboren, das punktsymmetrisch zu seinem Startfeld beim Schlagzug (mit dem Schlagfeld als Drehpunkt) liegt.
Antifilecirce: Wie Anticirce, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein schlagender Stein auf der Linie wiedergeboren, auf der er schlug.
Antiko: Abkürzung für "Anti-Kontakt-Schach" und somit ein Gegenstück zu KöKo: Jeglicher Kontakt zwischen Steinen ist untersagt, es darf also kein Nachbarfeld eines anderen Steines betreten werden.
Antiköko: Ein Zug darf nur auf einem Feld enden, dessen Nachbarfelder unbesetzt sind.
Antikönig: Der Antikönig muß dauernd im Schach stehen. Jede Partei mit einem Antikönig darf nur so ziehen, daß der eigene Antikönig im Schach steht. Die Gegenpartei darf mit ihren Zügen das Schachgebot aufheben. Ein Antikönig ist antimatt, wenn er nicht im Schach steht und seine Partei nicht so ziehen kann, daß er dann im Schach steht.
Antilope: 3:4-Springer. Die Antilope entfernt sich also von ihrem Standfeld um die Koordinaten 4/3 oder 3/4; z. B. kann sie von a1 aus die Felder d5 und e4 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Antimarsantipodencirce: Wie Marsantipodencirce, aber die Regel, daß die Wiedergeburt vor Zugausführung erfolgt, gilt hier (nur) für schlagfreie Züge, nicht aber für Schläge.
Antimarscirce: Wie Marscirce, aber die Regel, daß die Wiedergeburt vor Zugausführung erfolgt, gilt hier (nur) für schlagfreie Züge, nicht aber für Schläge.
Antimarsspiegelcirce: Wie Marsspiegelcirce, aber die Regel, daß die Wiedergeburt vor Zugausführung erfolgt, gilt hier (nur) für schlagfreie Züge, nicht aber für Schläge.
Antimatt: Ein König ist dann antimatt, wenn er nicht im Schach steht und auch nicht durch einen Zug seiner Partei in eines hineingeraten kann. Er kann nicht geschlagen werden. Damit eine Rochade möglich ist, muß der König (1) vor und (2) nach der Rochade im Schach stehen und (3) während der Rochade ein bedrohtes Feld überschreiten. Man spricht bei Königen, für die Antimatt gefordert ist, immer von Antikönigen.
Antinextmate: Ein König steht (genau) dann im Schach, wenn sich kein Stein (egal welcher Farbe) auf einem seiner Nachbarfelder befindet. Könige können nicht geschlagen werden.
Antiobservis: Steine (inklusiv Könige) können nicht ziehen, wenn sie einen Stein (beliebiger Farbe) beobachten -- außer wenn sie (einen gegnerischen Stein) schlagend ziehen.
Antiokök: Steine (inklusiv Könige), die sich auf einem Nachbarfeld eines anderen Steines (beliebiger Farbe) befinden, können weder schlagen noch Schach bieten.
Antipodenanticirce: Der schlagende Stein wird auf dem Antipodenfeld wiedergeboren (dem Feld, das sich im Abstand 4:4 vom Schlagfeld befindet). Der Schlag ist illegal, wenn dieses Feld besetzt ist.
Antipodencirce = Antipodenschach: Zu jedem Feld des Normalbrettes gibt es im Abstand 4:4 ein einziges Feld, das Antipodenfeld. Beim Antipodenschach wird ein geschlagener Stein auf dem Antipodenfeld wiedergeboren, wenn dieses frei ist, andernfalls verschwindet er vom Brett.
Antischach: Nur "einstehende", also vom Gegner beobachtete Könige stehen sicher (und dürfen nicht geschlagen werden). Verliert ein König die gegnerische Beobachtung, steht er im Schach und muß umgehend wieder gegnerische Beobachtung erlangen. Kann seine Partei das nicht, ist er antimatt. In Kombination mit Rex multiplex muß jede Partei wenigstens einen König "einstellen", um nicht antimatt zu sein.
Antispiegelcirce: Wie im Anticirce wird nicht das verschwindende Schlagopfer, sondern der Schlagtäter wiedergeboren, aber nicht auf das Feld, das sein eigenes Partieanfangsfeld wäre, sondern auf das Circe-gemäße Ursprungsfeld eines gegnerischen Steines gleicher Gangart vom selben Schlagfeld aus.
Antispiegelfilecirce: Wie Anticirce, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein schlagender Stein auf der Linie wiedergeboren, auf der er schlug, allerdings gespiegelt an der Waagrechten in der Brettmitte.
Antisupercirce: Ein schlagender Stein wird als Teil des Schlagzuges nach Wahl der schlagenden Partei auf einem beliebigen anderen freien Feld wiedergeboren. Ist dies nicht möglich, ist der Schlagzug illegal. Der schlagende Stein darf also nicht auf dem Schlagfeld wiedergeboren werden. Der geschlagene Stein verschwindet vom Brett. Wiedergeborene Könige bzw. in ihrer Ecke wiedergeborene Türme dürfen wieder rochieren. Ein schlagender Bauer darf auch auf der eigenen Offiziersgrundreihe oder auf der eigenen Umwandlungsreihe wiedergeboren werden. Dabei gilt: (a) Ein auf der eigenen Offiziersgrundreihe wiedergeborener schlagender Bauer ist für immer zugunfähig. Er kann allenfalls geschlagen werden (und damit vom Brett verschwinden). (b) Ein auf der eigenen Umwandlungsreihe wiedergeborener schlagender Bauer wandelt als Teil dieses Zuges in eine Figur um.
Antisymmetriecirce: Der schlagende Stein wird gemäß Symmetriecirce wiedergeboren; der geschlagene Stein verschwindet vom Brett. Für weitere Besonderheiten der Versetzung gelten entsprechend die Regeln des Anticirce n.d.n.E.
AP (a posteriori): Es ist erlaubt, daß die Zulässigkeit eines bestimmten Zuges erst im Nachhinein (a posteriori) durch Ausführung eines anderen bestimmten Zuges legalisiert wird.
Arabisches Flintenschach: Wie Arabisches Schach -- mit der Ausnahme, daß das Schlagen nach Art des Flintenschachs erfolgt.
Arabisches Schach (Schatrandsch): Abgesehen davon, daß noch nicht alle unsere heutigen Steine verwendet wurden, ist vor allem zu bemerken, daß es drei Siegesformen gab, den Mattsieg (durch Mattsetzen), den Pattsieg (durch Pattsetzen) und den Beraubungssieg (durch Schlagen des letzten gegnerischen Steines, ohne daß der letzte eigene sofort wiedergeschlagen werden kann).
Atlantosaurus: Schlagender König.
Atombombenschach: In diesem sonst normalen Schach werden Bauern in Atombomben umgewandelt, welche auf einmal alles in bestimmtem Umkreise befindliche Material vernichten, sich selber eingeschlossen. Der Radius des Wirkungskreises einer Atombombe muß jedesmal angegeben werden. Andreas Rein definierte die Regeln ohne Kenntnis der alten Erfindung so: Bei einem Schlagfall verschwinden sämtliche (eigenen und gegnerischen) Steine rund um das Schlagfeld inklusiv des Königs und des schlagenden Steines (exclusive des Königs).
Atomcirce: Bei einem Schlagfall verschwinden neben dem Schlagopfer auch alle diejenigen Steine vom Brett und werden anschließend circegemäß wiedergeboren, die auf einem dem Schlagfeld benachbarten Feld stehen. Der schlagende Stein bleibt stehen.
Atomspiegelcirce: Bei einem Schlagfall verschwinden neben dem Schlagopfer auch alle diejenigen Steine vom Brett und werden anschließend spiegelcircegemäß wiedergeboren, die auf einem dem Schlagfeld benachbarten Feld stehen. Der schlagende Stein bleibt stehen.
Augsburger Schach: Steine gleicher Farbe (außer König) können sich beliebig "zusammenballen" (kombinieren) oder "aufspalten" (trennen). Eine solcherart gebildete Zusammenballung kann komplett weiterziehen oder auch mit nur einem Teil und den Restteil zurücklassen. Es können sich auch beliebige Verdoppelungen gleichziehender Steine derselben Farbe bilden. Eine Dame kann jederzeit als Zusammenballung von Turm und Läufer aufgefaßt werden. Umwandlungen in Zusammenballungen sind mit Ausnahme der Damenumwandlung nicht zulässig.
Augsburger Schach rex inklusiv: Steine gleicher Farbe (einschließlich des Königs) können sich beliebig "zusammenballen" (kombinieren) oder "aufspalten" (trennen). Eine solcherart gebildete Zusammenballung kann komplett weiterziehen oder auch mit nur einem Teil und den Restteil zurücklassen. Es können sich auch beliebige Verdoppelungen gleichziehender Steine derselben Farbe bilden. Eine Dame kann jederzeit als Zusammenballung von Turm und Läufer aufgefaßt werden. Umwandlungen in Zusammenballungen sind mit Ausnahme der Damenumwandlung nicht zulässig.
Augsburger Schach und Circe: Besonderheiten der Kombination: Wird eine Dame geschlagen, wird sie als Dame wiedergeboren, nicht gespalten in Turm und Läufer. Mit Ausnahme der wiedergeborenen Dame werden Kombinationssteine getrennt nach ihren Komponenten wiedergeboren; mehrere Komponenten derselben Steinart werden auf demselben Feld wiedergeboren. Wird ein Stein auf einem Feld wiedergeboren, das von einem Stein derselben Farbe besetzt ist, entsteht durch die Wiedergeburt eines Kombinationssteines.
Ausrottungsschach = Extinction Chess: Derjenige Spieler verliert sofort, der nicht mehr mindestens ein Exemplar jeder Steinart besitzt. Schachgebote und Mattsetzen gibt es nicht, Könige können geschlagen werden. Bauern können sich zum Beispiel in Könige umwandeln und dadurch die Zahl einer bestimmten Steine-Spezies vergrößern, die dadurch vielleicht länger erhalten bleibt.
Avalanche = Avalanche-Schach = Lawinenschach: Jeder Zug besteht aus zwei Teilen. a) Normaler legaler Zug; b) ein nicht-geblockter gegnerischer Bauer wird um ein Feld auf die ziehende Partei zu bewegt (ohne Doppelschritt oder Schlagfall). Da a) legal sein muß, ist ein eventuell bestehendes Schachgebot im ersten Zugteil abzuwehren. Der zweite Zugteil ist obligatorisch, wenn es irgendeinen ungeblockten gegnerischen Bauern gibt. Gerät dabei ein Bauer auf seine Umwandlungsreihe, entscheidet die Partei des Bauern über dessen Umwandlung. En-passant-Schläge sind nicht möglich. Der b)-Teil ist auch dann obligatorisch, wenn dabei alle möglichen Bauernbewegungen den eigenen König in ein Schachgebot bringen. Dies geht natürlich mit (Partie-)Verlust der ziehenden Partei einher, selbst wenn sie in Teil a) mattgesetzt haben sollte.
B
Bao: Chinesischer Bauer. Zieht (schlagfrei) wie ein Bauer, schlägt wie eine Heuschreckenfigur, indem er einen diagonal vor ihm stehenden gegnerischen Stein überspringt, ihn dabei schlägt und auf einem unmittelbar dahinter stehenden, leeren Feld landet.Barriereschach: Jede Partei darf jedes Feld nur einmal betreten. Als betreten gilt ein Feld, das durch den Zug eines Steines besetzt wurde. Linienfiguren wirken auch über nicht mehr betretbare Felder hinaus, aber nicht mehr auf diese.
Bauern auf der eigenen Offiziersgrundreihe ziehen und schlagen einschrittig: Zusatzbedingung, hier zu transmutierenden Königen oder zu einem transmutierenden königlichen Stein.
Bauernsystem: Die Steine ziehen anders als sie schlagen (und Schach bieten): Die Dame zieht wie Springer, der Turm wie Läufer, der Läufer wie Turm, der Springer wie Dame.
Beamtenschach: Alle Steine sind beamtet. Ein beamteter Stein ist nur zugfähig, wenn er unter Beobachtung eines gegnerischen Steines steht; unbeobachtet ist er zugunfähig und ohne Wirkung auf den gegnerischen König, behält aber seine Kraft zu beobachten bei.
Beidmatt: Eine Partei darf mit ihrem Mattzug derart ins Selbstschach ziehen oder in einem Schach stehen bleiben, daß sie, wäre sie unmittelbar erneut am Zug, ebenfalls matt stünde ungeachtet des gleichzeitigen Einstehens beider Könige. Dies darf aber nicht aus einem bereits gültigen Matt oder Patt heraus geschehen.
Beidseitiges Dauerschach: Weiß spielt so, daß beide Parteien unbegrenzt Schach bieten können.
Beobachtung: Ein Stein "beobachtet" ein Feld oder einen darauf stehenden Stein beliebiger Farbe, wenn er aufgrund seiner bloßen Bewegungseigenschaften dorthin schlagen könnte, wäre das Feld nur von einem geeigneten Schlagobjekt besetzt. Eine Beobachtung kann durch Verstellung der Beobachtungslinie unterbrochen werden, nicht aber durch die Fesselung des Beobachters und im Allgemeinen auch nicht durch einschränkende Märchenbedingungen. Nicht nur gegnerische Beobachtung kann existenziell sein, z. B. im Berkeleian Chess, Antischach oder Beamtenschach, sondern auch die Beobachtung eigener Steine wie im Patrouilleschach oder Echecs Central.
Bereinigtes Dynamoschach: Spielart des Dynamoschachs, bei dem orthodoxe Züge illegal sind. Falls es zu "Zweideutigkeiten" kommt, falls also ein Zug sowohl orthodox als auch mit Dynamoeffekt denkbar ist, gilt der Zug dennoch als legal. Sollen solche Zweideutigkeiten gleichfalls illegal sein, liegt Bowdlerisiertes Dynamoschach vor.
Berkeleian Chess: Ein Stein (außer König), der nach einem Zug nicht von einem anderen Stein beobachtet ist, verschwindet als Teil dieses Zuges sofort vom Brett (Kettenreaktionen sind möglich).
Berolina-TEK: Wie TEK, zieht jedoch bis zur Königs-Umwandlung wie ein Berolinabauer.
Berolinabauer: Ein Bauer, der schräg zieht und geradeaus schlägt -- natürlich einschrittig vorwärts. Der (schlagfreie) Doppelschritt von der eigenen (2. bzw. 7.) Bauernreihe bleibt möglich, jetzt freilich diagonal. Umzuwandeln ist wie beim normalen Bauern.
Berolinaschach: In der Partieanfangsstellung werden alle Bauern durch Berolinabauern ersetzt.
Bi-Heffalumps: Zwei Steine unterschiedlicher Farbe, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht auf der Linie ihrer Beobachtung schlagen (und dort also auch nicht Schach bieten).
Bi-Woozles: Zwei Steine unterschiedlicher Farbe, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht schlagen (und also auch nicht Schach bieten).
Bichromer Stein: Stein, für den nur Züge erlaubt und legal sind, deren Ausgangs- und Zielfeld von unterschiedlicher Farbe sind.
Bichromes Schach: Es sind nur Züge erlaubt und legal, deren Ausgangs- und Zielfeld von unterschiedlicher Farbe sind. Das gilt auch bei der Beurteilung von Matt und Patt.
Bicolores: Alle Steine ziehen und schlagen normal, üben aber Schach bietende Wirkung auf beide Könige aus.
Billard-Circeumwandlung: Wie Circeumwandlung mit der Zusatzbedingung, daß eine Umwandlungsfigur, deren Ursprungsfeld von einem gegnerischen Stein besetzt ist, diesen seinerseits als Teil des Zuges schlägt, gefolgt von dessen Wiedergeburt. Ketteneffekte sind möglich. Bei Billard-Circeumwandlung für Weiß gilt die Bedingung nur für weiße Umwandlungsfiguren.
Billardschach: Steine werden am Brettrand (genauer gesagt am Mittelpunkt von Brettrandfeldern) gemäß dem Gesetz "Einfallswinkel gleich Reflexionswinkel" reflektiert. Bei Linienfiguren (Reitern) ist das einfach, bei Springern recht kompliziert.
Bishoprook: Zieht (und schlägt) beliebig weit abwechselnd diagonal und orthogonal (aber in derselben Richtung). Kann nicht über Steine (egal welcher Farbe) hüpfen.
Bison: 1:3- & 2:3-Springer = Camel + Zebra.
Blockadeschach: Es dürfen sich nur Steine derselben Art schlagen. Könige können daher nicht schlagen.
Boa: Zieht und wirkt wie die Kombinationsfigur aus Spiralspringer und Diagonal-Spiralspringer, aber jeweils nur auf der "weiten" Wicklung der orthogonalen oder diagonalen Spirale.
Boburger Schach: Weiße Bauern können statt auf der 8. auch bereits auf der 5. Reihe umwandeln, schwarze Bauern statt auf der 1. auch bereits auf der 4. Reihe. Wird dieses zusätzliche Umwandlungsrecht nicht sofort beim Betreten der entsprechenden Reihe wahrgenommen, verfällt es. Recht und Pflicht zur Umwandlung auf der letzten Reihe bleiben also.
Bouncer: Zieht auf Damenlinien, muß aber am Brettrand oder an einem beliebigen Steine (dem ersten auf der vom Bouncer beschrittenen Linie) reflektieren. Er zieht dabei so, daß der Abstand zwischen seinem Ausgangsfeld und dem Reflexionsfeld verdoppelt wird. Zur Längenzählung wird die Anzahl der Felder inklusiv des Reflexionsfelds, jedoch ohne das Ausgangsfeld, gezählt und verdoppelt. Bei Reflexion am Rand wird dabei ein fiktives Feld "hinter" dem Rand als Reflexionsfeld angenommen, z. B. Bouncer e6-a6 über rechten Rand: BOe6→ "i6"=4 & BO"i6"→ a6=8; oder BOd8-c7 über oberen Rand: BOd8→ "e9"=√ 2 & BO"e9"→ c7=2√ 2 .
Bouncy Knight: Springer, der nach einem schlagfreien Zug auf ein Randfeld einen weiteren Zug machen darf, jedoch nicht zurück auf das Feld, von dem er kam.
Bowdlerisiertes Dynamoschach: Verschärfte Form des Bereinigten Dynamoschachs, in der auch "zweideutige" Züge (orthodox oder mit Dynamoeffekt) illegal sind.
Brechtschach: Jede Partei verwandelt bei jedem Zug nicht bewegte eigene Steine schrittweise gemäß dem Schema K-D-T-L-S-B-K-D ... "abwärts" (¯) oder B-S-L-T-D-K-B-S ... "aufwärts" (). In Typ A hat jede Partei zu Beginn die freie Wahl der Verwandlungsrichtung abwärts oder aufwärts, an die sie dann aber im Fortgang gebunden bleibt. In Typ B legt die anziehende Partei die Verwandlungsrichtung auch des Gegners (gleich- oder gegensinnig) fest. Schachgebote müssen durch eine aktive Bewegung, nicht durch eine passive Verwandlung des angegriffenen Königs abgewehrt werden, es wird also auf Normalmatt gespielt. Die an sich fällige Verwandlung eines unbewegten Steines bleibt aus, wenn dadurch Rex multiplex oder ein Bauer auf einer der beiden Offiziersgrundreihen entstünde; "königlose" Stellungen hingegen sind zulässig. Sofern überhaupt "Brecht-Züge" mit passiver Verwandlung möglich sind, dürfen keine anderen Züge gewählt werden.
Brechtschach Typ A (seit PAS): Bei Brechtschach läßt Typ A jeder Partei zu Beginn die freie Wahl der Verwandlungsrichtung.
Brettvariation: Statt auf dem 8x 8-Normalbrett kann auf beliebig anders geschnittenen Brettern gespielt werden; dabei kann die Wahl der Notation ebenfalls variieren. Beim nx 3-Brett etwa (n Reihen breit, 3 Reihen tief) fallen auf beiden Seiten Offiziers- und Bauerngrundreihe zusammen, so daß ein Bauerndoppelschritt mit sofortiger Umwandlung von Rand zu Rand möglich wird.
Brontosaurus: Schlagender Läufer.
Brunnerschach (Kontraschach): Eine Partei darf den gegnerischen König nur dann schlagen, wenn der eigene nicht postwendend vom Gegner geschlagen werden könnte. Die Drohung des Königsschlages kann also mit der Drohung des unmittelbaren "Gegenschlags" pariert werden oder droht von vornherein nicht wegen Gegenschlags. Auf diese Weise ist direkter Kontakt der Könige möglich; sind beide Könige gedeckt, dann sogar ohne daß Schach besteht. Ein gedeckter König kann einen ungedeckten König durch Königskontakt matt setzen. Schlag (und Gegenschlag) des Königs kommen wie im normalen Schach nicht tatsächlich zur Ausführung.
Bumerangschach: Wie Flintenschach, aber der schlagende Stein zieht de facto auf das Schlagfeld und dann wieder zurück (wieso das Bumerangschach heißt, weiß das Känguruh: Der echte Bumerang sollte, nachdem er Schlagwirkung erzielt hat, jedenfalls zu Boden fallen und nicht zurückkehren).
C
Camel: 1:3-Springer. Das Camel entfernt sich also von seinem Standfeld um die Koordinaten 3/1 oder 1/3; z. B. kann es von a1 aus die Felder b4 und d2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.Camelkönig: Königlicher 1:3-Springer.
Camelreiter: 1:3-Reiter.
Cao: Chinesischer Springer. Zieht (schlagfrei) wie ein Springer, schlägt wie ein Springerhüpfer.
Cardinal: Linienfigur, die in Läuferrichtungen zieht und einmal im Schnittpunkt der Feldergrenzen mit dem Rand reflektieren kann. Dabei wird die Felderfarbe gewechselt.
Carolinabauer: Darf auf dem Endpunkt einer Linie nur in denjenigen Figurentyp umwandeln, der in der Partieanfangsstellung dort (in gegnerischer Farbe) steht.
CAT (Catul trojan = trojanisches Pferd): Stein mit zusammengesetzter Zugwirkung: Macht zuerst einen Springerzug und kann dann als Teil des Zuges wie ein Dabbabareiter weiterziehen, wobei dieser Teil des Zuges parallel zur 0:2-Komponente des Springerzuges verläuft.
Cavalier Majeur = Überspringer: In der Partieanfangsstellung werden Springer durch Nachtreiter ersetzt, auch Umwandlung ist dann nur in Nachtreiter, nicht in Springer erlaubt.
Celleschach: Wenn ein Stein schlägt, verdoppelt er sich in zwei (gleichartige und gleichfarbige) Steine, einer auf dem Schlagfeld, einer auf dem Ausgangsfeld des Schlagzuges.
Chamäleon: Verwandelt sich als Teil eines eigenen Zuges in die nächste Figur der Kette S-L-T-D-S...
Chamäleoncirce: Wie Circe, aber nach einem Schlagfall wird der geschlagene Stein, bevor er wiedergeboren wird, gemäß dem Schema D-S-L-T-D... verwandelt. Wird also z. B. ein wT geschlagen, wird eine wDd1 wiedergeboren.
Chamäleonequipollentscirce: Wie Equipollentscirce, aber nach einem Schlagfall wird der geschlagene Stein, bevor er wiedergeboren wird, gemäß dem Schema D-B-S-L-T-D... verwandelt. Wird also z. B. ein wBb6 von a7 aus geschlagen, wird ein wSc5 wiedergeboren.
Chamäleonhüpfer: Verwandelt sich als Teil eines eigenen Zuges in die nächste Figur der Kette NH-LH-TH-G-NH... (Nachtreiterhüpfer, Läuferhüpfer, Turmhüpfer, Grashüpfer, Nachtreiterhüpfer).
Chamäleonschach: Alle Steine sind Chamäleons. Bauern wandeln statt in eine der vier Normalfiguren in Chamäleons um.
Chamäleonschach regina exclusiv: Betritt ein Offizier (außer König) ein Feld der Linien a,b,c,f,g,h (aber nicht d! Daher regina exclusiv), wandelt er sich (unter Beibehaltung der Farbe) in jenen Offizier um, der in der PAS dort steht. Beispiele: Lf6-h8=wT+, Lf6-g7=wS, aber Lf6-d4 bleibt wL!
Chinesischer Bauer: Bauer, der auf der Umwandlungsreihe nicht umwandelt, aber auf dieser (und im Gegensatz zum Waagerecht-Bauern nur dort!) waagerecht ziehen kann.
Chinesisches Schach: In der PAS sind D,T,L,S durch Leo, Pao, Vao, Mao ersetzt.
Circé Coucou = Kuckuckscirce: Wie Circe, aber ein geschlagener Stein wird auf dem Ursprungsfeld des schlagenden Steines wiedergeboren.
Circé Couscous = Couscouscirce: Wie Circe, aber ein geschlagener Stein wird auf dem Ursprungsfeld des schlagenden Steines wiedergeboren. Gerät ein Bauer dadurch auf seine Umwandlungsreihe, entscheidet die umwandelnde Partei über die entstehende Umwandlungsfigur.
Circé Equipollents: Der geschlagene Stein wird auf jenem Feld wiedergeboren, das symmetrisch zum Ausgangsfeld des Schlägers liegt. Als Symmetriepunkt gilt das Schlagfeld, so daß die Bewegung des schlagenden Steines und die (virtuelle) Bewegung des wiedergeborenen Steines wie der einschrittige Stoß im Dynamoschach wirken.
Circé parachuté: Wie Circe, wenn aber das Ursprungsfeld des Schlagopfers besetzt ist, entsteht es dennoch auf diesem Feld wieder. Dabei kommt es auf dem Stein zu stehen, der dort stand. Dieser Stein kann dann nicht ziehen, bevor der wiedergeborene Stein nicht wegzieht, wirkt aber solange weiter.
Circé symmétriques: Geschlagene Steine entstehen neu auf dem Feld, das bezüglich des Brettmittelpunktes punktsymmetrisch zum Schlagfeld liegt (z. B. b3-g6). Ist dieses Feld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.
Circe: Mit Ausnahme des Königs werden geschlagene Steine auf ihrem Ursprungsfeld in der Partieanfangsstellung wiedergeboren. Turm, Läufer und Springer werden dabei auf dem mit dem Schlagfeld gleichfarbigen Ursprungsfeld, Bauern auf dem Ursprungsfeld derselben Linie wie das Schlagfeld, neutrale Steine auf dem Ursprungsfeld der Partei, gegen die geschlagen wurde, wiedergeboren. Märchenfiguren werden auf der Umwandlungsreihe (ihrer Farbe) derselben Reihe wiedergeboren; Märchensteine, die keine Figuren sind (z. B. Berolinabauern, Taxis) wie Bauern. Ein wiedergeborener Turm gilt als neu und darf rochieren. Die Regel gilt auch, wenn der Stein gar nicht von seinem Ursprungsfeld gekommen sein kann. Ist das betreffende Ursprungsfeld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.
Circe Assassin: Wie Circe, wenn aber das Ursprungsfeld des Schlagopfers besetzt ist, entsteht er dennoch auf diesem Feld wieder und schlägt dabei den Stein, der das Ursprungsfeld besetzt (egal, welche Farbe dieser Stein hat). Der "sekundär geschlagene" Stein verschwindet vom Brett.
Circe Clône: Wie Circe, aber ein geschlagener Stein wird nicht normal wiedergeboren, sondern vorher zu einem Stein der gleichen Gangart wie der Schlagtäter geklont und dann als solcher wiedergeboren. Schlägt ein König, wird das Schlagopfer nicht transformiert, sondern wie bei Circe wiedergeboren.
Circe double spy: Geschlagene Steine wechseln die Farbe und werden dann circegemäß wiedergeboren.
Circe für Schwarz: Die Circe-Bedingung gilt nur dann, wenn Schwarz schlägt.
Circe Parrain: Bei einem Schlag wird der geschlagene Stein unmittelbar wiedergeboren, nachdem ein weiterer Stein gezogen hat. Dabei ist die Linie zwischen Schlagfeld und Wiedergeburtsfeld parallel zu der Zuglinie zwischen Start- und Zielfeld des "weiteren" Steines, wobei die beiden parallelen Vektoren gleichlang und gleichgerichtet sind.
Circe rex inklusiv: Die Circe-Bedingung wird auf die Könige mit ihren Wiedergeburtsfeldern e1 bzw. e8 ausgeweitet. Ein Matt ist nur möglich, wenn das Wiedergeburtsfeld eines Königs im Schach von ihm selbst oder einem anderen Stein besetzt ist.
Circe shogi: = Echecs renforces. Ein geschlagener Stein nimmt die Farbe des schlagenden Steines an und wird dann wie dieser circegemäß wiedergeboren (bzw. bei besetztem Ursprungsfeld vom Brett entfernt).
Circeumwandlung: Eine Umwandlungsfigur verschwindet noch als Teil des Umwandlungszugs vom Brett und wird circegemäß auf ihrem Ursprungsfeld wiedergeboren.
Clownkönig: König, der den letzten Zug (eines beliebigen Steines) imitiert und zugleich alle Eigenschaften dieses Steines erhält.
Cocap: Ein Stein A (außer König) kann einen Stein B (außer König) nur schlagen, falls Stein B den Stein A bedroht; dieser Schlag erfolgt gemäß der Gangart von Stein B. Bei Cocap rex inklusiv gilt die Bedingung auch für den König als Schlagopfer und Schlagtäter.
Conversion captures: Ein geschlagener Stein wechselt seine Farbe und zieht in Ergänzung des Schlagzuges auf das vom schlagenden Stein verlassene Feld, falls dieser Zug seiner Gangart entspricht. Ist das nicht der Fall, gilt der Schlagzug als normal und der geschlagene Stein wird vom Brett entfernt. (P. Kniest schlug die Bezeichnung "CC-Schach" vor.).
Coordinate Chess: Jede Bewegung entlang einer Diagonalen (dies gilt analog für einen Springerzug, also für jeden nicht-orthogonalen Zug) wird in ihre zwei orthogonalen Komponenten (bei Springerzügen muß zuerst die "lange" Komponente gespielt werden) zerlegt (normale diagonale Züge gibt es nicht). Bei sKh1/wSf3 ist 1.- Kh1-g2 illegal, da der wSf3 die Übergangsfelder g1 und h2 bewacht (vgl. Rochaderegel).
Crane: = Pike-König (roi pike).
Crapaud = Kröte: 0:3- & 0:5-Reiter.
Criss-Cross-Chess: Die Zuglinie eines Steins muß sich immer mit der Zuglinie aus dem letzten Zug des Gegners kreuzen. Der Schnittpunkt muß auf dem Brett liegen. Kann diese Bedingung nicht erfüllt werden, liegt Patt vor. Für linear ziehende Steine ist die Zuglinie gleich der Geraden, die durch die Mittelpunkte des Ausgangs- und des Zielfeldes geht. (In der Originaldefinition wird ausdrücklich gesagt, daß die Zuglinie bei nicht-linearen Steinen wie Rose oder Halmagrashüpfer unklar sei, ebenso bei sich nicht bewegenden Steinen etwa bei einem Schlag im Flintenschach.)
D
Dabbaba: 0:2-Springer.Dabbabareiter: 0:2-Reiter; er erreicht von seinem Standfeld aus somit nur jedes zweite, also gleichfarbige Feld, das auch ein Turm erreichen könnte.
Degradierung: Ein Offizier, der seine eigene Bauerngrundreihe betritt, verwandelt sich als Teil des Zuges in einen Bauern (der eigenen Farbe).
Delphin: Grashüpfer plus Känguruh.
Demobrettschach: Betritt ein Stein die untere Bretthälfte, verschwindet er vom Brett (so wie Zuhörern in hinteren Reihen bei einem Vortrag dieser Stein dann nicht mehr sichtbar ist).
Devresbo: Ein Zug, nach dem der ziehende Stein (inklusiv König) nicht von einem anderen Stein (beliebiger Farbe) beobachtet wird, ist illegal.
Diagonalspiralspringer: Zieht und wirkt auf "Spiralen", die jedoch -- im Gegensatz zum Spiralspringer -- um Diagonalen statt um Orthogonalen "gewickelt" sind, und zwar "eng", z. B. b1-a3-c2-b4-d3- ... -f8-h7 oder b1-c3-a2, oder "weit", z. B. b1-c3-e4-f6-h7 oder b1-d2-e4-g5-h7. Ein Diagonalspiralspringer bietet also von b1 aus einem gegnerischen König auf h7 auf drei verschiedenen Wegen Schach, wenn die genannten Zwischenstationen leer stehen. Die Verallgemeinerung ist der m:n-Diagonalspiralreiter.
Diagramm in n Zügen: Wie Matt in n Zügen, nur besteht das Ziel nicht im Matt des Gegners, sondern in der Wiederherstellung der Diagrammposition gegen beste Gegenwehr von Schwarz.
Diagrammanticirce: Wie Anticirce, aber die Wiedergeburt eines schlagenden Steines erfolgt nicht auf dessen Ursprungsfeld in der PAS, sondern auf dessen Standfeld im Diagramm. Ist dieses Feld besetzt, ist der Schlag illegal.
Diagrammcirce: Wie Circe, aber die Wiedergeburt eines geschlagenen Steines erfolgt nicht auf seinem Ursprungsfeld in der PAS, sondern auf seinem Standfeld im Diagramm. Ist dieses Feld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.
Diagrammcirce rex inklusiv: Wie Diagrammcirce, aber rex inklusiv, d. h. auch die Könige können geschlagen und wiedergeboren werden (und stehen nicht im Schach), wenn und solange ihr ursprüngliches Standfeld gemäß Diagrammstellung nach einem solchen Schlagfall für die Wiedergeburt leer steht.
Diametralcirce: Geschlagene Steine entstehen auf dem Feld, das dem üblichen Circe-Wiedergeburtsfeld 180° zur Brettmitte punktgespiegelt (gedreht) gegenüberliegt.
Dinosaurus: Schlagende Dame.
Disarmed Men: Ein bedrohter (von einem gegnerischen Stein beobachteter) Stein gilt als entwaffnet und hat keine Schlag- oder Schachwirkung und kann auch keinen anderen Stein entwaffnen. Ein Schlagfall beginnt mit dem Entfernen des Schlagobjekts. Wenn danach der schlagende Stein selbst bedroht (von einem gegnerischen Stein beobachtet) ist, ist der Schlag illegal. Beispiel: wKe6, wTa8, wBb2, sKe8, sTh3. Schwarz kann nicht 1.--~Ta3?? spielen, da der wBb2 den sTa3 entwaffnet und dieser daher den wTa8 nicht entwaffnet. Schwarz kann aber 1.--~Th8! ziehen, weil der wTa8 nicht mehr Schach bietet: Nach dem (probehalber durchgeführten) Entfernen des sKe8 ist der wTa8 durch den sTh8 entwaffnet.
Disguised King: Einer der schwarzen Steine (einschließlich König) ist königlich -- der "Disguised King" (DK). Zu Beginn ist noch nicht bekannt, welcher Stein das ist. Es gilt: (1) Der (normale) König kann geschlagen werden, falls er nicht der DK ist. (2) Bauern dürfen nicht in König umwandeln. (3) Ein Bauer darf nicht den Doppelschritt machen, falls er der DK ist und en passant geschlagen werden kann. (4) Die Rochade ist nicht zulässig, wenn entweder der König oder der betreffende Turm der DK ist und wenn der DK angegriffen ist oder sein Zielfeld oder das von ihm überschrittene Feld von einem gegnerischen Stein angegriffen ist. Falls die Bedingung auch für Weiß gelten soll, ist von "Disguised Kings" die Rede.
Doppelagentencirce: Geschlagene Steine wechseln die Farbe und werden dann nach Circeregeln wiedergeboren.
Doppelgrashüpfer: Führt bei seinem Zug zwei Grashüpferzüge hintereinander aus, darf dabei aber im ersten Teilzug nicht schlagen (auch nicht den gegnerischen König; in der Stellung sKa1, wLb1, wDGh1 steht der schwarze König also nicht im Schach). Der Bock kann in beiden Teilzügen derselbe Stein sein, aber der DG darf am Ende des Zuges nicht auf seinem Ausgangsfeld landen (Nullzüge sind also nicht erlaubt).
Doppelkürzestzüger: Beide Parteien müssen von allen legalen Zügen immer den geometrisch kürzesten ausführen. Gibt es mehrere gleichlange kürzeste Züge, besteht unter diesen freie Wahl. Die lange (bzw. kurze) Rochade hat die Länge 5 (bzw. 4).
Doppellängstzüger: Die Längstzügerbedingung gilt für beide Parteien.
Doppelläuferhüpfer: Wie Doppelgrashüpfer, aber nur auf Läuferlinien.
Doppellion rectiligne: Doppellion, aber nur en ligne droite.
Doppelmatt: Ein Beidmatt mit zwei Einschränkungen: a) Die Königsopposition bleibt der minimale Königsabstand und darf nicht durch direkten Kontakt der Könige im Doppelmattzug durchbrochen werden; es gilt KKK! b) Ein etwa bestehendes Schachgebot muß mit dem Doppelmattzug vollständig pariert, also durch ein neues, aktives Selbstschach, das diesmal Matt ist, ersetzt werden und darf nicht einfach ignoriert bzw. zum eigenen Matt umfunktioniert werden.
Doppelpatt in n Zügen (==n): Eine Partei setzt doppelpatt, indem sie derart pattsetzt, daß sie, wäre sie unmittelbar erneut am Zug, ebenfalls patt stünde. "Doppelpatt in n Zügen" bedeutet somit: Weiß zieht an und setzt trotz Gegenwehr von Schwarz spätestens mit dem n-ten Zuge einen weißen Doppelpattzug durch.
Doppelrandzüger: Sowohl Schwarz als auch Weiß dürfen ausschließlich Züge machen, die am Brettrand enden.
Doppelschach in n Zügen (++n): Weiß am Zug bietet dem Schwarzen gegen dessen beste Gegenwehr in (spätestens) n Zügen Doppelschach.
Doppeltibetschach: Wie Tibetschach, aber die Bedingung gilt für Weiß und für Schwarz.
Doppelturboschach: Wenn eine Partei schlägt, darf und muß die andere Partei direkt anschließend eine Serie aus zwei Teilzügen ausführen. Innerhalb einer Zugserie darf es nicht zu einer Stellungswiederholung kommen. Es besteht Pflicht zur Erfüllung der Zugserie. Ist dies nicht ohne Stellungswiederholung möglich (unter Einhaltung der Serienzugkonventionen), dann steht die betreffende Partei patt. Schachgebote, die dem Gegner nicht ermöglichen würden, seiner Pflicht zur Erfüllung der Zugserie nachzukommen, ohne normal mattzusetzen, sind nicht erlaubt (d. h. Märchenmatts sind normalerweise nicht zugelassen!).
Doppelturmhüpfer: Wie Doppelgrashüpfer, aber nur auf Turmlinien.
Doppelultralängstzüger: Die Ultralängstzügerbedingung gilt für beide Parteien.
Doppelzug: Entweder typischer Bestandteil des Doppelzugschachs oder Turboschachs oder eine Zugserie von genau zwei Serienzügen.
Doppelzugschach = Coups doubles obligatoires: Beide Parteien führen jeweils zwei konsekutive Züge aus. Nach alter Spielart (= Marseiller Schach) entfiel der zweite Teilzug, wenn der erste Schach bot, und galt das Selbstschachverbot bereits isoliert für den ersten Teilzug. Nach neuerer -- hier geltender -- Spielart wird immer mit Doppelzügen bis zum Königsschlag auch im zweiten Teilzug gespielt bzw. schon einen Doppelzug vorher abgebrochen, wenn Königsschlag mit dem nächsten Doppelzug nicht verhinderbar ist: matt! Falls eine Partei nicht beide Teilzüge ausführen kann, steht sie (märchen)patt.
dr#3 = Direkt-Reflexmatt in 3 Zügen: Wie #3, aber wenn Schwarz so ziehen kann, daß Weiß daraufhin mattsetzen kann, muß er dies auch tun.
Drache: Springer + Bauer; von der eigenen Offiziersgrundreihe aus kann der Drache keinen Bauernzug machen. Erreicht der Drache die eigene Umwandlungsreihe, bleibt der Bauernteil unverwandelt.
Draughtsking: Ein königlicher Stein, der sich wie ein Damestein im Damespiel (engl.: Draughts) bewegt: zieht wie ein Fers, schlägt wie eine "Fers-Heuschrecke" (eine Heuschrecke, die einen diagonal benachbarten Stein überspringt und dabei schlägt und somit im Alfil-Abstand ihres Ausgangsfeldes landet).
Duellantenschach: Der einmal gewählte Stein des Startzuges einer Partei muß auch alle folgenden Züge seiner Partei bestreiten. Ist dies nicht mehr möglich, bringt ein neuer Startzug einen neuen Duellanten ins Spiel. Die Schachwirkung aller Steine bleibt normal erhalten.
Dummy: Unbeweglicher Stein.
Dummy King: Unbeweglicher, wirkungsloser König.
Dummy Pawn = Scheinbauer: Ein Bauer, der als bloße Masse herumsteht, ohne zu ziehen oder zu wirken, aber eventuell um zu blocken, zu verstellen, sich schlagen oder von einem Grashüpfer überspringen zu lassen.
Duplex: Die gleiche Forderung ist für Weiß und Schwarz -- unter Wechsel des Anzugs -- erfüllbar. Duplexzüge sind somit die Gesamtheit aller weißen und schwarzen Züge, die in einer Stellung bei weißem bzw. schwarzem Anzug möglich sind.
Durch Bauernzug: Das Spielziel gilt nur als erfüllt, wenn es durch einen Bauernzug erreicht wird.
Durch Schwarz: Das Problemziel gilt für die jeweils andere Partei unter gleichzeitiger Vertauschung des für die jeweilige Forderung üblichen Anzugs.
Dynamoschach: Es gibt keine Schlagfälle, stattdessen wird ein Stein angesaugt oder weggestoßen, wobei der saugende/stoßende Stein stehen bleibt oder gemäß seiner Gangart in die Saug- bzw. Stoßrichtung mitzieht. Langschrittige Steine saugen bzw. stoßen beliebig weit auf den ihnen zugänglichen Bahnen, kurzschrittige nur schrittweise; dabei kann immer nur ein einzelner -- eigener oder gegnerischer -- Stein und nicht durch eine Verstellung hindurch, wohl aber über den Brettrand hinaus gesaugt bzw. gestoßen werden und ein Stein auch selbst über den Brettrand hinaus (mit)ziehen und verschwinden ("R" = "Raus!"). Matt ist eine Partei, wenn sie nicht verhindern kann, daß ihr König im nächsten Gegenzug vom Brett gesaugt bzw. gestoßen wird. Bauern können auch, dabei umwandelnd, auf ihre Umwandlungsreihe gesaugt bzw. gestoßen werden.
E
Echecs Alphabétiques: Es muß -- bei Weiß und bei Schwarz -- immer der Stein ziehen, der in alphanumerischer Folge der erste ist (Folge: a1, a2, ... , a8, b1, b2, ... , h7, h8). Das Parieren von Schachgeboten ist allerdings vorrangig. Die Schachgebotswirkung der Steine ist normal. Bei Echecs alphabétiques invers muß immer der Stein ziehen, der in alphanumerischer Folge der letzte ist.Echecs Bicolores = Zweifarbenschach: Alle Steine sind in bezug auf die Wirkung gegenüber den Königen zweifarbig; eigene Steine dürfen nicht geschlagen werden. Obwohl Schlagfälle normal abgewickelt werden, steht ein König auch dann im Schach, wenn er von einem eigenen Stein beobachtet wird. Entsprechend würde ein Zug, der zur Beobachtung des eigenen Königs führte, als illegales Selbstschach gewertet und ist daher unzulässig. Für Partien mit Echecs bicolores sind Dame und Damenspringer in der normalen Partieanfangsstellung zu vertauschen.
Echecs Central: Ein Stein zieht und wirkt nur dann, wenn sein Standfeld von seinem eigenen König beobachtet wird oder wenn sein Standfeld von einem Stein eigener Farbe beobachtet wird, der wiederum von seinem König beobachtet wird, oder ... mit beliebig langen Ketten der gleichfarbigen Beobachtung, an deren Anfang aber immer der eigene König stehen muß.
Echecs Cocap: Stein~A (außer König) kann Stein~B (außer König) nur schlagen, falls dieser ihn bedroht.
Echecs Fantômes: Ein geschlagener Stein verbleibt als "Phantom" auf seinem Schlagfeld und erscheint wieder, wenn der geschlagene Steine weggezogen hat; danach kann er vom Gegner nicht mehr geschlagen werden.
Echecs Marseillais: Siehe Doppelzugschach.
Echecs renforces: = Circe shogi.
Echecs Talion: Schwarz muß einen Talion-Zug ausführen, wenn möglich (ansonsten hat er die freie Wahl). Ein Talion-Zug ist ein Zug, der folgende beide Bedingungen zugleich erfüllt: (a) Er wird von einem vom Gegner angegriffenen Stein ausgeführt, d. h. entweder von einem en prise stehenden Stein oder von einem im Schach stehenden König. (b) Der ziehende Stein greift einen gegnerischen Stein an (egal ob dieser vorher schon angegriffen war oder nicht).
Echternacher: Giraffe (1:4-Springer) + 1:7-Springer.
Eichhörnchen: 2:0+2:1+2:2-Springer.
Eiffelschach: Wie Madrasi, aber mit verschobenen Paralyseeffekten: D→ B→ S→ L→ T→ D..., also paralysiert der Läufer den Turm (bei entsprechender Beobachtung), der Turm die Dame ...
Eigen-Perpetuum Mobile in n Zügen: Schwarz zieht und setzt (spätestens) im n-ten Serienzug ein Perpetuum Mobile aus eigenen Steinen in Gang.
Eigenmatt: Eine Partei darf mit ihrem Schlußzug unter Aufhebung des Selbstschachverbotes eine Stellung herbeiführen, in der sie matt stünde, hätte der Gegner zuletzt gezogen.
Eigenpatt in n Zügen (!=n): Eine Partei führt in spätestens n Zügen eine Stellung herbei, in der sie -- wäre sie erneut am Zug -- patt stünde.
Einbahnschach: → One-way Chess.
Einhorn: 1:1:1-Reiter (im Raumschach).
Einstein-Grashüpfer: Wie Grashüpfer, aber der Bock (Könige ausgenommen) wird als Teil des Zuges verwandelt. Bei einem nichtschlagenden Zug des E-G verwandelt sich der Bock als unmittelbare Konsequenz dieses Zuges in einen gleichfarbigen Stein Y, wobei Y als rechter Nachbar von X in folgender Skala zu wählen ist: D→ T→ L→ S→ B→ E-G→ E-G. Bei einem schlagenden Zug des E-G gilt hingegen die Skala: B→ S→ L→ T→ D→ E-G→ E-G... Auf ihre Umwandlungsreihe geratende Bauern bleiben unumgewandelt als zugunfähige Masse stehen. Figuren, die auf ihrer Grundreihe (1. Reihe bei Weiß, 8. Reihe bei Schwarz) zu Bauern werden, dürfen einschrittig oder mit einem Doppelschritt oder mit einem Dreifachschritt vorwärts ziehen; sie können en passant geschlagen werden.
Einsteinschach: Ein nichtschlagend ziehender Stein X verwandelt sich als unmittelbare Konsequenz dieses Zuges in einen gleichfarbigen Stein Y, wobei Y als rechter Nachbar von X in folgender Skala zu wählen ist: D→ T→ L→ S→ B→ B...; für schlagende Steine gilt hingegen die Skala: B→ S→ L→ T→ D→ D... Könige ziehen und schlagen unverändert. Auf ihre Umwandlungsreihe geratende Bauern bleiben unumgewandelt als zugunfähige Masse stehen. Figuren, die auf ihrer Grundreihe (1. Reihe bei Weiß, 8. Reihe bei Schwarz) zu Bauern werden, dürfen einschrittig oder mit einem Doppelschritt oder mit einem Dreifachschritt vorwärts ziehen; sie können en passant geschlagen werden.
Elch: Zieht wie Grashüpfer, knickt aber über dem Bock um 45° ab. Ein Ea1 zieht über einen Bock auf c3 nach c4 oder d3, über einen Bock auf g1 nach h2.
Elchheuschrecke: Geknickte n°-Heuschrecke für n = 45, bewegt sich also ausschließlich schlagend wie eine Heuschrecke, jedoch auf der Zugbahn eines Elchs.
Elchlion (45°): Wie Elch (knickt über dem Bock um 45° ab), aber beliebig weit hinter dem Bock.
Eliminationsschach: Als zusätzliche Zugmöglichkeit kann eine Partei einen eigenen Stein, mit Ausnahme des Königs, statt zu bewegen vom Brett nehmen.
Elliuortap ("Patrouille" rückwärts gelesen): Ein Stein hat keine Schlag- und Schachkraft (wohl aber Zug- und Beobachtungskraft), solange er von einem Stein der eigenen Partei beobachtet wird.
Elsässischer Serienzüger: Nach jedem Serienzug -- nutze er eine der geltenden Bedingungen wie insbesondere Circe märchenspezifisch oder nicht -- muß die erreichte Stellung mit einer orthodoxen Beweispartie (also ohne jede geltende Märchenbedingung seit Partieanfangsstellung) als legale Stellung erspielbar sein. Ist sie das nicht, war der zu ihr führende letzte Zug illegal. Die elsässische Bedingung rangiert vor der Abwehr eines Schachgebots, kann also zu einem Märchenmatt führen.
Elsässisches Anticirce: Es wird nach der Anticirce-Bedingung gespielt, jedoch muß nach jedem (Einzel-)Zug -- nutze er die Bedingungen von Anticirce märchenspezifisch oder nicht -- die erreichte Stellung mit einer orthodoxen Beweispartie (also ohne jede geltende Märchenbedingung seit Partieanfangsstellung) als legale Stellung erspielbar sein. Ist sie das nicht, war der zu ihr führende letzte Zug illegal. Die elsässische Bedingung rangiert vor der Abwehr eines Schachgebots, kann also zu einem Märchenmatt führen.
Elsässisches Circe: Die Stellung muß nach jedem (Einzel-)Zug auch orthodox legal sein.
Emanzipierte Steine: Dürfen nur ziehen, wenn sie wenigstens zwei (im orthodoxen Sinne) legale Züge zur Verfügung haben. Ein Zug ist orthodox legal, wenn nach ihm der eigene König nicht im Schach steht und/oder wenn er den gegnerischen König schlägt.
Enemy Berkeleian Chess: Ein Stein (außer König), der nach einem Zug nicht von einem gegnerischen Stein beobachtet ist, verschwindet als Teil dieses Zuges sofort vom Brett (Kettenreaktionen sind möglich).
Entschlag: Rücknahme eines Schlagfalles als Sonderfall des Rückzuges. Der entschlagene Stein kehrt auf das Brett zurück.
Equihopper: Hüpft über einen beliebigen Stein (Bock), der sich in der Mitte zwischen Start- und Zielfeld befinden muß. Verläuft die direkte Linie zwischen Start- und Zielfeld durch einen weiteren Feldmittelpunkt, muß dieses Feld frei sein, d. h. ein Equihopper kann dort verstellt werden, wobei der verstellende Stein u. U. als Bock für ein neues Zielfeld benutzt werden kann.
Equihopperheuschrecke: Zieht wie eine Heuschrecke, jedoch nicht auf Grashüpferlinien, sondern über jeden beliebigen gegnerischen Stein in der Manier eines Equihoppers.
Equipion: Beispiel für einen Pion X: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen Equihopper oder eine Equihopperheuschrecke umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Equipollentscirce: Wie Circe, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein geschlagener Stein auf demjenigen Feld wiedergeboren, das punktsymmetrisch zum Startfeld des Schlagenden (mit dem Schlagfeld als Drehpunkt) liegt.
Equipollentsimmunschach: Wie Equipollentscirce, aber ein Stein inklusiv König, dessen equipollentscircespezifisches Wiedergeburtsfeld von einem anderen Stein besetzt ist, ist immun, kann also nicht geschlagen werden.
Equistopper: Springt auf jedes Feld, das Mittelpunkt zwischen seinem Ausgangsfeld und dem Standfeld eines beliebigen anderen Steines ist. Kann dabei schlagen. Der englische Equistopper kann auf Damenlinien verstellt werden.
Erlkönig: Kombination aus Wesir und Fers, bzw. zieht wie König, besitzt aber keine königlichen Eigenschaften.
Erzbischof = Oberläufer: Läufer, der pro Zug einmal am Brettrand reflektieren kann. Dies geschieht -- im Gegensatz zum Cardinal -- unter der Vorstellung, daß die Massemitte des Erzbischofs mit der Feldmitte des reflektierenden Randfeldes zusammenfällt, die Felderfarbe bei der Reflexion also beibehalten wird, z. B. Erzbischof d1-a4-e8 oder d1-h5-e8.
Exact Hilfsmatt in n Zügen: Schwarz zieht an und hilft Weiß, den schwarzen König im genau n-ten Zug mattzusetzen. Eine Mattführung in kürzerer Zugzahl zählt nicht als Lösung.
Exact Matt in n Zügen: Weiß zieht an und setzt Schwarz gegen beste Gegenwehr im genau n-ten Zug matt. Eine Mattführung in kürzerer Zugzahl zählt nicht als Lösung. Zur schwarzen Gegenwehr gehört es also auch, Kurzmatts zu provozieren.
Exakter Längstzüger: Im Gegensatz zum gewöhnlichen Längstzüger muß Schwarz den stellungsgemäß längstmöglichen Zug immer ausführen oder er steht, wenn dies an Selbstschach scheitern würde, matt bzw. patt. Er kann also nicht auf weniger lange, aber selbstschachvermeidende Züge ausweichen. Nur vom jeweils längsten aller überhaupt stellungsmöglichen schwarzen Züge kann Schachwirkung ausgehen.
Exklusiv-Schach(gebot): Hier gilt die Exklusivbedingung für das Schachgebot.
Exklusivschach: Eine bestimmte Zugart (normalerweise: ein Mattzug; bei der Aufgabe von Steudel jedoch: ein Schachgebot) darf nur ausgeführt werden, wenn es dafür nur eine einzige Möglichkeit gibt.
Exsilitor: "Ins Exil Heraushüpfender"; verstellbarer Equihopper. Er kann aber nicht nur (wie der Equihopper im Vergleich zum Nonstop-Equihopper) auf geraden Linien verstellt werden, sondern auch auf m:n-Springerlinien. Der Zug eines Exsilitors ist sowohl vor als auch nach dem Bock als aus jeweils zwei senkrecht aufeinander stehenden Horizontalen/Vertikalen zu betrachten, auf denen er verstellt werden kann.
Extinction Chess ("Survival of the Species") = Ausrottungsschach: Derjenige Spieler verliert sofort, der nicht mehr mindestens ein Exemplar jeder Steinart besitzt. Schachgebote und Mattsetzen gibt es nicht, Könige können geschlagen werden. Bauern können sich zum Beispiel in Könige umwandeln und dadurch die Zahl einer bestimmten Steine-Spezies vergrößern, die dadurch vielleicht länger erhalten bleibt.
F
Farbzickzack: Schwarz zieht nur so, daß Start- und Zielfeld seines Zuges gleichfarbig sind; kann er das nicht, setzt er vorübergehend aus.Fauler König: Wie König, kann aber nur ziehen, wenn er im Schach steht.
Feldmesser: Wesirkönig + Alfil.
Fers: 1:1-Springer. Der Fers entfernt sich also von seinem Standfeld um die Koordinaten 1/1; z. B. kann er von c1 aus die Felder b2 und d2 erreichen.
Ferskönig: Wie König, zieht oder schlägt aber nur schräg (wie Fers) und besitzt daher höchstens vier statt acht Fluchtfelder.
Fersreiter: 1:1-Reiter (der Unterschied zum Läufer besteht in der Erlaubnis zur Märchenumwandlung, im unterschiedlichen Wiedergeburtsfeld ...)
Fileanticirce: Wie Anticirce, aber die Wiedergeburt eines schlagenden Steines erfolgt nicht auf dessen Ursprungsfeld in der PAS, sondern auf dem Grundlinienfeld (bzw. Bauernlinienfeld bei Bauern als Schlagtätern) auf der Linie, auf der das Schlagen erfolgte. Ist dieses Feld besetzt, ist der Schlag illegal.
Filecirce: Ein Stein wird auf der Linie wiedergeboren, auf der er geschlagen wurde.
Fisch: Bauer, der auch ein Feld rückwärts ziehen (nicht schlagen) kann; von der eigenen Offiziersgrundreihe zieht bzw. schlägt er einzügig.
Flamingo: 1:6-Springer. Der Flamingo entfernt sich also von seinem Standfeld um die Koordinaten 6/1 oder 1/6; z. B. kann er von a1 aus die Felder b7 und g2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Flintenschach: Anstelle des normalen Schlagfalles, der nicht mehr möglich ist, kann eine Partei einen gegnerischen Stein, den sie bereits beobachtet, auch wenn das Schlagen im Normalsinne an Selbstschach scheitern würde, vom Brett nehmen ("abschießen"). Die Wegnahme, mit der keine eigene "Steinbewegung" verbunden ist, gilt dennoch als eigenständiger "Zug"!
Flugschach: Ein bewegungsunfähiger ("pattgesetzter") König ist genau dann matt, wenn der andere König unmittelbar vorher gezogen hat.
Flugschach mit Wehr: Wie Flugschach, aber der patt gesetzte König ist nur matt, wenn der andere König unmittelbar vorher ein Feld betreten hat, das von einem eigenen Stein gedeckt ist.
Folgeschach: Wer das Feld betreten kann, das der Gegner im letzten Zug verlassen hat, muß dies tun.
Frankfurter Schach (= Proteusschach, = Verwandlungsschach): Schlägt ein Stein X einschließlich des Königs einen Stein Y, wird aus dem Stein X ein Stein der Art von Y unter Beibehaltung der Farbe von X, der damit verbundenen Grundreihen- und Umwandlungsreihen-Orientierung sowie etwaiger königlicher Eigenschaften. Im letzten Fall gelten die Regeln für königliche Steine mit der Einschränkung, daß vom Gegner kontrollierte Felder nicht durchschritten werden dürfen. Obwohl königliche Steine keine vom Gegner beherrschten Felder überschreiten dürfen, können sie doch selbst über beherrschte Felder hinweg Schach bieten und mattsetzen.
Freemate: Ein König steht (genau) dann im Schach, wenn alle seine Nachbarfelder und sein Standfeld selbst "frei" sind. "Frei" heißt ein Feld, wenn es weder von einem gegnerischen Stein beobachtet noch von einem eigenen Stein (außer dem König selbst) besetzt ist. Könige können nicht geschlagen werden.
Frischauf-Circe: Wenn in einer Circe-Aufgabe bekannt oder eindeutig nachweisbar ist, daß eine orthodoxe Figur auf dem Brett durch Umwandlung entstanden ist, ist sie bei ihrer Wiedergeburt (jedesmal) wie eine Märchenfigur zu behandeln: Sie wird also wiedergeboren auf dem Umwandlungsfeld der Linie, auf der sie geschlagen wurde.
Für Schwarz: Eine Bedingung, die üblicherweise für Schwarz und Weiß gilt, gilt hier nur für Schwarz.
Für Weiß: Eine Bedingung, die üblicherweise für Schwarz und Weiß gilt oder die üblicherweise nur für Schwarz gilt, gilt hier nur für Weiß.
Furchtsamer Grashüpfer: Zieht nichtschlagend wie ein normaler Grashüpfer; er traut sich aber nur zu Schlagen, wenn der Bock von der eigenen Farbe ist.
G
Gegenmatt: Eine soeben matt oder patt gesetzte Partei darf dann trotzdem noch einen Zug tun, wenn sie dadurch, unter Aufrechterhaltung oder Neuschaffung eines Matts der eigenen Partei, ihrerseits den Gegner matt setzt, so daß die Schluß-Stellung wie bei einem Beidmatt aussieht. Es sind also nur Gegenmattzüge aus einer Matt- oder Pattstellung heraus, nicht aber Beidmattzüge aus einer auch normal fortsetzbaren Spielstellung heraus erlaubt. Durch den Gegenmattzug können (wie auch durch einen Beidmattzug) die verfeindeten Könige in unmittelbaren Kontakt geraten.Geist: siehe Haunted Chess.
Geisterschach: = Ghost Chess.
Geknickte Heuschrecke = n°-Heuschrecke: Ihre Zugrichtung knickt beim Überqueren des Sprungbocks um +/-n° ab. Für n=0 erhalten wir die normale Heuschrecke, für n = 45 die Elchheuschrecke, für n = 90 die Adlerheuschrecke, für n = 135 die Spatzheuschrecke und für n = 180 die Hamsterheuschrecke.
Geknickter Grashüpfer = n°-Grashüpfer: Seine Zugrichtung knickt beim Überqueren des Sprungbocks um +/-n° ab. Für n=0 erhalten wir den normalen Grashüpfer, für n = 45 den Elch, für n = 90 den Adler, für n = 135 den Spatz und für n = 180 den Hamster.
Genau: Eine Zugfolge, die die Forderung in geringerer als der angegebenen Zugzahl erfüllt, gilt nicht als Lösung.
Genfer Schach: Ein Stein (außer König) kann nur schlagen bzw. Schach bieten, wenn sein Ursprungsfeld -- und zwar bezogen auf das Ausgangsfeld des potenziellen Schlags bzw. Schachgebots -- unbesetzt ist. Beim Genfer Schach rex inklusiv gilt die Bedingung auch für Könige als Schlagtäter. Beim Genfer Schach Märchensteine exclusiv gilt die Bedingung nicht für Märchensteine als Schlagtäter.
Gespenst: Stein im Ghost Chess.
Gewinn: Weiß zieht und setzt gegen die bestmögliche schwarze Verteidigung eine zweifelsfreie Gewinnstellung durch (oder auch nicht, wenn "Gewinn möglich?" gefragt wird).
Gewinn in n vor m Zügen: Ein Verteidigungsrückzüger Typ Proca, dessen (Vorwärts-)Spielziel Gewinn ist.
Ghost Chess: Ein Stein wird auf seinem Schlagfeld wiedergeboren, sobald dieses leer ist. Mit der Wiedergeburt wird der Stein zum Gespenst, das nicht geschlagen werden kann, keine Masse besitzt und nicht ziehen oder schlagen kann, wohl aber Schachwirkung gemäß seiner ehemaligen Gangart hat.
Giko (Gitterkontaktschach): Wie KöKo, aber in Verbindung mit Gitterschach gilt, daß Kontakt innerhalb einer 2x 2-Gittermasche nicht existiert.
Gipanis Circe: = Volcanic Circe.
Gipanis Circe Clône: = Volcanic Circe Clône.
Giraffe: 1:4-Springer. Die Giraffe entfernt sich also von ihrem Standfeld um die Koordinaten 4/1 oder 1/4; z. B. kann sie von a1 aus die Felder b5 und e2 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Gitterkontaktschach: Kombination aus Gitterschach und Köko: Der Kontakt muß über eine Gitterlinie gehen: Nur solche Züge sind möglich, für die das Zielfeld des ziehenden Steins ein Nachbarfeld eines anderen Steins ist, zwischen denen eine Gitterlinie ist.
Gitterschach: Orthogonale Gitterlinien teilen das Brett in 16 gleichgroße Quadrate zu je 2x2 Feldern. Züge innerhalb eines solchen Quadrats sind illegal, d. h. bei jedem Zug muß mindestens eine Gitterlinie überquert werden.
Glasgowschach: Weiße Bauern wandeln statt auf der 8. bereits auf der 7. Reihe um, schwarze Bauern statt auf der 1. bereits auf der 2. Reihe. Gerät ein weißer Bauer (z. B. durch Wiedergeburt oder durch einen beschleunigten Exzelsior) auf die 8. Reihe, bleibt er dort unverwandelt und zugunfähig als Bauer stehen (analog ein schwarzer Bauer auf der 1. Reihe).
Glasgowschach für Weiß: Die Glasgowschach-Bedingung gilt nur für weiße Züge.
Gleichfarbiges Wandelschach: Ein "wandelbarer" Stein gemäß Wandelschach übernimmt nur die Gangart, nicht aber die Farbe des betreffenden Ursprungssteines.
Gnom: Bauer, der von jedem Feld aus (auch auf der 1./8. Reihe) in jede der vier Richtungen diagonal schlagen oder orthogonal einschrittig ziehen kann. Doppelschritt, aktiver wie passiver en passant-Schlag und Umwandlung sind nicht erlaubt.
Gnu: Springer + Camel.
Gnureiter: Nachtreiter + Camelreiter.
Gnureiterhüpfer: Nachtreiterhüpfer + Camelreiterhüpfer.
Grashüpfer: Hüpft auf Damenlinien über einen beliebigen Stein (Bock) und landet auf dem unmittelbar dahinter liegenden Feld.
Grashüpfer-n: Wie Grashüpfer, aber das Zielfeld ist das n-te Feld hinter dem Bock. Zwischen Startfeld und Zielfeld darf nur der Bock stehen. In dieser Terminologie ist also ein normaler Grashüpfer ein Grashüpfer-1.
Grazer Bauer = Zwillingsbauer = Pion Complet: Kombinationsstein aus Bauer und Berolinabauer.
Grazer Hilfsbeidmatt in n Zügen: Wie Grazer Hilfsmatt in n Zügen, jedoch mit Beidmatt statt Matt als beider Parteien Ziel.
Grazer Hilfsdoppelpatt in n Zügen (Grazer H==n): Wie Hilfsdoppelpatt in n Zügen, aber statt seines letzten Hilfszuges könnte Schwarz auch doppelpatt setzen.
Grazer Hilfsmatt in n Zügen (Grazer H#n) = reziprokes Hilfsmatt in n Zügen: Wie Hilfsmatt in n Zügen, aber statt seines letzten Zuges könnte Schwarz auch matt setzen.
Grazer Hilfspatt in n Zügen (Grazer H=n) = reziprokes Hilfspatt in n Zügen: Wie Hilfspatt in n Zügen, aber anstelle seines letzten helfenden Zuges muß Schwarz auch selbst pattsetzen können.
Grazer Serienzug-Hilfspatt in n Zügen (Grazer Ser.H=n) = reziprokes Serienzug-Hilfspatt in n Zügen: Wie Serienzug-Hilfspatt in n Zügen, aber zusätzlich muß Schwarz in seinem n-ten Zug die Möglichkeit haben, einzügig pattzusetzen.
Grazer Superbauer: Kombinationsstein aus Superbauer und Superberolinabauer, d. h. die dem Grazer Bauern analoge "Linienfigur".
Guerillaschach: Bei einem Schlagfall (1) betritt der Schlagtäter das Schlagfeld und (2) kehrt als Teil des Zuges wieder auf sein Ausgangsfeld zurück. Ähnlich dem e. p.-Schlag kann der Schlagtäter im folgenden Zug vom Gegner auf dem Schlagfeld geschlagen werden. Der König kann daher trotz des Guerilla-Effekts keine gedeckten Steine schlagen. Bauern, die auf die Umwandlungsreihe schlagen, wandeln sich nicht um. (Guerillaschach ist die um den e. p.-Schlag erweiterte Form des Flintenschachs.)
H
Haaner Schach: Ab der Diagrammstellung hinterläßt jeder Stein, der ein Feld (ziehend, schlagend oder als Schlagopfer (wenn der Schlagstein nicht das Schlagfeld betritt, z. B. beim e. p.-Schlag) oder auch als Turm bei der Rochade) verläßt, auf seinem alten Standfeld ein Loch, das im weiteren Verlauf weder betreten noch überschritten werden kann.Haaner Schach für Schwarz: Wie Haaner Schach, aber nur schwarze Steine hinterlassen nach ihren Zügen Löcher.
Haaner Stein: Hinterläßt ab Diagrammstellung jedes Mal, wenn er zieht oder schlägt, auf seinem gerade verlassenen Standfeld ein Loch, das im weiteren Verlauf weder betreten noch durchschritten werden darf.
Haanoverschach: Nach einem Zug sind alle Felder, die von einem Stein überschritten wurden und die nach dem Zug nicht besetzt sind, Löcher (wie im Haaner Schach). Die kurze Rochade hinterläßt kein Loch, die lange Rochade (nur) eines auf b1 (bzw. b8). Wird ein Bauer en passant geschlagen, wird er vor dem Schlagen zurückgesetzt (jetzt gilt der Zug als durchgeführt), damit ist also das Feld besetzt und es ist dort kein Loch entstanden und der Bauer kann en passant geschlagen werden. Wird der Bauer nach einem Doppelschritt nicht en passant geschlagen, hinterläßt er auf der dritten/sechsten Reihe ein Loch. Ein Grashüpfer, der von a1 nach h8 zieht (mit Bock auf g7), hinterläßt Löcher auf b2...f6. Eine Heuschrecke, die von a1 nach h8 zieht (mit zu schlagendem Bock auf g7), hinterläßt Löcher auf b2...g7. Bei Circe würde ein sTh1, der eine wDa1 schlägt, Löcher auf g1, f1, e1, c1 und b1 hinterlassen, da ja nach dem Zug das Feld d1 durch die wD besetzt ist. Hat eine Figur verschiedene mögliche Wege (z. B. Rose), hat der Ziehende anzugeben, welchen Weg die Figur genommen hat.
Halber Zug: Die Forderung nach einem halben Zug deutet meist auf einen Scherz hin; oft mit logischem Hintergrund.
Halbneutraler Stein: Befindet sich entweder in der weißen, der schwarzen oder der neutralen Phase. Falls er sich in der weißen Phase befindet, kann ihn nur Weiß ziehen; falls er sich in der schwarzen Phase befindet, kann ihn nur Schwarz ziehen; falls er sich in der neutralen Phase befindet, können ihn Weiß und Schwarz ziehen. Zieht ein in der weißen oder schwarzen Phase befindlicher halbneutraler Stein, gelangt er als Teil des Zuges in die neutrale Phase. Zieht Weiß einen in der neutralen Phase befindlichen halbneutralen Stein, gelangt dieser als Teil des Zuges in die weiße Phase; zieht ihn Schwarz, gelangt er in die schwarze Phase.
Halmagrashüpfer: Kann mehrere Grashüpferzüge in Serie ausführen, wobei nur der letzte (Teil)Zug Schach bieten darf. Beim Typ Hoffmann darf auch nur der letzte (Teil)Zug schlagen, beim Typ Rehm darf jeder Teilzug schlagen.
Hamster: Wie Grashüpfer, knickt aber über dem Bock um 180° ab. Ein Hamster a1 hüpft also über einen Bock auf a7 nach a6, über einen Bock auf g7 nach f6, d. h. auf das Feld unmittelbar vor dem Bock (statt wie der Grashüpfer dahinter).
Hamsterheuschrecke: Geknickte n°-Heuschrecke für n = 180, bewegt sich also ausschließlich schlagend wie eine Heuschrecke, jedoch auf der Zugbahn eines Hamsters.
Hase (1): Wie Känguruh, landet aber beliebig weit hinter dem zweiten Bock.
Hase (2) (= Lancer): 2:4-Springer.
Haunted Chess: Ein geschlagener Stein wird zum Geist, der wieder auf dem Schlagfeld erscheint, wenn der Schlagtäter wegzieht. Auf jedem Feld kann es nur einen Geist geben; wird auf einem Feld ein zweites Mal geschlagen, auf dem sich ein (alter) Geist befindet, verschwindet dieser endgültig. In der Diagrammstellung eventuell verborgene Geister müssen unter dem Diagramm angegeben werden. (Zudem gibt es eine komplizierte en passant-Regelung: Der en passant geschlagene Bauer erscheint auf der 4./5. Reihe wieder [also auf dem Feld, auf dem er zuletzt stand], wenn der en passant schlagende Bauer weiterzieht; in der Zwischenzeit können Steine über dieses Feld hinweg ziehen, aber nicht auf ihm landen.) Ein Geist kann nicht geschlagen werden.
Heffalumps: Zwei Steine, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht auf der Linie ihrer Beobachtung schlagen (und dort also auch nicht Schach bieten).
Heuschrecke: Zieht wie Grashüpfer, aber nur über einen gegnerischen Bock, wobei das Feld hinter dem Bock frei sein muß. Der Bock wird dabei geschlagen. Eine Heuschrecke kann nur schlagend ziehen.
Hilfs-en-passant-Schlag in n Zügen (H.e. p.n): Schwarz zieht an und hilft Weiß, im n-ten Zug en passant zu schlagen; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfs-Zwei-Rochaden (in n Zügen): Wie Hilfsrochade, jedoch sollen im Hilfsspiel beide Parteien bis zum n-ten Zug rochiert haben. Gewöhnlich würde Schwarz anziehen und Weiß als letzter rochieren, ist durch Schwarz gefordert, verhält es sich umgekehrt.
Hilfsbeidmatt in n Zügen: Schwarz zieht an und hilft dem Weißen, im n-ten Zug ein Beidmatt zu geben. Ein schwarzer Beidmattzug erfüllt nicht die Forderung.
Hilfsdauerkreuzschach: Schwarz zieht so an und Weiß setzt so fort, daß beide Parteien ununterbrochen Schach bieten können, ohne daß der Schach bietende Stein geschlagen wird.
Hilfsdoppelpatt in n Zügen (H==n): Schwarz zieht an und hilft Weiß, die schwarze Partei derart pattzusetzen, daß Weiß, wäre er unmittelbar erneut am Zug, ebenfalls patt stünde. Der Doppelpattzug muß im Hilfsdoppelpatt also unbedingt durch Weiß geschehen. Das Selbstschachverbot ist einzuhalten.
Hilfsecho in n Zügen: Schwarz zieht an und hilft dem Weißen, eine Echostellung zur Diagrammstellung zu erreichen. Eine Echostellung ist durch Verschiebung, Drehung und/oder Spiegelung im euklidisch-geometrischen Sinne aus der ursprünglichen Stellung erzeugbar; Farbe und Gangart der betreffenden Steine müssen analog sein. Ein "Null-Echo", also dieselbe Stellung, zählt nicht als Echostellung.
Hilfseigendoppelpatt in n Zügen (H!==n): Wie Hilfsmatt in n Zügen, nur mit Doppelpatt- statt Mattziel und mit der Besonderheit, daß der letzte weiße Zug entfällt. Schwarz führt also mit seinem letzten Zug eine Doppelpattstellung herbei.
Hilfseigenpatt in n Zügen (H!=n): Wie Hilfsmatt in n Zügen, nur mit Patt- statt Mattziel und mit der Besonderheit, daß der letzte weiße Zug entfällt. Schwarz führt also mit seinem letzten Zug eine Stellung herbei, in der er patt wäre, wäre er nochmals am Zug.
Hilfseigenzugwechsel: Ohne weißen Schlußzug analog zum Hilfseigenpatt, jedoch mit Zugwechsel statt Patt als Ziel des gemeinsamen Hilfsspiels, d. h. Schwarz spielt mit seinem Schlußzug in eine Stellung, die sich von der Diagrammstellung ausschließlich durch das gewechselte Zugrecht unterscheidet.
Hilfsfesselung in n Zügen (H.Fn): Wie Hilfsmatt, aber Spielziel ist nicht das Matt des Schwarzen, sondern die Fesselung eines schwarzen Steines; Linienfesselungen erfüllen die Forderung nicht.
Hilfsgegenmatt in n Zügen: Wie Hilfsbeidmatt in n Zügen, aber mit Gegenmatt als Ziel des letzten weißen Zuges.
Hilfsidealmatt in n Zügen: Wie Hilfsmatt in n Zügen, jedoch mit Idealmatt.
Hilfsmatt in n Zügen (H#n): Schwarz zieht an und hilft Weiß, den schwarzen König mattzusetzen; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfsmatt in spätestens n Zügen: Das Matt erfolgt im n-ten Zug oder früher, d. h. Kurzlösungen sind gleichberechtigte korrekte Hauptlösungen.
Hilfspatt in n Zügen (H=n): Schwarz zieht an und hilft Weiß, den schwarzen König in (spätestens) n Zügen pattzusetzen; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfsrochade in n Zügen (H-00/0 n): Wie Hilfsmatt in n Zügen, nur mit Rochade- statt Mattziel.
Hilfsschach in n Zügen (H+n): Wie Hilfsmatt in n Zügen, nur mit Schachgebots- statt Mattziel.
Hilfsschlag in n Zügen (Hx n): Wie Hilfsmatt in n Zügen, nur mit dem Ziel, einen beliebigen schwarzen Stein zu schlagen statt den schwarzen König mattzusetzen.
Hilfsselbstmatt in n Zügen (HS#n): (veraltet auch Hilfszwingmatt genannt) Weiß zieht an und läßt sich von Schwarz in n Zügen matt setzen; Schwarz hilft ihm dabei -- bis auf den schwarzen Mattzug, der wie im Selbstmatt erzwungen werden muß. Beide Parteien bleiben an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfsspiel: Während im Kampfspiel die verteidigende Seite (zumeist Schwarz) die Erfüllung der gestellten Forderung zu hintertreiben sucht, kooperieren im Hilfsspiel beide Seiten, um die gestellte Forderung bestmöglich zu erfüllen. Dennoch bleiben die Partner des Hilfsspiels an die gängigen Zugregeln, insbesondere an das Verbot illegaler Selbstschachs gebunden. Die häufigste Form des Hilfsspiels ist das Hilfsmatt.
Hilfssteinweniger in n Zügen (H%n): Schwarz zieht und hilft Weiß, (spätestens) im n-ten Zug eine Stellung zu erreichen, in der Schwarz (wenigstens) einen Stein weniger hat als in der Diagrammstellung; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfssymmetrie in n Zügen (HSyn): Wie Hilfsmatt, aber mit Symmetrie- statt Mattziel. Hierbei ist Punktsymmetrie nicht zugelassen; ferner sind nur Symmetrieachsen erlaubt, die durch Feldmittelpunkte verlaufen und alle Felder, die sie berühren, genau halbieren (also nur Turm- und Läufer-Zuglinien). Wenn sich rechts und links von der Achse Steine befinden, müssen sie sich hinsichtlich Farbe, Gangart und Anzahl genau entsprechen. (Daraus folgt automatisch, daß bei orthodoxen legalen Stellungen beide Könige in der Schlußstellung auf der Achse stehen müssen.)
Hilfsumwandlung: Schwarz zieht und hilft Weiß, spätestens im n-ten Zug einen weißen Bauern zur Umwandlung zu bringen.
Hilfszielfeld xy in n Zügen (H-Zxy n): Schwarz zieht und hilft Weiß, das Zielfeld xy in (spätestens) n Zügen zu betreten; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfszug X (in n Zügen): Wie Hilfsmatt, aber das gemeinsame Ziel ist ein genau vorgegebener weißer Zug X (auch mattlos) statt irgendein weißer Mattzug.
Hilfszwingmatt in n Zügen (HS#n): = Hilfsselbstmatt in n Zügen.
Hilfszwingpatt in n Zügen (HS=n): Weiß zieht an und läßt sich von Schwarz patt setzen; Schwarz hilft ihm dabei bis auf den schwarzen Pattzug, der wie im Selbstpatt erzwungen werden muß. Beide Parteien bleiben an das Selbstschachverbot gebunden.
Hilfszwingschach (hs+n): Hilfsspiel in n-1 Zügen mit weißem Anfangszug, danach muß ein s+1 möglich sein, d. h. Weiß zwingt Schwarz, ein Schachgebot zu geben..
Hilo (= "Hilfsloch"): Eine Lücke im Brett, die zwar nicht durchschritten werden kann (die also verstellt), in die man aber -- im Gegensatz zum gewöhnlichen Loch -- hineinziehen kann, wobei dies zum Verschwinden des betreffenden Steines vom Brett führt. Bei Circe tritt an die Stelle solchen Verschwindens die definierte Wiedergeburt.
Horizontalbauer: Bauer, der zusätzlich auch einschrittig waagerecht ziehen kann.
Horizontalzylinder = Walzenschach: Das 8x 8-Brett bildet die Mantelfläche eines horizontal liegenden Zylinders, auf dem die 1. und 8. Reihe unmittelbar aneinandergrenzen, also a1 an a8, b1 an b8 ... Überschreitet ein Stein die 1. oder 8. Reihe, betritt er das Brett wieder über die Gegenreihe unter Beibehaltung der eingeschlagenen Zugrichtung.
Hornochse: Vereint die Bewegungsmöglichkeiten von Bauer (ohne Umwandlung!) und Dabbabareiter. Ein Normalbauer kann in einen Hornochsen umwandeln. Der Bauern-Anteil eines Hornochsen "schweigt" auf der 1. und 8. Reihe, reduziert ihn also zwischenzeitlich auf einen Dabbabareiter. Der Hornochse ist im Augsburger Schach nicht weiter zerlegbar, aber natürlich "ballungsfähig".
Hypervolage-Turm: Turm, für den (als einzelne Figur) die Hypervolage-Bedingung gilt.
Hypervolages: Von der Diagrammstellung an wechseln alle Steine außer den Königen jedesmal die Farbe, sobald sie mit ihrem Zug die Felderfarbe ihres Standfeldes wechseln.
I
Ibis: 1:5-Springer.Illegal Cluster (IC): Eine illegale Stellung, die legal wird, wenn ein beliebiger Stein (außer König) entfernt wird.
Imitator: Stein ohne Farbe, aber mit Masse, der kein eigenes Zug- und Schlagrecht besitzt, der aber bei jeder aktiven Bewegung eines ziehenden oder schlagenden Steines passiv mitzieht -- und zwar gleichzeitig, parallel, in dieselbe Richtung, genauso lang und schlagfrei. Dafür muß er freie Bahn haben, d. h. er kann nicht auf oder durch ein besetztes Feld oder gar über den Brettrand hinaus mitziehen. Ist dem Imitator die vollständige Imitation wegen Block, Sperrung oder Brettbegrenzung verwehrt, ist der betreffende Zug unmöglich. Ein Schachgebot liegt nur vor, wenn der drohende Schlag des Königs imitierbar ist.
Immobiler Stein (Dummy): Kann weder ziehen noch schlagen oder wirken, kann jedoch als Sprungbock verwendet werden.
Immunschach: Ein Stein inklusiv König, dessen Partieanfangsfeld von einem anderen Stein besetzt ist, ist immun, kann also nicht geschlagen werden.
Immunspiegelcirce: Kombination aus Immunschach und Spiegelcirce.
Inverted Pawn: Bauer, der diagonal vorwärts zieht und nach links, rechts oder geradeaus vorwärts schlägt.
Isardam: Es sind solche Züge illegal, die dazu führen, daß ein Stein einen gegnerischen Stein der gleichen Art beobachtet. Ein König steht daher nicht im Schach, wenn durch den virtuellen Schlag des Königs der Schlagtäter einen gegnerischen Stein der gleichen Art beobachten oder von einem solchen beobachtet werden würde.
J
(X-Y-)Jäger: Zieht und wirkt "vorwärts" (Richtung gegnerische Offiziersgrundreihe) wie X, "rückwärts" (Richtung eigene Offiziersgrundreihe) wie Y. Seitenbewegungen entlang einer Waagerechten, wie sie z. B. ein Turm ausführen könnte, sind weder als X noch als Y zulässig oder wirksam.(X-Y-)Jäger (absoluter): Ein absoluter X-Y-Jäger zieht und wirkt "abwärts" (Richtung erste Reihe) wie ein X, "aufwärts" (Richtung achte Reihe) wie ein Y. "Seitenbewegungen" entlang einer Waagerechten sind weder als X noch als Y möglich.
Jigger: Bezeichnung für jede Art von Stein, der nur auf ein Zielfeld ziehen darf, das Nachbarfeld eines anderen Steines ist. Beim KöKo sind alle Steine Jigger.
Joker: Nimmt die Gangart (aber nicht die Farbe) des Steins an, der zuletzt gezogenen hat. Auch wenn ein Joker die Gangart von König, Turm oder Bauer angenommen hat, darf er nicht rochieren, nicht umwandeln, nicht Teil von En-passant-Schlägen sein und auch keinen Bauernzug von der eigenen Grundreihe aus machen. Wandelt ein Bauer um (auch in Joker), dann können alle Joker im nächsten Zug nur wie Bauern ziehen, weil zuletzt nicht die Umwandlungsfigur, sondern der Bauer gezogen hat.
K
K+nur: Könige im Schach ziehen nur wie der Schach bietende Stein (=transmutierende Könige).Känguruh: = verrückter Grashüpfer. Zieht wie Grashüpfer, benötigt für seinen Zug aber genau zwei Böcke, die in einer Linie mit dem Känguruh und dem Zielfeld, aber nicht notwendig unmittelbar hintereinander stehen müssen. Das Zielfeld ist das Feld direkt hinter dem zweiten Bock.
Känguruhlion: Wie Lion, kann aber erst nach dem zweiten Bock landen.
Kaiserin: Kombination aus Turm + Springer.
Kamel: = Camel = (1:3)-Springer.
Kamikaze: Bei einem Schlagfall verschwindet auch der Schlagtäter (außer König) vom Brett.
Kamikaze rex inklusiv: Der schlagende Stein (einschließlich König) verschwindet beim Schlagen selbst mit vom Brett. (Ohne weitere Bedingung dürfen Könige daher nicht schlagen.) In Kombination mit Circe wird der Schlagtäter (auch der schlagende König) ebenfalls wiedergeboren.
Kamikazecirce: Analog Circe, jedoch wird außerdem der schlagende Stein auf sein Ursprungsfeld versetzt.
Kamikazestein: Verschwindet beim Schlagen selbst mit vom Brett. In Kombination mit Circe wird er ebenfalls wiedergeboren.
Kannibalenanticirce: Wie Anticirce, aber es können auch Steine der eigenen Partei geschlagen werden.
Kannibalenschach: Jede Partei schlägt nur eigene Steine (außer ihren König), nicht die gegnerischen, verfügt aber weiterhin über die "normale" Schachwirkung ihrer Steine auf den gegnerischen König. Ihr eigener König kann also nur von gegnerischen Steinen geblockt werden, und nur gegnerische können ihn bedrohen.
Kardinal: = Cardinal. Linienfigur, die in Läuferrichtung zieht und einmal im Schnittpunkt der Feldergrenzen zweier Randfelder mit dem Rand reflektieren kann. Dabei wird -- im Gegensatz zum Erzbischof -- die Felderfarbe gewechselt, z. B. Cardinal d1-h4-h5-d8 oder d1-h5-h6-f8.
Karussellschach, schwarzes: Siehe schwarzes Karussellschach.
Kein Bauern-Doppelschritt: Das Recht des Bauern auf den Doppelschritt aus der Grundstellung entfällt.
Kein Königskontakt! (= KKK!): Mögliche Zusatzforderung zum Beidmatt oder Gegenmatt, wenn es im Schlußzug nicht möglich sein soll, die klassische Königs-Opposition zum direkten Kontakt der Könige zu durchbrechen. Gilt hingegen als fester Regelbestandteil im Doppelmatt, Madrasi, TEK und Reichenbacher Schach.
Kein Matt: Eine Stellung ist zu erzielen, in der kein Matt in 1 Zug möglich ist.
KKK!: Kein Königskontakt!
Kloncirce: Wie Circe, aber ein geschlagener Stein wird nicht normal wiedergeboren, sondern vorher zu einem Stein der gleichen Gangart wie der Schlagtäter geklont und dann als solcher wiedergeboren. Schlägt ein König, wird das Schlagopfer nicht transformiert, sondern wie bei Circe wiedergeboren. Bei Kloncirce rex inklusiv gilt die Bedingung auch für den König als Schlagopfer; er behält trotz des Klonens dabei seine königliche Eigenschaft bei.
Kobul-Könige: Falls ein Offizier geschlagen wird, nimmt der König der Partei dieses Offiziers als Teil des Schlagzuges Zug-, Schach- und Schlagkraft dieses Offiziers. Er bleibt königlicher Stein mit den Kräften dieses Offiziers, bis ein anderer Offizier der eigenen Partei geschlagen wird (dann wird analog verfahren).
Köko (Kölner Kontaktschach): Ein Zug ist nur legal, wenn nach ihm der ziehende Stein Kontakt zu einem anderen Stein hat, also wenigstens eines seiner Nachbarfelder durch einen anderen Stein besetzt ist.
König & Equihopper: Kombinationsstein aus König und (königlichem) Equihopper, d. h. königlicher Stein mit entsprechend kombinierter Gangart.
König im Schach zieht nur wie Grashüpfer: Ähnlich wie transmutierende Könige, aber welcher Stein auch immer Schach bietet, der betreffende König agiert einen Zug lang nur als königlicher Grashüpfer.
König ohne Schlag: Das Schlagverbot gilt nur für den König.
König Ultimo: Schwarz muß den im letzten Zug bewegten Stein am Zielfeld in einen schwarzen König umwandeln, wenn Weiß die Forderung im Gegenzug erfüllen kann.
Könige im Schach ziehen nur wie Schach bietender Stein: (neuerdings) transmutierende Könige.
Könige schlagen normal: Könige sollen von einer Märchenbedingung, die Schlagfälle abweichend regelt (z. B. Flintenschach), ausgenommen bleiben.
Königlicher Stein: Zieht und wirkt nicht wie ein ("Normal-")König, sondern wie der betreffende Stein, wodurch z. B. der Begriff der Königsopposition seinen gewohnten Sinn verliert. Er besitzt aber die sonst üblichen Königsfunktionen wie Schachgebot, illegales Selbstschach, Matt oder Patt. Ein königlicher Stein darf über vom Gegner beobachtete Felder ziehen, Felder also, auf denen er im Schach stünde.
Konsequent: Die Erfüllung einer Märchenbedingung hat Vorrang vor Schachgeboten, Selbstschachverbot und Normalmatt (-patt). Stattdessen entstehen neuartige Märchenmatts (-patts).
Konsequenter Serienzüger: Ein Serienzüger, bei dem nach jedem Zug die Retroanalyse der Stellung neu durchgeführt wird (also ohne Kenntnis früherer Züge und Analysen). Beispielsweise wird eine Rochade wieder möglich, wenn König und Rochadeturm auf ihre entsprechenden Felder ziehen (weil in der neuen Analyse "vergessen" ist, daß beide bereits gezogen haben).
Konsequentes schwarzes Zwangsfeld: muß von Schwarz unter allen Umständen betreten werden, wann immer möglich, auch wenn er dadurch zum Schaden seines eigenen Königs ein bestehendes Schachgebot ignorieren muß.
Konsequentes Zwangsfeld: Bindet beide Seiten wie ein Zwangsfeld, jedoch herrscht absoluter Zwang, selbst auf Kosten eines Märchenmatts oder -patts.
Kontakt: Zwei Steine stehen im Kontakt zueinander, wenn der Abstand zwischen ihren Standfeldern 0:1 oder 1:1 beträgt.
Kontaktgitter: Kombination aus Gitterschach und Köko: Der Kontakt muß über eine Gitterlinie gehen: Nur solche Züge sind möglich, für die das Zielfeld des ziehenden Steins ein Nachbarfeld eines anderen Steins ist, zwischen denen eine Gitterlinie ist.
Kontaktschach: Jeder Zug muß im Kontakt mit irgendeinem anderen Stein enden, also auf einem seiner Nachbarfelder. Ist dies einer Partei nicht möglich, zieht sie beliebig. Im Unterschied zum Kölner Kontaktschach kommt es also zum Normalmatt.
Kontracirce: Wie Circe, aber der geschlagene Stein wird auf dem Ursprungsfeld des gleichartigen Steines anderer Felderfarbe wiedergeboren (ein geschlagener wSa1 also auf b1, nicht auf g1).
Kontragrashüpfer: Wie Grashüpfer, aber der Bock muß auf einem Nachbarfeld des KG stehen, und der KG kann beliebig weit hinter dem Bock landen.
Kontraparraincirce: Bei einem Schlag wird der geschlagene Stein unmittelbar wiedergeboren, nachdem ein weiterer Stein gezogen hat. Dabei ist die Linie zwischen Schlagfeld und Wiedergeburtsfeld parallel zu der Zuglinie zwischen Start- und Zielfeld des "weiteren" Steines, wobei die beiden parallelen Vektoren gleichlang und entgegengesetzt gerichtet sind.
Kontraranker: Übernimmt Gangart (und Kraft) jedem Stein (außer König), von dem er nach dessen Zug neu beobachtet (angegriffen oder gedeckt) wird.
Kontraschach: Eine Partei darf den gegnerischen König nur dann schlagen, wenn der eigene nicht postwendend vom Gegner geschlagen werden könnte. Die Drohung des Königsschlages kann also mit der Drohung des unmittelbaren "Gegenschlags" pariert werden oder droht von vornherein nicht wegen Gegenschlags. Auf diese Weise ist direkter Kontakt der Könige möglich; sind beide Könige gedeckt, dann sogar ohne daß Schach besteht. Ein gedeckter König kann einen ungedeckten König durch Königskontakt matt setzen. Schlag (und Gegenschlag) des Königs kommen wie im normalen Schach nicht tatsächlich zur Ausführung.
Kontraturmhüpfer: Wie Kontragrashüpfer, aber nur auf Turmlinien.
Korsar: 2:5-Springer.
Kriegspiel: Urspünglich eine Partieschachform, wobei jeder Spieler auf seinem Brett nur die genaue Position der eigenen Steine hat. Über die Stellung der gegnerischen Steine kann er lediglich Vermutungen anstellen. Ein Schiedsrichter sagt an, wann der Gegner gezogen hat, auf welchem Feld er gegebenenfalls geschlagen hat und ob er Schach geboten hat. Bei Kriegspielproblemen genügt es, wenn der Löser (Weiß) die richtigen weißen Züge (in der richtigen Reihenfolge) versucht bzw. ausführt, um die Problemforderung für jede mögliche Stellung und nach jedem schwarzen Gegenzug zu erfüllen. Dabei kann Weiß weitere Schlüsse aus den wie beim Partieschach vom Schiedsrichter zu machenden Hinweisen ziehen (zurückgewiesene eigene Zugversuche, Schlagfälle, Schachgebote ...).
Kröte = Crapaud: 0:3- & 0:5-Reiter.
Kürzestes Matt in mehr als 1 Zug: Forderungsform -- es existiert ein #1 sowie eine um eine möglichst geringe Zugzahl längere Lösung, die es zu finden gilt.
Kürzestzüger: Von den normal möglichen Zügen unter Beachtung von Schachgeboten und illegalen Selbstschachs muß Schwarz den geometrisch jeweils kürzesten Zug machen; es wird aber Normalmatt angestrebt. Zwischen gleichlangen Kürzestzügen kann Schwarz frei wählen.
Kurzdiagonalspiralspringerlion: Wie der Langdiagonalspiralspringerlion vom Diagonalspiralspringer abgeleitet. Dieser hat zwei Oszillationsarten ("Wicklungen"), nämlich kurz (z. B. b2-a4-c3-b5...) und lang (z. B. b2-c4-e5-f7...). Wird nur eine der Komponenten zugelassen entstehen die besagten Figuren.
Kurzzüger: Wie Kürzestzüger, aber statt des jeweils kürzesten Zuges überhaupt muß Schwarz nur mit dem jeweils beliebig neu gewählten Zugstein den für diesen kürzesten Zug machen.
L
Längster Rundlauf (jedes Feld darf nur einmal betreten werden): Forderungsform -- ein (frei zu wählender) Stein soll einen Rundlauf ausführen, der über möglichst viele Felder führt, ohne daß der Stein zweimal auf demselben Feld stand.Längstzüger: Von den normal möglichen Zügen unter Beachtung von Schachgeboten und illegalen Selbstschachs muß Schwarz den geometrisch jeweils längsten Zug machen; zwischen gleichlangen Längstzügen kann er frei wählen. Zuglängenberechnung: Der Zug von einem Feld zu einem Nachbarfeld in horizontaler oder vertikaler Richtung hat die Zuglängeneinheit 1, zum übernächsten Feld derselben Richtung die Zuglänge 2 ... (z. B. a1 → a8 = 7). Die Länge schiefliegender Zugbahnen berechnet man, indem man sich über der Zugbahn ein rechtwinkliges Dreieck mit einer horizontalen und einer vertikalen Kathete errichtet denkt und die Zugbahn nach dem Satz des Pythagoras als Wurzel der Summe der beiden Kathetenquadrate ausrechnet. Beispiel: a1 → b2 = √( (a1 → b1)^2 + (b1 → b2)^2 = √(1+1) = √2. In Zusammenhang mit Circe hat die Wiedergeburt geschlagener Steine keinen Einfluß auf die Zuglängenberechnung. Im Längstzüger wird Normalmatt angestrebt, d. h. der weiße König muß jeder Beobachtung durch schwarze Steine aus dem Weg gehen.
Läufer & Bauer: Im fraglichen Diagramm kein Kombinationsstein à la Prinzessin, sondern eine "Zusammenballung" gemäß Augsburger Schach aus Läufer und Bauer.
Läufergrashüpfer = 1:1-Reiterhüpfer: = Läuferhüpfer.
Läuferhüpfer: Wie Grashüpfer, aber nur auf Läuferlinien.
Läuferlion: Wie Lion, aber nur auf Läuferlinien.
Lancer (= Hase 2): 2:4-Springer.
Langdiagonalspiralspringerlion: siehe Kurzdiagonalspiralspringerlion.
Laserhilfsmatt: Als Mattzug in einer Hilfsmatt-Aufgabe zählt derjenige Zug, der den gegnerischen König per Laserstein zum Verschwinden bringt.
Laserstein: Zieht normal, darf aber nicht auf ein vom Gegner besetztes Feld ziehen (kann also im normalen Sinne nicht schlagen). Sofort nach Beendigung eines jeden selbst ausgeführten Zuges sendet der Laserstein in Richtung aller ihrer Wirkungslinien "Laserstrahlen" aus, die jeden dort befindlichen ersten Stein (eigene ebenso wie gegnerische Steine) zerstören. Zweite oder weitere Steine (die sich also im "Laserstrahl" hinter einem ersten Stein "verbergen") werden nicht zerstört.
Last move?: Welches war -- unter Einhaltung aller Regeln -- der letzte Zug? Bei Typ~A ist dies ohne weitere Angaben darüber herauszufinden, wer am Zug ist; auch darf keine Partei im Schach stehen. Bei Typ~B ist angegeben, welche Partei am Zug ist; auch hier darf keine Partei im Schach stehen. Bei Typ~C steht eine Partei im Schach. Bei Typ~D ist der letzte Zug eindeutig, falls Weiß am Zug ist, aber auch, falls Schwarz am Zug ist.
Lebkuchen: Nachtreiter + Zebra (2:3-Springer) + Giraffe (1:4-Springer) + Fers (1:1-Springer) + Flamingo (1:6-Springer) + 4:4-Springer + vertikaler 0:3-Springer + vertikaler Dabbabareiter (0:2-Reiter) + vertikaler Wesir (0:1-Springer).
Left Knight: Zieht zwei Felder orthogonal und dann ein Feld nach links; von a1 auf dem Vertikalzylinder aus also nur nach h3 (via a3) und c2 (via c1).
Legal Cluster: Legale Stellung, die illegal wird, wenn ein beliebiger Stein entfernt wird.
Lemming Chess: Die logische Erweiterung des Doppelverfolgungszügers, ins Lemminghafte übersteigert bis zur Selbstaufgabe, also inklusiv der Schachgebotswirkung. Kann ein Stein das Feld betreten, das der Gegner im letzten Zug verlassen hat, muß er dies auch tun, und dies hat Vorrang sogar gegenüber der Schachgebotswirkung auf Könige.
Leo: Zieht (schlagfrei) wie eine Dame, schlägt und wirkt wie ein Lion.
Lion: Zieht und schlägt wie Grashüpfer, aber beliebig weit hinter den Bock, soweit die Felder frei sind.
Loch: Feld, das weder betreten noch durchschritten werden darf.
M
m × n-Brett: Rechteckiges Brett mit m Linien und n Reihen. Das quadratische Normalbrett ist ein "Sonderfall" des m × n-Brettes mit m = n = 8.m:n + p:q-Springer: Kombinationsstein aus m:n-Springer und p:q-Springer . Die Definition kann für mehr als zwei Komponenten analog erweitert werden.
m:n + p:q-Springer-König: Königlicher Kombinationsstein aus m:n-Springer und p:q-Springer .
m:n-Reiter: Die Erweiterung des m:n-Springers: Es können in einem Zug beliebig viele m:n-Sprünge hintereinander geschehen, wenn die einzelnen "Zwischenstationen" auf einem Strahl liegen; nur der letzte Teilsprung pro Zug darf dabei schlagen. Der Turm ist also ein 0:1-Reiter, der Läufer ein 1:1-Reiter und der Nachtreiter ein 1:2-Reiter. Ein m:n-Reiter ist immer auch ein n:m-Reiter.
m:n-Spiralreiter: Eine Modifikation des m:n-Reiters: Statt auf einem Strahl liegen die m:n-Sprünge auf einer Sinuskurve oder "Spirale", und zwar entweder im Normalfall um eine Orthogonale "gewickelt" oder um eine Diagonale (m:n-Diagonalspiralreiter). Ein m:n-(Diagonal-)Spiralreiter ist immer auch ein n:m-(Diagonal-)Spiralreiter. Ein 1:1-Spiralreiter ("Pfadfinder") zieht z. B. a1-b2-a3-b4-b6-a7-b8, analog nach h2, könnte aber z. B. durch einen Stein auf b6 verstellt sein, so daß a7 und b8 unzugänglich wären. Ein 1:2-Spiralreiter zieht z. B. a1-b3-a5-b7 oder a1-c2-a3-c4-a5-c6-a7-c8, beides analog auch nach g2 bzw. h3, er würde von a1 aus also einem gegnerischen König auf c8 Schach bieten, wenn die genannten Zwischenstationen leer stehen. Ein 3:3-Spiralreiter zieht z. B. a1-d4-a7 oder -g1 im Unterschied zum 0:3-Diagonalspiralreiter mit z. B. a1-a4-d4-d7-g7 oder a1-d1-d4-g4-g7. Ein 0:1-Diagonalspiralreiter ("Pfadfinderin") zieht z. B. a1-a2-b2-b3-c3-c4- ... -h8 oder auf der anderen Seite der Diagonalen a1-b1-b2-c2-c3-d3-... -h8, könnte aber z. B. durch einen Stein auf c3 oder stattdessen durch Steine gleichzeitig auf c4 und d3 verstellt sein, so daß h8 unzugänglich wäre.
m:n-Springer: Die Verallgemeinerung des orthodoxen Springers, der ein 2:1-Springer ist. Von seinem Standfeld aus zählt er m aneinanderliegende Felder in eine waagerechte oder senkrechte Richtung und dann n aneinanderliegende Felder in eine dazu im rechten Winkel stehende andere Richtung unter weiterer Entfernung vom Standfeld. Auf eines der so ermittelten Felder, sofern nicht von einem Stein eigener Farbe besetzt oder jenseits des Brettrandes, kann er von seinem Standfeld aus einzügig springen und ist nicht durch dazwischenstehendes Material aufzuhalten. Ein m:n-Springer ist immer auch ein n:m-Springer.
m:n-Springer-König: Königlicher m:n-Springer.
Madrasi: Wird ein Stein (außer König) von einem gleichartigen Stein des Gegners beobachtet, wird er gelähmt und verliert während der Beobachtung jede Zugmöglichkeit und Wirkung außer seinerseits gegnerische gleichartige Steine zu lähmen. Eine Rochade (=Königszug) mit einem gelähmten Turm ist möglich. Mit dem Zusatz "rex inklusiv" können sich auch Könige gegenseitig lähmen.
Madrasi (Bauern exclusiv): Wie Madrasi, aber nicht nur die Könige, sondern auch die Bauern sind von gegenseitiger Paralyse ausgeschlossen.
Madrasi rex inklusiv: Wie Madrasi, aber auch die Könige paralysieren einander, dürfen also unter Aufhebung der Opposition in unmittelbaren Kontakt treten und sind ab dann gänzlich zugunfähig (und daher auch leichter märchenmatt oder -pattzusetzen).
MAFF (= "Mate with A Free Field"): Beinahe-Matt, das genau ein Fluchtfeld läßt; maff ist somit ein König, wenn er angegriffen ist und nur ein Fluchtfeld hat. Matt ohne ein Fluchtfeld (also "Normalmatt") gilt als illegale Stellung.
Magischer Stein: Bewirkt den sofortigen Farbwechsel jedes von ihm neu oder aus neuer Richtung beobachteten Steines, gleichgültig, welche Partei die Beobachtung herstellte und welche Farbe der beobachtete Stein zuvor hatte. In drei Fällen "versagt die Magie": a) Könige und b) magische Steine selbst ändern nie die Farbe; und gerät c) ein Stein in die gleichzeitige Beobachtung zweier (oder einer geradzahligen Anzahl) magischer Steine, behält er ebenfalls seine Farbe bei.
Magisches Brett: Alle Felder sind magisch; wird ein magisches Feld von einem Stein (außer König) betreten, wechselt dieser Stein seine Farbe. In der Kombination mit Platzwechselcirce (ein geschlagener Stein wird auf dem Ausgangsfeld des Schlagzuges wiedergeboren) gilt, daß bei der Wiedergeburt die Farbe nicht gewechselt wird.
Magisches Feld: Feld mit der Besonderheit, daß Steine (Könige ausgenommen), die auf es ziehen, als Teil des Zuges die Farbe wechseln. In Verbindung mit Anticirce werden zwei Typen unterschieden, die sich unterscheiden, wenn ein Stein auf einem magischen Feld schlägt. Bei Typ~I wird der schlagende Stein ohne Umfärbung wiedergeboren. Bei Typ~II wechselt der schlagende Stein zunächst auf dem Schlagfeld die Farbe und wird dann als Stein der neuen Farbe wiedergeboren.
Magisches Hilo: Kombination aus Magischem Feld und Hilo: Ein Stein wechselt beim Hineinziehen in ein magisches Hilo die Farbe, bevor er verschwindet oder -- einzig sinnvoll -- im Circe wiedergeboren wird.
Magnapromoter: Kann sich jedesmal, wenn er ein Feld der eigenen Umwandlungsreihe betritt, in eine beliebige Figur (außer König) verwandeln.
Mammut: Schlagender Turm.
Mao: Wie Springer, aber das orthogonale Nachbarfeld des Springers in Richtung seines Zielfeldes muß leer sein.
Maoheuschrecke: Zieht wie Mao, aber nur über einen gegnerischen Bock auf dem orthogonalen Feld, wobei das Feld hinter dem Bock frei sein muß. Der Bock wird dabei geschlagen. Eine Maoheuschrecke kann nur schlagend ziehen.
Maomoareiterjigger: Jigger ist eine Bezeichnung für Steine, die auf dem Nachbarfeld eines anderen Steines landen müssen (sozusagen Kökosteine); der Maomoareiter zieht wie ein Nachtreiter, kann aber zusätzlich auf allen von seiner Zuglinie "durchschnittenen" Feldern verstellt werden.
Maoreiter: Zieht wie Nachtreiter, kann aber immer auf den orthogonalen "Zwischenfeldern" des Springerzuges verstellt werden.
Marines Schach: Alle Steine ziehen normal, aber schlagen auf ihren jeweiligen Wirkungslinien wie eine Heuschrecke. König, Springer und Bauer schlagen jedoch nicht als "Reiterheuschrecke", sondern nur als (königliche) "Springerheuschrecke", d. h. wie eine auf die jeweilige Gangart beschränkte Equihopperheuschrecke. Der zu schlagende Sprungbock muß also immer so stehen, daß er auch orthodox schlagbar wäre. Die überkommene Notation wird zwar beibehalten, jedoch sind Umwandlungen nur in die vier D, T, L, S entsprechenden Märchenfiguren des marinen Schachs zulässig.
Marsantipodencirce: Wie Marscirce, aber statt auf seinem Ursprungsfeld wird ein schlagender Stein vor dem Schlagzug auf dem Feld wiedergeboren, das sich im Abstand 4:4 zu seinem Standfeld befindet.
Marscirce: Im Gegensatz zu Circe wird im Marscirce nicht der geschlagene Stein, sondern vielmehr der schlagende Stein -- und zwar vor dem eigentlichen Schlagfall -- wiedergeboren; für die Bestimmung des Ursprungsfeldes entscheidet dabei das Standfeld des Steines vor Wiedergeburt und Schlagen. Die Könige sind in diese Regelung mit eingeschlossen. Schlagen von anderen Feldern als dem Wiedergeburtsfeld aus ist illegal; nur Schlagen vom Wiedergeburtsfeld aus kann mit Schach bietender Wirkung gedroht werden.
Marsspiegelcirce: Wie Marscirce, doch ein Stein schlägt nicht von seinem eigenen Ursprungsfeld (gemäß Circe), sondern von demjenigen Feld aus, auf das ein gegnerischer Stein gleicher Gangart und vom selben Standfeld aus Marscirce-gemäß wiedergeboren würde.
Marsspiegelcirce (Bauern exclusiv): Die Bedingung Marsspiegelcirce gilt nicht für Bauern, die stattdessen normal schlagen.
Masand: Jeder Stein, der ziehend Schach bietet, hat für diesen Zug magische Kraft: Alle von ihm beobachteten Steine (außer König) wechseln die Farbe. Steine, die Schach bieten ohne selbst gezogen zu haben (z. B. Abzugsschach), bewirken keinen Masandeffekt.
Matt / Patt ad libitum: Matt oder Patt lösen die Aufgabe gleichermaßen, je nachdem, welcher Forderung die Initiativpartei gerade nachkommen kann.
Matt in n Zügen (#n): Weiß zieht an und setzt Schwarz gegen dessen Verteidigung spätestens im n-ten Zuge matt.
Max. (Maximummer): → Längstzüger.
Mecklenbecker Chess: Weiße Bauern können statt auf der 8. auch bereits auf der 6. Reihe umwandeln, schwarze Bauern statt auf der 1. auch bereits auf der 3. Reihe. Wird dieses zusätzliche Umwandlungsrecht nicht sofort beim Betreten der entsprechenden Reihe wahrgenommen, verfällt es. Recht und Pflicht zur Umwandlung auf der letzten Reihe bleiben also.
Mehrwertschach: Schwarz ist gezwungen, denjenigen Zug auszuführen, der den größten Mehrwert hat. Bei mehreren Zügen mit gleichem maximalen Mehrwert hat Schwarz freie Wahl unter diesen. Als Züge mit Mehrwert (MW) gelten: Doppelschritt eines Bauern (1 MW), Umwandlung eines Bauern (1 MW), Rochade (1 MW), Schachgebot (1 MW), Schlag (1 MW), en passant-Schlag (2 MW). Trifft keiner dieser Fälle zu, ist der Mehrwert 0. Wenn gleichzeitig mehrere Fälle vorliegen, addiert sich der Mehrwert; beispielsweise hat eine Umwandlung mit Doppelschach und Schlag den Mehrwert 4.
Messenger Check: When White gives check, there must be at least one White piece adjacent to the Black King (it can either be present already, or is moved there on the checking move). [Note that Black must not place or leave himself in check even in the conventional sense! So the limitation is placed on White options, but Black's responsibilities are not reduced thereby!] Ein weißer Zug wird also nur als Schach bietend gewertet, wenn sich nach diesem Zug (wenigstens) ein weißer Stein auf einem Nachbarfeld des Königs befindet. Schwarz muß konventionell "Schachgebote" parieren.
Messignyschach: Als Zug dürfen auch die Plätze zweier gleichartiger Steine verschiedener Farbe getauscht werden; im Gegenzug ist der sofortige Rücktausch nicht erlaubt.
Minihopper: Zieht wie Grashüpfer, aber der Bock muß auf einem Nachbarfeld stehen. (Da der M also nur zwei Felder weit in eine bestimmte Richtung ziehen kann, behält er immer seine Felderfarbe bei.)
Minischach = Minichess: Schachspiel auf einem 5x 5-Brett. Die Partieanfangsstellung (PAS) ist in Diagramm G11/1 abgebildet. Bauerndoppelschritt und Rochade sind nicht erlaubt.
Moa: Wie Springer, aber das diagonale Nachbarfeld des Springers in Richtung seines Zielfeldes muß leer sein.
Moa-Turm Typ 1:4: Moa-Turm, der aber erst ab dem vierten Schritt ab Start "landen", jedoch schon vorher verstellt werden kann. Ein Moa-Turm zieht ein Feld schräg, dann unter weiterer Entfernung vom Ausgangsfeld geradlinig weiter wie ein Turm (wenn er nach dem Schrägzug nur ein Feld weit wie ein Turm zieht, macht er genau einen Moazug).
Moareiter: Verhält sich zum Moa wie der Nachtreiter zum Springer.
Mono-Heffalumps: Zwei Steine gleicher Farbe, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht auf der Linie ihrer Beobachtung schlagen (und dort also auch nicht Schach bieten).
Mono-Woozles: Zwei Steine gleicher Farbe, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht schlagen (und also auch nicht Schach bieten).
Monochromer Bauer: Bauer, der seine Felderfarbe nicht wechseln darf.
Monochromer Stein: Stein, für den nur Züge erlaubt und legal sind, deren Ausgangs- und Zielfeld von gleicher Farbe sind.
Monochromer Superbauer: Superbauer, der seine Felderfarbe nicht wechseln darf.
Monochromes Aliceschach: Kombination aus Monochromes Schach und Aliceschach.
Monochromes Schach: Es sind nur Züge erlaubt und legal, deren Ausgangs- und Zielfeld von gleicher Farbe sind. Das gilt auch bei der Beurteilung von Matt und Patt.
Monochromes Umwandlungscirce: Wie Umwandlungscirce, aber die Wiedergeburt erfolgt nur, wenn dabei die Felderfarbe nicht gewechselt wird.
Multiboard Chess: Ein vollständiger Zug eines Spielers besteht darin, konsekutiv auf jedem der Bretter, auf denen das Spiel noch nicht beendet ist, einen Zug zu machen: Zuerst Brett A, dann Brett B ... Wenn Weiß auf Brett A mit einem Stein des Typs X zieht, dann ist auf jedem Brett ab Brett B ein Zug mit einem Stein vom Typ X nur dann erlaubt, wenn kein Stein eines anderen Typs ziehen kann ... anders ausgedrückt: Wer gerade mit einer Dame auf Brett A, B oder C gezogen hat, kann auf Brett D nicht mit der Dame ziehen, solange noch ein anderer Stein ziehen kann.
Multicaptures: Ein Stein (auch König) kann nur angegriffen oder geschlagen werden, wenn er von mindestens zwei gegnerischen Steinen bedroht ist.
N
n°-Grashüpfer = "geknickter Grashüpfer": Seine Zugrichtung knickt beim Überqueren des Sprungbocks um +/-n° ab. Für n=0 erhalten wir den normalen Grashüpfer, für n = 45 den Elch, für n = 90 den Adler, für n = 135 den Spatz und für n = 180 den Hamster.n°-Heuschrecke = "geknickte Heuschrecke": Ihre Zugrichtung knickt beim Überqueren des Sprungbocks um +/-n° ab. Für n=0 erhalten wir die normale Heuschrecke, für n = 45 die Elchheuschrecke, für n = 90 die Adlerheuschrecke, für n = 135 die Spatzheuschrecke und für n = 180 die Hamsterheuschrecke.
Nachthüpfer = Springerhüpfer: Wie Grashüpfer, aber auf Springer-Linien (nicht: Nachtreiter-Linien), steht also vor und nach dem Zug jeweils -- in entgegengesetzter Richtung -- einen Springerzug vom Bock entfernt.
Nachtreiter: Macht beliebig viele Springerschritte hintereinander auf derselben Geraden, wobei nur der letzte Schritt schlagen darf. Ein Nb1 nach e7 ist also auf c3 und d5, nach h4 auf d2 und f3, nach a3 überhaupt nicht verstellbar.
Nachtreiterhüpfer: Wie Grashüpfer, aber nur auf Nachtreiterlinien.
Nachtreiterlion: Wie Lion, aber nur auf Nachtreiterlinien.
Nao: Zieht wie Nachtreiter, schlägt und wirkt wie Nachtreiterlion.
Nereide: Zieht wie Läufer, schlägt und wirkt wie Heuschrecke, aber nur auf Läuferlinien.
Neutral family: Alle Steine (außer den Königen) sind neutrale Steine.
Neutraler König (neutraler königlicher Stein): Ein neutraler Stein, dem Schach geboten werden kann, d. h. dessen Eroberung angedroht werden darf, obwohl mit dem fiktiven Schlag des gegnerischen "Königs-Anteils" ja auch der eigene verschwände.
Neutraler Stein: Kann von Weiß und Schwarz beliebig und vor jedem Einzelzug frei wählbar als eigener oder gegnerischer Stein aufgefaßt und entsprechend bewegt oder geschlagen (im Circe auch wiedergeboren) werden. Ein König darf nie durch einen Zug seiner Partei in den Wirkungsbereich des gegnerischen Anteils eines neutralen Steines geraten, da dieser König sonst im Gegenzug geschlagen werden könnte (illegales Selbstschach); gerät er durch den Gegner in einen solchen Wirkungsbereich, muß er sich sofort dagegen wehren, oder er ist matt.
Neutrales magisches Feld: Ein magisches Feld mit der Zusatzeigenschaft, daß ein Stein (außer König), der es betritt, zum neutralen Stein wird.
Neuwahl nach Wiedergeburt: Über die bloße Kombination von Circe und Duellantenschach hinausgehende Zusatzbedingung: Wird einer Partei der Duellant weggeschlagen, darf sie auch dann einen neuen bestimmen, wenn der alte Circe-gemäß wiedergeboren wurde.
Nextmate: Ein König steht (genau) dann im Schach, wenn sich wenigstens ein Stein (beliebiger Farbe) auf einem seiner Nachbarfelder befindet. Könige können nicht geschlagen werden.
Nichtschlagender Stein: Dieser Stein darf unter keinen Umständen schlagen, sondern nur schlagfrei ziehen.
Nichtumwandelbarer Bauer: Darf sich nicht umwandeln, wenn er auf seine eigentliche Umwandlungsreihe gerät. Im Dynamoschach kann er dann immer noch von der Umwandlungsreihe weggesaugt oder -gestoßen werden, so daß er wieder Zugfähigkeit erlangt.
Nilpferd: Schlagender Springer.
No-Observing Mate: = NOM: Ein König steht (genau) dann im Schach, wenn er nicht beobachtet wird, weder von einem Stein der eigenen noch der gegnerischen Partei. Könige können nicht geschlagen werden.
NOM: = No-Observing Mate
Nonstopequihopper: Hüpft über einen beliebigen Bock auf dasjenige Feld, das im euklidisch-geometrischen Sinne punktsymmetrisch zum Startfeld des Hüpfers liegt -- bezüglich des Bockes als Drehpunkt. Der Nonstop-Equihopper kann dabei (im Gegensatz zum Equihopper) nicht verstellt werden.
Norsk Sjakk: Es dürfen sich nur Steine gleicher Gangart schlagen, dies aber wie gewohnt. Könige dürfen selbst nicht schlagen, können aber von jedem gegnerischen Stein mit Schachwirkung bedroht werden. Nachdem ein Stein gezogen oder geschlagen hat, wechselt er als unmittelbare Konsequenz seines Zuges die Gangart unter Beibehaltung seiner Farbe: Aus Dame wird Springer, aus Turm wird Läufer und jeweils umgekehrt. Bauern bleiben Bauern. Schachgebote werden erst nach dem Wechsel der Gangart festgestellt.
Nullzug: Wenn die Stellung nach einem Zug mit derjenigen zuvor absolut identisch wäre (dies geht nur im Märchenschach), dann wäre dieser Zug ein illegaler "Nullzug", der -- wenn nicht ausdrücklich erlaubt -- nicht statthaft ist.
Nunspeet-Fußballschach: Steine (Könige ausgenommen), die auf ein Feld des linken oder rechten Brettrandes ziehen, können dort "ausgewechselt", also als Teil des Zuges durch einen beliebigen anderen Stein der eigenen Partei (sofern die Zahl der Steine nicht ausdrücklich eingeschränkt ist) ersetzt werden. Eine Einwechslung von Bauern auf der 1. und 8. Reihe ist unzulässig. Ein für einen Bauern eingewechselter Stein darf en passant geschlagen werden, wenn der Bauern en passant geschlagen werden könnte. Ein auf der eigenen Offiziersgrundreihe eingewechselter Turm darf rochieren.
NWK: Abkürzung für "No White King". (Hinweis, daß die Diagrammstellung keinen weißen König enthält.)
O
Observis: Steine (inklusiv Könige) können nicht ziehen, wenn sie einen Stein (beliebiger Farbe) beobachten.Ohne Damenumwandlung: Erreicht ein Bauer seine Umwandlungsreihe, darf er nicht in Dame umwandeln.
Ohne XY: Die Besonderheit XY (z. B. XY=Schlagfall oder XY=Damen-Umwandlung) darf im Lösungsverlauf nicht vorkommen. Abspiele, die sich dieser Besonderheit doch bedienen, lösen nicht.
Ohnematt: Es darf kein Mattzug gegeben werden, nicht einmal zur Rettung des eigenen Königs oder zur Pattvermeidung.
Ohneschach: Außer im Mattzug darf kein Schachgebot gegeben werden, nicht einmal zur Rettung des eigenen Königs oder zur Pattvermeidung.
Ohneschlag: Kein Stein darf geschlagen werden, nicht einmal zur Rettung des eigenen Königs oder zur Pattvermeidung. Die Wirkung auf Könige ist aber normal.
Okapi: Kombination aus Springer und Zebra (1:2-Springer + 2:3-Springer).
Okök: Steine (inklusiv Könige), die sich nicht auf einem Nachbarfeld eines anderen Steines (beliebiger Farbe) befinden, können weder ziehen noch schlagen noch Schach bieten.
One-way Chess: Kein Stein darf entgegen der Richtung ziehen, aus der er in seinem letzten Zug gekommen ist.
Orphan: Zieht so wie die gegnerischen Steine, die ihn beobachten.
Orterschach ("Retro" von hinten gelesen): Außer dem Schlußzug sind nur Orterzüge gestattet. Sie sind sozusagen eine "Vorwärtsform" der Rückzüge und unterscheiden sich von normalen Vorwärtszügen dadurch, daß mit ihnen weder geschlagen (auch kein Entschlag!) noch der gegnerische König angegriffen werden darf, teilen aber die sonst gewohnte Gangart der Steine, insbesondere die Vorwärtsbewegung der Bauern. Erlaubt ist, den eigenen König durch einen Orterzug dann einem Selbstschach auszusetzen, wenn es der Gegner aufheben kann (und dann auch muß). Ziel ist es, eine Stellung ausschließlich mit Orterzügen zu erspielen, in der dem letzten Orterzug unmittelbar und durch dieselbe Partei (also unter Aufhebung der Zug-Alternation) ein normaler Mattzug mit Normalmatt folgen kann.
Oscillating King after White moves: Nach jedem weißen Zug tauschen die Könige (als Teil des Zuges) ihre Plätze.
P
Pacific Retractor: Ein Verteidigungsrückzüger ohne Entschläge.Pao: Zieht wie Turm, schlägt und wirkt wie Lion auf Turmlinien.
Para-Circé Coucou: Nicht das Schlagopfer wird gemäß Circé Coucou auf dem Ursprungsfeld des Schlagtäters wiedergeboren, sondern der Schlagtäter auf dem des Schlagopfers; letzteres verschwindet vom Brett. Die Regeln des Paracirce finden entsprechende Anwendung, insbesondere bekommen schlagende Bauern jetzt zusätzliche Umwandlungsmöglichkeiten.
Para-Circé Echange = "Platzwechelparacirce": Wie Paracirce, jedoch ist das Wiedergeburtsfeld des Schlagtäters immer identisch mit dem Schlagfeld -- der Schlag sieht also normal aus und es kommt überhaupt nicht zum Eindruck des Platzwechsels wie im gewöhnlichen Platzwechselcirce. Unterschiede zum orthodoxen Schach bestehen dennoch: a) Ein Turm kann wegen der Wiedergeburtsauffassung wieder rochadefähig werden. b) Die Könige dürfen nicht schlagen, da nicht rex inklusiv für Wiedergeburten gilt. Vom Gegner besetzte Fluchtfelder des Königs blockieren die Königsflucht also auch ungedeckt. Außerdem dürfen Könige, wenn dadurch nicht von Dritten bedroht, die Opposition durchbrechen und in direkten Kontakt zueinander treten.
Para-Sentinelles: Wie Sentinelles, jedoch wird auch dann kein Bauer von einem Offizier hinterlassen, wenn unmittelbar vor (!) Ausführung des Zuges bereits mehr eigene als feindliche Bauern auf dem Brett stehen.
Paracirce = Para-Circé: Im Gegensatz zum Circe wird nicht der geschlagene, sondern der schlagende Stein auf seinem Ursprungsfeld wiedergeboren, wobei für die Circe-gemäße Wahl des Wiedergeburtsfeldes das Schlagfeld maßgeblich ist; der geschlagene Stein verschwindet vom Brett. Ist das Ursprungsfeld des Schlagtäters von einem dritten Stein besetzt, verschwindet auch der Schlagtäter vom Brett. Ein Bauer, der auf die Umwandlungsreihe schlägt, wird als Bauer wiedergeboren, obwohl er sein Umwandlungsfeld zunächst betritt -- sonst könnte es nicht wiedergeburtsrelevant sein. Könige dürfen nicht schlagen (Details siehe bei Para-Circé Echange). Paracirce ist eine Abwandlung des ursprünglichen Anticirce, nämlich ohne die Regelung rex inklusiv und mit der Legalisierung von Schlagfällen trotz anderweitig besetztem Wiedergeburtsfeld.
Paraden-Serienzug-Hilfsmatt in n Zügen (p.Ser.H#n): Wie Serienzug-Hilfsmatt, aber die aktive Farbe darf während ihrer Serienzugfolge Schach bieten. Die passive Farbe muß dieses Schachgebot sofort parieren, wobei sie hilft, das Problemziel zu erreichen. Danach setzt die aktive Farbe ihre Serienzugfolge fort. p.Ser.H#n kann auch als eine Sonderform eines H#n mit Schachzickzack gesehen werden: Weiß zieht nur als Antwort auf ein Schachgebot oder zur Erfüllung der Forderung.
Paraden-Serienzug-Matt in n Zügen (p.Ser.#n): Wie Serienzug-Matt, aber die aktive Farbe darf während ihrer Serienzugfolge Schach bieten. Die passive Farbe muß dieses Schachgebot sofort parieren, wobei sie hilft, das Problemziel zu erreichen. Danach setzt die aktive Farbe ihre Serienzugfolge fort. p.Ser.#n kann auch als eine Sonderform eines #n mit Schachzickzack gesehen werden: Schwarz zieht nur als Antwort auf ein Schachgebot.
Paraden-Serienzug-Selbstmatt in n Zügen (p.Ser.S#n): Wie Serienzug-Selbstmatt, aber die aktive Farbe darf während ihrer Serienzugfolge Schach bieten. Die passive Farbe muß dieses Schachgebot sofort parieren, wobei sie hilft, das Problemziel zu erreichen. Danach setzt die aktive Farbe ihre Serienzugfolge fort. p.Ser.S#n kann auch als eine Sonderform eines S#n mit Schachzickzack gesehen werden: Schwarz zieht nur als Antwort auf ein Schachgebot oder zur Erfüllung der Forderung.
Paralyse: Besondere Art der Beobachtung, die lähmenden Einfluß auf den beobachteten Stein ausübt und ihn der Zug- und Wirkkraft beraubt, meist aber nicht der Fähigkeit, seinerseits zu paralysieren.
Paralysierender Stein: Stein, der gegnerische Steine, die von ihm beobachtet werden, lähmt. Die paralysierten Steine können weder ziehen noch schlagen noch Schach bieten, wohl aber noch selbst beobachten.
Paralysierendes Feld: Ein Stein, der auf einem paralysierenden Feld steht, ist paralysiert, kann also nicht ziehen, schlagen oder Schach bieten.
Partielle Retroanalyse = pRA: sieht vor, die Legalität einzelner Sonderzüge -- insbesondere Rochade und En-passant-Schlag -- im voraus aufzuklären, d. h. vor ihrer eigentlichen Ausführung in der Lösung. Ein kennzeichnendes Merkmal jedes pRA-Problems ist das Vorhandensein einiger sich gegenseitig ausschließender (partieller) Lösungen (bedingt durch Retrovarianten), die zusammengenommen die ganze Lösung darstellen.
Patrouilleschach: Ein Stein hat keine Schlag- und Schachkraft (wohl aber Zug- und Beobachtungskraft), solange er nicht von einem Stein der eigenen Partei beobachtet wird.
Patrouillestein: Hat nur Schlag- und Wirkungskraft, wenn er von einem Stein der eigenen Partei beobachtet ist. (Die Zugkraft ist orthodox.)
Patt in n Zügen (=n): Weiß am Zug setzt Schwarz gegen dessen beste Gegenwehr in (spätestens) n Zügen patt.
Pegasus: Erinnert an einen n°-Grashüpfer, wobei n jedoch solche verschiedenen Werte für den Pegasus annimmt, daß die bis zu acht möglichen Zielfelder ein Springerrad um den Sprungbock bilden, z. B. hüpft ein Pegasus von a1 oder g1 über d4 auf die acht Felder, die d4 im Springer-Abstand umgeben, und auch entsprechend von a4 oder d1 über d4.
Pegasusheuschrecke: Erinnert an eine n°-Heuschrecke mit den selben Werten für n wie denen des Pegasus.
Perpetuum Mobile: Unendliches Zugpendel.
Person = Pfeilbauer: Kann von jedem Feld aus wahlweise ein oder zwei Schritte in jede der vier orthogonalen Richtungen ziehen und in jede der vier diagonalen Richtungen einen Schritt schlagen. In der Mitte des Brettes hat sie also acht Zug- und vier Schlagmöglichkeiten. Sie kann die erste und letzte Reihe des Brettes betreten, kann sich aber nicht umwandeln. Nach jedem Doppelschritt kann sie durch eine Person, die orthogonal neben ihr steht, en passant geschlagen werden. Wenn sie einen Doppelschritt in Richtung eines gegnerischen normalen Bauern macht, der orthogonal neben diesem endet, kann sie auch von diesem en passant geschlagen werden.
Pfadfinder: = 1:1-Spiralreiter = Zickzack-Läufer, z. B. Pa1-b2-a3-b4... oder Pa1-b2-c1-d2...
Pfadfinderin: = 0:1-Diagonalspiralreiter.
Phantomschach: Jeder Steine (außer König) wirkt (zieht, schlägt, fesselt, bietet Schach bzw. Matt) zusätzlich zu seinen normalen Möglichkeiten so, als stünde er auch noch auf seinem (circegemäßen) Ursprungsfeld der Partieanfangsstellung. Diese Zusatzwirkung ist nur in Kraft, wenn das Ursprungsfeld unbesetzt ist. Falls ein Stein, der nicht auf seinem Ursprungsfeld steht, von seinem Ursprungsfeld zieht bzw. schlägt, muß er hierfür sein bisheriges Standfeld und das Ursprungsfeld verlassen.
Pièces Hypervolages: Wie Pièces Volages, jedoch wechselt jeder Stein die Farbe nach jedem Felderfarbenwechsel immer wieder von neuem.
Pièces Volages: Mit dem ersten Wechsel der Felderfarbe durch einen Zug ab Diagrammstellung wechseln alle Steine außer den Königen auch ihre eigene Farbe, sprich: das Lager. Nachdem sie einmal die Farbe gewechselt haben, behalten sie die neue Farbe für immer bei.
Pike-König: (roi pike) = Crane. König, der nur entlang der Vertikalen zieht, schlägt und wirkt.
Pilgerschritt m/n: Serienzüger, bei dem ein Stein, wenn er m Züge gemacht hat, n Züge dorthin zurückziehen muß, wo er herkam.
Pion adverse: Siehe Sentinelles en pion adverse.
Pion Bérolina: Siehe Berolinabauer.
Pion Bérolina X: Die Berolinabauer-Form eines Pion X.
Pion Bondisseur: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen beliebigen m:n-Springer umwandeln darf, ohne daß dieser anderweitig genannt sein muß; für m,n < 8 und m,n nicht beide 0, d. h. für alle auf dem Normalbrett beweglichen m:n-Springer vom 7:7- bis zum 0:1-Springer.
Pion Caracoleur: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen Nachtreiter, eine Rose oder eine Boa umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion Complet = Grazer Bauer = Zwillingsbauer: Kombinationsstein aus Bauer und Berolinabauer.
Pion Exotique: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in eine Dame, einen Leo oder eine Sirene umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion Féministe: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in eine Dame, Prinzessin oder Kaiserin umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion Janus: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen der folgenden sechs X/Y-Jäger umwandeln darf, ohne daß dieser anderweitig genannt sein muß: T/L-, L/T-, T/S-, S/T-, L/S- oder S/L-Jäger.
Pion Lasso: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen der fünf gängigen n°-Grashüpfer umwandeln darf, ohne daß dieser anderweitig genannt sein muß.
Pion Religieux: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen Läufer (= Bishop!), Erzbischof oder Cardinal umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion Requin: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in eine der fünf gängigen n°-Heuschrecken umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein muß.
Pion Rosace: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen Pegasus oder eine Pegasusheuschrecke umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion Tremplin: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in einen Grashüpfer, ein Känguruh oder eine Heuschrecke umwandeln darf, ohne daß diese anderweitig genannt sein müssen.
Pion X: Normaler Bauer, der jedoch ausschließlich in ein Mitglied der genau bestimmten Gruppe X von (Märchen-)Figuren umwandeln darf. Ob eine so gewählte Märchenfigur schon zuvor im oder unter dem Diagramm auftauchte, ist dabei unerheblich.
Platzwechselcirce (PWC): Ein geschlagener Stein wird auf dem Feld wiedergeboren, auf dem der schlagende Stein vor dem Schlag stand. Bauern auf der eigenen Offiziersgrundreihe können nicht ziehen, schlagen oder Schach bieten. Könige sind nicht als Schlagobjekte -- wohl aber als Schlagende -- zugelassen, sofern nicht rex inklusiv gespielt wird. Bei der rex inklusiv-Form kann es logischerweise kein Matt geben, weil der geschlagene König immer wiedergeboren werden kann.
Platzwechselrochade: Ein König, der nicht im Schach steht, kann jederzeit mit jedem Stein der eigenen Farbe durch Platzwechsel "rochieren", egal, wo dieser Stein vor dem Zug steht. Eine Platzwechselrochade ist nicht legal, wenn dadurch ein Bauer auf die eigene Offiziersgrundreihe zurück geriete.
Poloschach: Statt des Schlagens gibt es das "Poloschlagen", das dadurch entsteht, daß ein Stein auf ein Nachbarfeld eines/mehrerer gegnerischer Steine zieht, wonach jene als Teil des Zuges als geschlagen vom Brett entfernt werden müssen. Eine Partei steht matt, wenn sie den Poloschlag ihres Königs durch den nächsten gegnerischen Zug als erste nicht mehr abwenden könnte. Eine Rochade über ein polobedrohtes Feld ist nicht erlaubt. Bauern treten geradschrittig an Poloschlagobjekte heran.
Poseidon = Neptun = mariner König: Der König des Marinen Schachs. König, der normal zieht, aber wie eine Heuschrecke schlägt, jedoch nur benachbarte Steine.
Power Chess und Warp Chess: So viele Teilschritte der jeweils letzte Einzelzug von Schwarz besaß, so viele Serienzüge in ununterbrochener Folge kann und muß Weiß mit seinem Antwortzug spielen. Im Power Chess ist die mögliche Reihenfolge der Teilzüge einer solchen Zugserie nicht determiniert, im Warp Chess müssen die Teilzüge pro beteiligtem Stein "en bloc" abgewickelt werden. Es gibt eine Reihe von Zusatzdefinitionen und Erläuterungen; wo nichts anderes angegeben ist, gelten diese sowohl für Power Chess als auch für Warp Chess. (1) Innerhalb einer Zugserie darf es nicht zu einer Stellungswiederholung kommen. (2) Soll Power/Warp Chess für Schwarz statt für Weiß gelten, werden also umgekehrt schwarze Zugfolgen von der Anzahl weißer Teilschritte bestimmt, dann ist dies explizit mitzufordern. (3) Im Reflexmatt (analog für -patt) bezieht sich der Zwang, einzügig mattzusetzen, auf die gesamte Power/Warp-Zugserie, nicht isoliert auf einen ihrer Teilzüge. (4) Gilt Power/Warp Chess nicht generell für eine Partei, sondern nur für einzelne -- eigens kenntlich zu machende! -- Power/Warp-Steine, dann hat die Partei dieser Steine die Wahl zwischen einem normalen Einzelzug mit einem gewöhnlichen Stein und einer Zugserie mit einem, einigen oder allen ihrer Power-Steine. (5) Es besteht Pflicht zur Erfüllung der Power/Warp-Zugserie. Ist dies nicht ohne Stellungswiederholung möglich (unter Einhaltung der Serienzugkonventionen), dann steht die betreffende Partei patt. Schachgebote, die dem Gegner nicht ermöglichen würden, seiner Pflicht zur Erfüllung der Power/Warp-Zugserie nachzukommen, ohne normal mattzusetzen, sind nicht erlaubt (d. h. Märchenmatts sind normalerweise nicht zugelassen!). (6) Für die Power/Warp-Zugserie gelten die Konventionen für Zugserien in Serienzugproblemen mit der Ausnahme, daß die Power/Warp-Zugserie als einziger Zug gezählt und notiert wird. Insbesondere darf man sich mit den Teilzügen keinen illegalen Selbstschachs aussetzen und Schach nur mit dem letzten Teilzug bieten (wohingegen Pattstand des Gegners oder positionell illegale Stellungen im Laufe der Zugserie zulässig sind). (7) Wird eine Zugserie im Power Chess auf mehrere Steine oder speziell bei Power-Steinen auf deren mehrere verteilt, dann ist die Zugreihenfolge der einbezogenen Steine prinzipiell beliebig; im Warp Chess muß natürlich auch dann jeder einbezogene Stein seine sämtlichen Teilzüge en bloc abwickeln, wenn speziell bei Warp-Steinen eine Zugserie auf mehrere Warp-Steine verteilt ist. (8) Jeder Springerzug und jeder einschrittige Zug von Schwarz wird natürlich von einem weißen Einzelzug beantwortet, jeder mehrschrittige Zug von genau so vielen weißen Zügen, wie Teilschritte im letzten schwarzen Einzelzug zuvor geschahen. (9) Die kurze Rochade wird als vierschrittiges, die lange Rochade als fünfschrittiges "Zug-Manöver" gewertet. (10) Der En-passant-Schlag muß -- nach dem entsprechenden Doppelschritt des gegnerischen Bauern als letztem (!) Zug oder Teilzug -- als erster (!) Teilzug der zweiteiligen Zugserie erfolgen. (11) In Serienzugproblemen wird zur Bestimmung der Power-Zugserie nicht die gesamte vorausgegangene Zugserie des Gegners zugrundegelegt, sondern nur deren letzter Zug; entsprechend determiniert im Double Power Chess nur der jeweils letzte Teilzug die gegnerische Power-Zugserie. (12) Kommen für den letzten Gegenzug verschiedene Wege in Frage (nur heterodox möglich!), kann sich die Power-Partei zur Bestimmung ihrer Zugserie einen davon herausgreifen. (13) Nebeneffekte eines Zuges (z. B. Circe-Wiedergeburt eines Steines) zählen nicht als eigener Teilschritt in einer entsprechenden Power-Zugserie. (14) Zieht Weiß an, startet er normalerweise einzügig; nur bei retroanalytischem Nachweis des letzten schwarzen Zuges beginnt er mit einer entsprechenden Power-Zugserie. (15) Speziell in Warp Chess ist zu beachten, daß die Pflicht eines Bauern zur En-bloc-Abwicklung nicht schon mit seiner Umwandlung in eine Figur, sondern erst mit allen Teilzügen auch dieser Umwandlungsfigur erfüllt ist. Natürlich kann die Rochade nur der erste Teilzug einer En-bloc-Abwicklung des Königs, nicht aber des Turms sein.
pRA = partielle Retroanalyse: Es kann zu Varianten aufgrund unterschiedlicher Retro-Möglichkeiten kommen.
Preßburger König: König, der, wenn er von einem Stein X ein Schachgebot erhält, nur noch wie X zieht und seine königliche Eigenschaft verliert.
Prinz: Jeder Stein kann zum Prinzen erklärt werden. Ein Prinz ist ein königlicher Stein. Er kann über bedrohte Felder ziehen. Ein Bauernprinz ist nach einem Doppelschritt nicht durch einen en passant-Schlag bedroht. Nach seinem ersten Zug (ab Diagrammstellung) verwandelt sich der Prinz in einen normalen König. Ausnahme: Wenn ein Bauernprinz auf ein Umwandlungsfeld gelangt, wandelt er sich erst in einen Figurenprinzen um, und dieser nach erneutem Ziehen in einen König. Bei Verwandlung auf e1 bzw. e8 hat ein Prinz Rochaderecht. Der Prinz kann auch als Prinz (bevor er König ist) matt gesetzt werden. Gibt es mehrere königliche Steine einer Partei (mehrere Prinzen, Prinz und König ...), gelten die Regeln von Rex multiplex.
Prinzessin: Kombination aus Läufer + Springer.
Progressives Schach: Beim Hilfsmatt beginnt Schwarz mit 1 Zug, dann macht Weiß 2 Züge, dann Schwarz 3 Züge ... Alle Züge einer Serie müssen ausführbar sein; müßte eine Partei in einer Serie vor dem letzten Zug Schach bieten oder hätte sie gar keinen weiteren Zug, stünde sie patt bzw. matt. Notation: H#(1,2,3,4) bedeutet, daß Weiß mit seiner Viererserie mattsetzt.
Promotion Circe: Eine Umwandlungsfigur verschwindet noch als Teil des Umwandlungszuges vom Brett und wird circegemäß auf ihrem Ursprungsfeld wiedergeboren.
Promotion Hydracirce: Als Teil eines Umwandlungszuges wird zusätzlich ein Stein der gleichen Art und Farbe wie der umgewandelte Stein circegemäß wiedergeboren, falls das Ursprungsfeld unbesetzt ist.
Proteusbauer (= promotable pawn; = free promotion): Bauer, der sich nach einem Schlag in den Stein umwandeln darf, den er geschlagen hat (er behält dabei seine Farbe); er muß es aber nicht.
Proteusdame: Die Bedingung Frankfurter Schach gilt ausschließlich für die Dame.
Proteuskönig: König, für den die Bedingung Frankfurter Schach gilt. Bei einem Schlag übernimmt er die Gangart des geschlagenen Steins. Er bleibt königlich und behält die Proteus-Eigenschaft. Schlägt er einen Bauern, zieht er in Richtung des geschlagenen Bauern und muß sich auf der letzten Reihe umwandeln (z. B. sKd4x wBe5, dann: Ke5--e6--e7--e8 = Proteus-D,T,L,S). Der Proteuskönig darf (wie der rochierende König) kein vom Gegner bedrohtes Feld überschreiten. (Ein normaler königlicher Stein darf dies sehr wohl.)
Proteuskönigbauer: Königlicher Bauer, für den die Bedingung Frankfurter Schach gilt. Bei einem Schlag übernimmt er die Gangart des geschlagenen Steins. Er bleibt königlich und behält Farbe und Proteus-Eigenschaft. Schlägt ein Proteuskönig einen Bauern, zieht er wie ein eigenfarbiger Bauer und muß sich gegebenenfalls auf der letzten Reihe umwandeln. Der Proteuskönig darf (wie der rochierende König) kein vom Gegner bedrohtes Feld überschreiten, er kann aber über diese Felder hinweg Schach bieten und mattsetzen.
Proteusschach: = Frankfurter Schach.
Provokateure: Ein Stein kann nur schlagen, wenn er von einem gegnerischen Stein beobachtet ist ("provoziert wird").
Puller: Zieht auf Damenlinien, aber nur, wenn er gleichzeitig einen anderen Stein mit sich ziehen kann, und zwar den nächstgelegenen (gleich welcher Farbe), der sich auf der Zuglinie des Pullers entgegen seiner Zugrichtung befindet. Dieser andere Stein wird um die gleiche Anzahl an Feldern mitgezogen, die der Puller zurücklegt. Ein Puller nicht schlagen, wohl aber geschlagen werden.
Pusher: Zieht auf Damenlinien, aber nur, indem er einen anderen (den nächstgelegenen) Stein (egal welcher Farbe) in dieselbe Richtung weiter stößt, und zwar um eine Entfernung, die genau seiner eigenen Zuglänge entspricht. Ein Pusher kann den Objektstein höchstens bis direkt an einen dritten Stein (egal welcher Farbe) heran stoßen, er kann ihn nicht über den Brettrand hinaus stoßen. Ein Pusher kann weder schlagen noch geschlagen werden.
R
Radial Leaper: Zieht und schlägt auf diejenigen Felder, die von einem gegnerischen Stein genauso weit entfernt sind wie das soeben verlassene Standfeld, wobei Entfernungen mit der im Längstzüger üblichen Zuglängenberechnung ermittelt werden.Randkönig: Die Bedingung Randzüger gilt nur für den betreffenden König.
Randschwein: Dame, deren Zug aber stets von einem Randfeld auf ein Nicht-Randfeld (oder umgekehrt) führen muß.
Randzüger: Jeder schwarze Zug muß auf einem Randfeld enden.
Ranker: Überträgt seine Gangart (und Kraft) jedem Stein (außer König und anderen Rankern), die er nach einem eigenen Zug neu beobachtet (angreift oder deckt).
Raumschach: Das Schachbrett wird um die dritte Dimension erweitert; statt auf einem Brett m × n wird in einem Raum m × n × k (hier 5 × 8 × 8-Brett) gespielt. Beispiels-weise ist die Dame im Raumschach ein 1:0:0- + 1:1:0- + 1:1:1-Reiter, kann also in Richtung jedes benachbarten Raumwürfels beliebig weit ziehen. Die Ebenen werden durch einen der üblichen Feldnotation nachgestellten Großbuchstaben (von ganz unten "A" bis ganz oben "H") gekennzeichnet. Weiße Bauern ziehen in der Ebene gewöhnlich, im Raum nach oben, schwarze Bauern analog nach unten. Wie im gewöhnlichen Brettschach ziehen die Bauern gerade (in Würfel in 1:0:0-Distanz) und schlagen schräg (in Würfel in 1:1:0-Distanz). Weiße Bauern wandeln "oben hinten" um, schwarze Bauern "unten vorn".
Raus! (= R): Siehe Dynamoschach.
Rechts offenes Brett: Spezialfall des m × n-Brettes mit m = ∞ und n = 8.
Reciprocating Refusal Chess: Die nachziehende Partei kann als erste ein Veto geben; wenn sie einmal derart Einspruch erhoben hat, ist die andere Partei zu einem Veto berechtigt und erst nach Inanspruchnahme dieses Rechtes wiederum die nachziehende Partei .... Sowohl Schachgebote als auch Schachparaden sind mit einem Veto belegbar; eine einzige Königsflucht reicht also nicht gegen ein Schachgebot des Gegners aus, wenn dieser gerade Vetorecht hat. Ein Schachgebot muß mit einem Veto oder normal pariert werden. Eine Partei ist matt, wenn der Schlag des Königs unabwendbar ist, auch wenn die -- in der Praxis nicht vollzogene -- Ausführung dieses Schlages theoretisch durch Veto verhinderbar wäre.
Reflektierender König: Zieht, wenn er im Schach steht, auch wie der Schach bietende Stein.
Reflektierender Läufer: Läufer, der beliebig oft an den Bretträndern (genauer: an den Mittelpunkten der Randfelder) reflektieren kann. Nullzüge und redundante Züge sind nicht erlaubt.
Reflexbeidmatt: Wie im Reflexmatt, aber nur einzügige Beidmatts müssen gegeben werden. Weiß zieht und zwingt Schwarz zu einem reflexartigen Beidmattzug, dabei Stellungen meidend, in denen er (der Weiße) selbst beidmatt setzen müßte.
Reflexmatt in n Zügen (R#n): Weiß zieht an und zwingt Schwarz dazu, den weißen König spätestens im n-ten Zuge mattzusetzen, wobei beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden bleiben. Jedoch müssen beide Parteien einzügige Matts geben, wenn dies legal möglich ist.
Reflexpatt in n Zügen (R=n): Weiß zieht an und zwingt Schwarz dazu, Weiß spätestens im n-ten Zuge pattzusetzen, wobei beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden bleiben. Jedoch müssen beide Parteien einzügige Patts geben, wenn dies legal möglich ist.
Reflexschach in n Zügen (R+n): Wie Reflexmatt in n Zügen, aber mit Schachgebots- statt Mattziel. Ein Schachgebot gilt als spielbeendend; wenn Weiß Schach bieten kann (und muß), ist damit also das Spiel beendet und die Forderung nicht erfüllt.
Reformschach: Die Steine haben Schlag- und Schachwirkung gegenüber beiden Parteien.
Reichenbacher Schach: Für den weißen König existiert kein Schach. Wird der weiße König einer feindlichen Beobachtung ausgesetzt, steht stattdessen sein schwarzer Kollege -- wo immer er sich auch gerade befindet -- sofort im Schach. Schwarze Steine dürfen den weißen König also um keinen Preis beobachten wegen illegalen Selbstschachs. Zieht der weiße König auf ein vom Gegner beobachtetes Feld (aber nicht in direkten Kontakt mit dem schwarzen Kollegen, es gilt nämlich KKK!) oder verläßt ein gefesselter weißer Stein die Fessellinie, muß Schwarz dies als Schach gegen seinen eigenen König nehmen und sofort unterbinden. Schwarz kann dies auf drei Arten: a) Der schwarze Beobachter des weißen Königs zieht weg, so daß er diesen nicht mehr im Visier hat. b) Schwarz verstellt die schädliche Beobachtungslinie. c) Der schwarze König zieht auf ein "Fluchtfeld", d. h. auf irgendein unbedrohtes Feld, denn jeder zulässige Königszug des Schwarzen soll als "Parade" gelten. Läßt Weiß mit seinem nächsten Zug die feindliche Beobachtung seines Königs einfach bestehen, bietet er dem schwarzen König dadurch von neuem Schach -- der kann dann erneut "fliehen". Neben dieser märchenspezifischen Art, Schach zu bieten und zu parieren, gelten zusätzlich die normalen Schachgebots- und Mattregeln gegen Schwarz, dessen König also auch durch einen gewöhnlichen Angriff von Weiß bedroht werden kann. Eine Weiterentwicklung der Grundidee des Reichenbacher Schachs stellt das Vogtländer Schach dar; insbesondere verzichtet es auf die Möglichkeit c) der "Königsflucht als Parade" sowie auf gewöhnliche Schachs gegen Schwarz und weitet stattdessen die Idee der schädlichen Königsbeobachtung auf beide Seiten aus.
Reines Serienzugpatt in n Zügen: Wie Serienzugmatt, nur mit reinem Patt statt Matt als Ziel.
Relikt der Mattstellung: Zu den im Diagramm angegebenen Steinen sind (beliebige) andere Steine legal so zu ergänzen, daß die geforderte Mattstellung entsteht.
Remanentes Schach: Ein Feld gilt auch dann noch als (in bezug auf Könige) angegriffen, wenn der angreifende Stein die Beobachtung schon wieder aufgegeben hat (oder gar bereits geschlagen wurde).
Remis: Weiß zieht und setzt gegen schwarze Gewinn-Ambitionen eine zweifelsfreie Remisstellung durch.
Republikanerschach: Beide Könige fehlen im Diagramm. Spielziel ist es, den gegnerischen König ins Spiel in eine legale Mattposition zu bringen. Beide Parteien dürfen den jeweils gegnerischen König auf einem leeren Feld einsetzen; dies darf aber nur nach einem Zug der eigenen Partei geschehen und nur dann, wenn der gegnerische König in eine legale Mattposition gesetzt wird.
Reverses Einsteinschach: Wie Einsteinschach, aber mit vertauschten Skalen für nichtschlagende / schlagende Züge.
Reversible Umwandlung: Für Umwandlungsfiguren gilt Degradierung: Eine Umwandlungsfigur, die ihre eigene Bauerngrundreihe betritt, verwandelt sich als Teil des Zuges in einen Bauern (der eigenen Farbe). Dies gilt auch für die Retroanalyse der Stellung: Ein Offizier auf der eigenen Bauerngrundreihe kann keine Umwandlungsfigur sein; für eine retroanalytisch nachweislich durch Umwandlung entstandene Figur gilt die Regel.
Rex inklusiv: Eine bestimmte Märchenbedingung gilt auch für den König.
Rex multiplex: Beide Parteien können mehrere Könige und/oder königliche Steine besitzen und auch in einen König umwandeln. Ein Schachgebot ist nur zulässig, wenn es entweder für alle Könige zugleich parierbar ist oder alle Könige gleichzeitig mattsetzt.
Rex ultimo: Zieht ein beliebiger Stein so, daß im Gegenzug (im nächsten Zug der anderen Partei) die Problemforderung erfüllt werden kann, wenn dieser Stein ein König wäre, muß sich dieser Stein sofort in einen König umwandeln.
Reziprokes H#n: Wie H#n, aber anstelle seines letzten Hilfszuges müßte Schwarz auch selbst einen Mattzug ausführen können.
Riddle I: Zieht auf Damenlinien. Schlagfrei kann er nur auf das erste und dann jedes zweite weitere Feld ziehen, schlagend/Schach bietend nur auf jedes zweite Feld.
Riddle II: Zieht auf Damenlinien. Schlagfrei kann er nur auf jedes zweite Feld ziehen, schlagend/Schach bietend nur auf das erste und dann jedes zweite weitere Feld.
Ringzylinder (Torusbrett): Die Seiten des Brettes sind zweifach aneinandergeheftet zu denken. Zum einen grenzen die a- und h-Linie unmittelbar aneinander, also a1 an h1, a2 an h2 ... bis a8 an h8. Überschreitet ein Stein die a- oder h-Linie, betritt er das Brett wieder über die Gegenlinie unter Beibehaltung der eingeschlagenen Zugrichtung. Zum anderen sind analog 1. und 8. Reihe miteinander verbunden. Die Bauernumwandlung auf den gewohnten Umwandlungsreihen bleibt von dieser Verheftung ebenso unberührt wie Bauerndoppelschritt und Rochade. Die Feldnumerierung bleibt unverändert wie auf dem Normalbrett.
Rochade in n Zügen: Wie Matt in n Zügen, nur mit Rochade- statt Mattziel.
Rochadefreund = Roqueur: Zieht oder wirkt nicht selbst, blockt und sperrt jedoch und kann Opfer eines gegnerischen Schlagfalles, vor allem aber passiver "Rochade-Stein" für einen beliebigen m:n-Springer (nicht m:n-Reiter!) eigener Farbe sein, der mit ihm "rochiert". Dabei muß der Rochade-willige m:n-Springer genau pm:pn Felder von seinem Rochadefreund entfernt sein (für p > 2), und jedes m:n-te Feld zwischen m:n-Springer und Rochadefreund muß leer sein (= p-1 freie Zwischenfelder). Dann kann sich der m:n-Springer um zwei Sprungfelder, also 2m:2n, auf den Rochadefreund zu bewegen und ihn auf seine andere Seite (der selben Linie pm:pn) um einen m:n-Sprung entfernt postieren.
Rochadeschach: Ein König darf von jedem Feld aus mit jedem beliebigen Stein beider Parteien, der mit ihm auf einer Diagonale oder Orthogonale steht -- ohne daß ein anderer Stein zwischen beiden steht -, rochieren, falls er nicht im Schach steht und kein bedrohtes Feld überschreitet (er darf aber bereits gezogen haben). Dabei zieht der König zunächst zwei Felder auf seinen Rochadepartner zu, wonach dieser -- aus jeder beliebigen Distanz -- über den König springt und auf dem nächsten Feld hinter ihm landet.
Rönnauer Schach: Ein Stein A, der von einem Stein B geschlagen werden kann, erhält zusätzlich zu seinen eigenen die Zugmöglichkeiten von B. Greift er jetzt mit einer dieser Zugmöglichkeiten Z (A oder B) einen Stein C an, erhält C zusätzlich zu seinen eigenen die Zugmöglichkeit Z, aber auch nur diese. Der en passant-Schlag kann von jedem Stein durchgeführt werden, der auf einem Feld steht, von dem aus ein Bauer en passant schlagen könnte. Die Rochade kann der noch nicht gezogene König neben der normalen Rochade mit noch nicht bewegtem Turm auch mit D,L,S durchführen, falls sich diese Steine auf a1 oder h1 (bzw. a8 oder h8) befinden und von einem Turm angegriffen werden. Da sie erst in dem Moment des Angriffs Turmkräfte erhalten, kann auch rochiert werden, wenn diese Steine schon gezogen haben. (Dies gilt im Märchenschach natürlich auch für Märchensteine.) Bauern dürfen nicht die erste/letzte Reihe betreten; Offiziere auf der ersten/letzten Reihe, die von einem Bauern bzw. einem Offizier mit Bauernzugmöglichkeit angegriffen werden, können nicht ziehen. Offiziere auf der zweiten/siebenten Reihe, die von einem Bauern bzw. einem Offizier mit Bauernzugmöglichkeit angegriffen werden, können doppelschrittig auf die vierte/fünfte Reihe ziehen.
Röntgenturm (X-Ray Rook): Turm, der durch andere Steine hindurchziehen kann.
Roi centrifuge (RC): Wesirkönig, der sich nur am Brettrand bewegen darf.
Rookbishop: Zieht (und schlägt) beliebig weit abwechselnd orthogonal und diagonal (aber in derselben Richtung). Kann nicht über Steine (egal welcher Farbe) hüpfen.
Rose: Linienfigur, die in 1:2-Abständen auf einer kreisförmigen Bahn zieht. Eine Rose auf a1 kann zum Beispiel nach b3, d4, f3, g1 und c2, d4, c6, a7 ziehen.
Roselion: Wie Lion, aber nur auf Rosenlinien.
Rosenhüpfer: Wie Grashüpfer, aber nur auf Rosenlinien.
Rotationsbrett: Nach jedem Zugpaar wird das Brett samt Stellung um 90° im Uhrzeigersinn gedreht (wenn dies nicht ausdrücklich gegen den Uhrzeigersinn gefordert ist), und alle Felder werden entsprechend umnummeriert. Wird seit Partieanfangsstellung mit rotierendem Brett gespielt (nur wenn ausdrücklich verlangt), handelt es sich immer um weiß/schwarze Zugpaare, da ja Weiß die Partie begann. Rotiert das Brett erst ab Diagrammstellung (der stillschweigende Normalfall), handelt es sich immer um die Zugpaare Anziehender/Nachziehender. Der Rotations-Rhythmus ändert sich nie; keine Partei kann pro Rotation also mehr als einen Zug spielen. Deshalb können Drohungen aufgrund eines soeben ausgeführten Zuges immer erst nach der nächsten Rotation greifen. Insbesondere kann ein Schachgebot durch einen Bauern erst nach Drehung festgestellt werden; auch braucht eine Partei ihre Züge bezüglich Selbstschachverbot nur so einzurichten, daß bei Prüfung, ob ein König einsteht, der Rotations-Rhythmus gewahrt bleibt. Gerät ein Bauer durch Rotation auf seine Offiziersgrundreihe, ist er zugunfähig bis nach der nächsten Rotation; gerät er entsprechend auf seine Umwandlungsreihe, muß er als unmittelbare Konsequenz der Rotation -- vor allen weiteren Zügen -- nach Wahl seiner Partei umwandeln. Ein König darf sich unmittelbar vor der nächsten Rotation nicht so stellen, daß ihn ein nach Rotation umzuwandelnder gegnerischer Bauer bei geeigneter Umwandlungswahl sofort schlagen könnte, selbst wenn die Partei des Bauern dem Gegner helfen will und bei anderer Umwandlungswahl gar nicht schlagen könnte.
Rotationsbrett gegen den Uhrzeigersinn: Wie Rotationsbrett, jedoch ist die Drehung ausdrücklich gegen den Uhrzeigersinn gefordert.
Roundrook: Zieht orthogonal, aber auf einem Rundweg, der einem Quadrat mit der Kantenlänge 2 entspricht. Der "Rundlauf" beginnt in einer Ecke des jeweiligen (3x 3 Felder umfassenden) Quadrats, kann also nicht nach dem ersten Einzelschritt "abbiegen". Genau auf den Feldern des beschriebenen Quadrats kann er gegebenenfalls einen gegnerischen Stein schlagen. Der Roundrook kann nicht über Steine (egal welcher Farbe) hüpfen. Ein Rd5 kann nach c5, b5, b6, b7, c7, d7, e7, f7, f6, f5, f4, f3, e3, d3, c3, b3, b4, d4, d6 und e5 ziehen.
Rückkehr (in n Zügen): Jede Partei strebt gegen den Willen des Gegners die Rückkehr eines beliebig gewählten eigenen Steines an.
Rückzüge: Beliebig viele oder begrenzt viele Züge, die legal zur Diagrammstellung führten, können in umgekehrter Reihenfolge zurückgenommen werden, insbesondere kann in ein Schach zurückgenommen werden, das die Gegenpartei in ihrem Rückzug zurücknehmen muß, und es kann entschlagen werden. In der Regel müssen Märchenbedingungen bei der Rücknahme beachtet werden, z. B. bei Circe die Rücknehmbarkeit einer Wiedergeburt als Voraussetzung eines Entschlags.
Rundläufer: Zieht diagonal wie ein Läufer, aber auf einem runden Weg, wobei er immer nach zwei Feldern um 90 Grad abknickt. Ein Rd4 kann nach c3, b2, a3, c1, e3, f2, e1, g3, h4, g5, f6, e5, c5, b6, a5, c7, d8, e7 ziehen.
S
Sans retour: Eine Rückkehr im direkt folgenden Zug ist verboten. Im Vergleich zum One-way Chess braucht man sich nur den letzten Zug jeder Partei zu merken. Außerdem ist nicht die gesamte Gegenrichtung gesperrt, sondern nur das Startfeld des letzten Zuges.SAT (Salai-Matt): Ein König gilt als im Schach stehend, wenn er im orthodoxen Sinne ein oder mehrere Fluchtfeld(er) hat. Er steht matt ("Salai-Matt"=SAT), wenn ein solches Schachgebot nicht aufgehoben werden kann (z. B. durch Decken oder Blocken der Fluchtfelder oder durch Zug des Königs auf ein Feld ohne Fluchtfelder). Orthodoxe Schachgebote (Bedrohung des Königsfelds) sind irrelevant. Könige dürfen also nebeneinander stehen, können aber nicht geschlagen werden.
Schach in n Zügen (+n): Weiß am Zug bietet Schwarz gegen dessen beste Gegenwehr in (spätestens) n Zügen Schach.
Schachschach: Jedem Stein kann Schach geboten werden bzw. er kann mattgesetzt werden.
Schachzickzack: Schwarz zieht nur, wenn er Schach bieten kann, ansonsten setzt er vorübergehend aus. Weiß darf nicht schlagen und nur dann Schach bieten, wenn er damit den Schwarzen im Normalsinne -- ohne dessen Bindung an die Schachgebotspflicht -- mattsetzt.
Schachzwang: Wenn möglich, muß Schwarz Schach bieten, bei ansonsten freier Zugwahl.
Schlag in n Zügen (x n): Weiß am Zug schlägt einen schwarzen Stein gegen beste schwarze Gegenwehr in (spätestens) n Zügen.
Schlagender Stein: Stein, der nur schlagend, nicht aber schlagfrei ziehen kann.
Schlagschach: Es herrscht Schlagzwang: Gibt es eine Möglichkeit zu schlagen, muß geschlagen werden. Bei mehreren Schlagmöglichkeiten besteht freie Wahl unter diesen. Die Könige sind nicht königlich; sie können geschlagen werden und durch Bauernumwandlung entstehen. Gewonnen hat, wer nicht mehr ziehen kann, wer also keine Steine mehr hat oder patt steht.
Schlagverbot: Es darf nur geschlagen werden, wenn kein schlagfreier Zug möglich ist, also nur dann, wenn ohne Schlagfall Matt oder Patt vorläge.
Schlagzwang: Wenn Schwarz schlagen kann, muß er dies tun; ansonsten zieht er beliebig.
Schnitzermatt: Nach einem schwarzen Hilfszug kann Weiß ein Matt in n Zügen durchsetzen.
Schüchterner Hüpfer: Hüpfer, der nicht schlagen kann, wenn der Bock gegnerischer Farbe ist.
(X/Y-)Schütze: Zieht wie X, schlägt und wirkt wie Y.
Schutzkönige: Ein König, der von einem Stein der eigenen Partei beobachtet wird, kann vom gegnerischen König nicht Schach geboten bekommen. Falls die Könige auf benachbarten Feldern stehen und einer "geschützt" ist, steht der andere im Schach. Falls beide Könige "geschützt" sind, steht keiner im Schach. Schachgebote von anderen Steinen sind von der Regel nicht betroffen.
Schwarz zieht: Entgegen dem konventionellen weißen Anzug beginnt Schwarz in der Lösung.
Schwarzes Karussellschach: Nach jedem schwarzen Zug wird das Brett um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht und entsprechend umnummeriert. Bauern wandeln sich nicht um und haben keinen Doppelschritt, dürfen aber von jedem Feld aus (auch von der eigenen Offiziersgrundreihe) einschrittig vorwärts ziehen, wobei sich die Zugrichtung mit jeder Brettdrehung ändert. Ob Schwarz in ein illegales Selbstschach hineinzieht (was er natürlich nicht darf), zeigt sich erst nach der obligaten Brettdrehung.
Schwarzes königliches Feld: Feld, das der schwarzen Partei zugeordnet ist. Droht der Weiße, das schwarze königliche Feld zu besetzen, gilt dies als Schachgebot gegen Schwarz. Ein Matt bleibt weiterhin definiert als unparierbares Schachgebot (in diesem Falle also als unparierbare Drohung des Weißen, das schwarze königliche Feld zu besetzen).
Schwarzes konsequentes Zwangsfeld: Das betreffende konsequente Zwangsfeld bindet nur Schwarz.
Schwarzes Ohneschach: Die Ohneschachbedingung gilt nur für Schwarz.
Schwarzes Patrouilleschach: Die Patrouilleschach-Bedingung gilt nur für Schwarz.
Schwarzes Zwangsfeld: Das betreffende Zwangsfeld bindet nur Schwarz.
Selbst-Umwandlung: Weiß zwingt den Schwarzen gegen dessen Verteidigung zu einer (schwarzen) Umwandlung.
Selbstdoppelpatt: Weiß zieht und erzwingt einen gegnerischen Zug, der Doppelpatt gibt.
Selbstgegenmatt: Weiß zieht und setzt Schwarz derart im n-ten Zug matt oder patt, daß dieser mit einem Gegenmatt-Zug antworten kann und dann auch muß.
Selbstmatt in n Zügen (S#n): Weiß zieht an und zwingt Schwarz dazu, den weißen König in (spätestens) n Zügen mattzusetzen; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Selbstpatt in n Zügen (S=n): Weiß zieht an und zwingt Schwarz dazu, den weißen König in (spätestens) n Zügen pattzusetzen; dabei bleiben beide Parteien an das Selbstschachverbot gebunden.
Selbstschach (illegaler Zug): Der eigene König (oder ein königlicher Stein) wird der Eroberung durch die Gegenseite ausgesetzt, entweder aktiv (z. B. durch Betreten eines bedrohten Feldes oder den Wegzug eines gefesselten Steines) oder passiv (durch ignorantes Stehenbleiben im Schach). Beides ist illegal, es sei denn, es ginge bei der Prüfung einer Matt- oder Pattstellung um die gedanklich durchgespielte Eroberung des gegnerischen Königs, die sehr wohl zum Selbstschach (nicht Verlust!) des eigenen führen darf -- in dem Fall wäre freilich der Zug des Gegners zuvor bereits illegales Selbstschach gewesen (Bedrohung durch gefesselten Stein). Ansonsten ist ein Selbstschach absolut unzulässig, auch im Hilfsspiel, Selbstmatt oder für Serienzüge, ja sogar für die Märchenforderung Selbstschach, in der Weiß ein Schachgebot durch Schwarz auf legalem Wege erzwingt. Das Selbstschachverbot ist insbesondere auch bei allen Arten von Circe mit seinen "Spätfolgen" von Versetzungen zu beachten. Wenn nicht rex inklusiv gilt, darf sich ein König nicht einmal einer Wiedergeburt unterziehen. Erst mit dem komplett abgeschlossenen Zug nach Beendigung aller unmittelbar zugehörigen Zugteile wird geprüft, ob womöglich illegales Selbstschach vorliegt (was den Zug von der realen Ausführung natürlich ausschlösse). In der Regel spielt es keine Rolle, ob der König "während" des Zuges seiner Partei einer "vorläufigen" gegnerischen Bedrohung ausgesetzt wird -- es zählt das Resultat des Zuges. Strengere Regeln herrschen jedoch insbesondere bei der Rochade und im Frankfurter Schach. Im Beidmatt, Doppelmatt, Eigenmatt, Gegenmatt und Orterschach hingegen ist ein (passives und/oder aktives) Selbstschach ausnahmsweise und unter strengen Auflagen doch möglich.
Selbstschach (in n Zügen): Weiß zieht an und erzwingt -- auch mit Hilfe von Schachgeboten gegen Schwarz, aber legal und unter Beachtung des Selbstschachverbots -- ein schwarzes Schachgebot gegen sich.
Selbstschachverbot: Siehe Selbstschach (illegaler Zug).
Selbstschlag: Wie Selbstmatt, nur mit Schlag- statt Mattziel.
Selbstzielfeld: Weiß zieht und zwingt Schwarz gegen dessen Verteidigung zur (erneuten) Besetzung des angegebenen Zielfeldes.
Sensitive Könige: Stehen (auch dann) im Schach steht, wenn sie von einem Stein der eigenen Partei beobachtet werden.
Sentinelles: Jede Figur, die von einem Feld außerhalb der beiden Figurengrundreihen wegzieht, hinterläßt dort einen zusätzlichen Bauern eigener Farbe, sofern nicht schon alle acht vorhanden sind.
Sentinelles en pion adverse: Wenn eine Figur ein Feld auf der 2. bis 7. Reihe verläßt, hinterläßt sie auf dem Startfeld einen Bauern der gegnerischen Farbe, solange die Maximalzahl von acht Bauern pro Partei nicht überschritten wird.
Sentinelles en pion neutre: Wenn eine Figur ein Feld auf der 2. bis 7. Reihe verläßt, hinterläßt sie auf dem Startfeld einen neutralen Bauern.
Sentinelles m/n: Wie Sentinelles, jedoch mit einer vorgegebenen Obergrenze für m weiße und n schwarze Bauern.
Sentinelles Totalmax=n: Wie Sentinelles, aber es werden nur so lange Bauern geboren, wie die Gesamtzahl weißer und schwarzer Bauern n nicht überschreitet.
Serienzüge: Unter Aufhebung der gewöhnlichen alternierenden Zugpflicht macht eine Partei eine begrenzte Serie von Zügen hintereinander. Illegale Selbstschachs sind währenddessen untersagt, ein Schach ist nur mit dem Abschlußzug der Serie möglich. Dies gilt entsprechend auch für Rückzüge: Hier kann nur mit dem letzten Zug einer Rücknahmeserie in ein Schach zurück gezogen werden. Bei einer solchen Rücknahmeserie muß nach jedem zurückgenommenen Zug eine legale Stellung vorliegen.
Serienzug ... (in n Zügen): Siehe Serienzüge.
Serienzug-Abzugsmatt: Weiß gibt spätestens mit seinem n-ten Serienzug ein Abzugsmatt; Abspiele mit anderen Mattzügen stellen keine Lösung dar.
Serienzug-Doppelpatt: Weiß zieht und setzt mit dem n-ten Serienzug doppelpatt.
Serienzug-Entschläge: Es soll eine Zugserie von lauter Schlagfällen (und nur solchen) so zurückgenommen werden, daß eine bestimmte Forderung erfüllbar wird.
Serienzug-Hilfs-e. p. in n Zügen (Ser.H.e. p.n): Wie Serienzug-Hilfsmatt, jedoch verhilft Schwarz dem Weißen zu einem legalen En-passant-Schlag statt zu einem Mattzug.
Serienzug-Hilfsbeidmatt in n Zügen: Mit höchstens n Serienzügen verhilft Schwarz dem Weißen dazu, einzügig ein Beidmatt zu geben.
Serienzug-Hilfsdiagramm (n/m): Wie Serienzug-Hilfsmatt, nur setzt Weiß nicht matt, sondern stellt die Diagrammstellung wieder genau her.
Serienzug-Hilfsdoppelmatt in n Zügen (Ser.H##n): Wie Serienzug-Hilfsmatt in n Zügen, nur mit Doppelmatt- statt Mattziel.
Serienzug-Hilfsdoppelpatt in n Zügen (Ser.H==n): Wie Serienzug-Hilfspatt in n Zügen, nur mit Doppelpatt- statt Pattziel.
Serienzug-Hilfsecho in n Zügen: Wie Serienzug-Hilfsmatt, aber Schwarz spielt auf ein einzügiges Hilfsecho.
Serienzug-Hilfseigenpatt in n Zügen (Ser.H!=n): Die Serienzug-Form des Hilfseigenpatts.
Serienzug-Hilfsfesselpatt in n Zügen: Wie Serienzughilfspatt in n Zügen, aber in der Pattstellung muß ein an sich zugfähiger schwarzer Stein gefesselt sein.
Serienzug-Hilfsmatt n/m: Diese Verallgemeinerung des Serienzug-Hilfsmatts bedeutet, daß auf n schwarze Hilfszüge in Serie m weiße Serienzüge folgen, deren m-ter Zug matt setzt.
Serienzug-Hilfspatt n/m: Diese Verallgemeinerung des Serienzug-Hilfspatts bedeutet, daß auf n schwarze Hilfszüge in Serie m weiße Serienzüge folgen, deren m-ter Zug patt setzt. Als Sonderform ist die Forderung "Serienzughilfspatt n/0" möglich (für m=0), wobei Schwarz nach den eigenen n Serienzügen bereits ohne eigentlichen weißen Pattzug patt steht, was gleichbedeutend ist mit einem Serienzug-Hilfseigenpatt in n Zügen.
Serienzug-Hilfsschlag in n Zügen (Ser.Hx n): Schwarz erspielt in einem Minimum an Serienzügen eine Stellung, in der Weiß einzügig (und legal) schlagen kann.
Serienzug-Matt mit Doppelschach (in n Zügen): Weiß setzt in spätestens n Serienzügen mit Hilfe eines Doppelschachs matt.
Serienzug-Matt mit Patt in n Zügen: Wie Serienzug-Matt in n Zügen, wobei Weiß nach seinem Mattzug selbst patt stünde, wäre er unmittelbar erneut am Zug und sähe man hier vom möglichen Schlag des gegnerischen Königs ab.
Serienzug-Reflexpatt in n Zügen (Ser.R=n): Einzügige Patts müssen gegeben werden. Weiß macht n Serienzüge, so daß Schwarz einzügig patt setzen kann (und muß). Dabei darf Weiß keine Stellungen entstehen lassen, in denen er selbst einzügig pattsetzen könnte (und folglich auch müßte).
Serienzug-Reflexschach in n Zügen (Ser.R+n): Wie Serienzugreflexpatt in n Zügen, nur mit Schach- statt Pattziel.
Serienzug-Reflexschlag in n Zügen (Ser.Rx n): Wie Serienzug-Reflexpatt in n Zügen, nur mit Schlag- statt Pattziel.
Serienzug-Remis in n Zügen: Weiß erreicht spätestens im n-ten Zuge hintereinander eine nachweisliche Remisstellung.
Serienzug-Rochade in n Zügen: Die Initiativpartei rochiert im n-ten Serienzug.
Serienzug-Rochade mit gezogenem Turm: Die anziehende Partei rochiert spätestens mit dem n-ten Serienzug, obwohl der beteiligte Turm zuvor aktiv gezogen hat (und danach wieder auf sein Ausgangsfeld zurückgekehrt ist).
Serienzug-Schach in n Zügen (Ser.+n): Wie Serienzug-Matt, aber bereits ein weißes Schachgebot (auch ohne Matt) erfüllt das weiße Problemziel.
Serienzug-Selbst-Umwandlung in n Zügen (Ser.S-UWn): Weiß zwingt den Schwarzen gegen dessen Verteidigung zu einer (schwarzen) Umwandlung nach entsprechender weißer Zugserie.
Serienzug-Selbstdoppelpatt in n Zügen (Ser.S==n): Weiß zwingt spätestens mit dem n-ten Zuge hintereinander Schwarz zu einem einzügigen Doppelpatt.
Serienzug-Selbsteigenpatt in n Zügen (Ser.S!=n): Wie Serienzug-Selbstpatt in n Zügen, aber eines erzwungenen schwarzen Schlußzuges bedarf es gar nicht mehr.
Serienzug-Selbstschlag in n Zügen (Ser.Sx n): Wie Serienzug-Selbstmatt in n Zügen, aber bereits ein erzwungener schwarzer Schlagfall (auch mattlos) erfüllt das weiße Problemziel.
Serienzug-Vielväterstellung: Vorwegnahme des A-nach-B-Schachs: Die angegebene Stellung (A) muß in n Serienzügen in die Vielväterstellung (B) überführt werden.
Serienzugdoppelrückkehr in n Zügen (Ser.Doppelrückkehr in n): Weiß zieht so, daß (spätestens) im n-ten Serienzug zwei seiner Steine auf ihr Diagrammstellungsfeld zurückgekehrt sind.
Serienzugeigenfesselung in n Zügen (Ser.!F in n): Weiß zieht so, daß (spätestens) im n-ten Serienzug einer seiner Steine (vollständig) gefesselt ist.
Serienzugeigenpatt in n Zügen (Ser.!=n): Weiß zieht so, daß er (spätestens) nach seinem n-ten Serienzug patt steht.
Serienzughilfsdauerschach in n Zügen: Mit höchstens n Serienzügen verhilft Schwarz dem Weißen dazu, Dauerschach erzwingen zu können; dabei bleibt Schwarz an das Selbstschachverbot gebunden.
Serienzughilfsfesselung in n Zügen (Ser.H.F in n): Schwarz zieht und hilft dem Weißen dazu, (spätestens) nach dem n-ten schwarzen Serienzug einen schwarzen Stein einzügig (vollständig) fesseln zu können.
Serienzughilfsidealmatt in n Zügen: Als Lösungen anerkannt werden nur (legale) Zugfolgen, die mit einem Matt enden, das ein Idealmatt ist. Ein Idealmatt ist ein Mustermatt, bei dem jeder auf dem Brett befindliche Stein am Matt beteiligt ist.
Serienzughilfsmatt in n Zügen (Ser.H#n): Mit höchstens n Serienzügen verhilft Schwarz dem Weißen dazu, einzügig mattzusetzen. Die Verallgemeinerung Serienzughilfsmatt~n/m bedeutet, daß auf n schwarze Serienzughilfszüge m weiße Serienzüge folgen, deren m-ter Zug mattsetzt.
Serienzughilfspatt in n Zügen (Ser.H=n): Mit höchstens n Serienzügen verhilft Schwarz dem Weißen dazu, einzügig pattzusetzen.
Serienzughilfsrochade in n Zügen (Ser.H-00/0n): Wie Serienzughilfsmatt, nur mit Rochade- statt Mattziel.
Serienzughilfsschach in n Zügen (Ser.H+n): Wie Serienzughilfsmatt, nur mit Schachgebots- statt Mattziel.
Serienzughilfsselbstpatt in n Zügen (Ser.HS=n): Wie Serienzughilfsmatt in n Zügen, nur mit Selbstpatt- statt Mattziel.
Serienzughilfszielfeld xy in n Zügen (Ser.H.Zxy in n): Schwarz zieht und hilft dem Weißen dazu, (spätestens) nach dem n-ten schwarzen Serienzug das Feld xy einzügig betreten zu können.
Serienzughilfszwingpatt in n Zügen: Mit n-1 Serienzügen verhilft Schwarz dem Weißen dazu, im n-ten Zug ein Selbstpatt in 1 Zug zu erzwingen.
Serienzugmatt in n Zügen (Ser.#n): Weiß zieht n-mal hintereinander (dabei bleibt er an das Selbstschachverbot gebunden) und setzt Schwarz mit dem letzten Zug matt.
Serienzugpatt in n Zügen (Ser.=n): Weiß zieht und setzt spätestens im n-ten Zuge hintereinander den Schwarzen patt.
Serienzugplatzwechsel in n Zügen (Ser.PWn): Wie Serienzugmatt, nur mit Platzwechsel- statt Mattziel.
Serienzugreflexmatt in n Zügen (Ser.R#n): Einzügige Matts müssen gegeben werden. Weiß macht n Serienzüge, so daß Schwarz einzügig mattsetzen kann (und muß). Dabei darf Weiß keine Stellungen entstehen lassen, in denen er selbst einzügig mattsetzen könnte (und folglich auch müßte).
Serienzugrückkehr in n Zügen (Ser.RKn): Weiß zieht n Serienzüge so, daß einer seiner Steine auf das von ihm selbst verlassene Standfeld der Diagrammstellung zurückkehrt.
Serienzugschlag in n Zügen (Ser.x n): In (höchstens) n Serienzügen schlägt Weiß einen schwarzen Stein; Schwarz zieht nicht.
Serienzugselbstfesselung in n Zügen (Ser.S-Fn): Weiß zieht in Serie so, daß Schwarz anschließend gezwungen ist, so zu ziehen, daß dann ein weißer Stein vollständig gefesselt ist. Ob Schwarz die Fesselung herbeiführt oder nur aufrechterhält, ist belanglos. Linienfesselungen erfüllen die Forderung nicht.
Serienzugselbstmatt in n Zügen (Ser.S#n): Weiß erspielt in höchstens n Serienzügen eine Stellung, in der Schwarz (gegen seinen Willen) den Weißen mattsetzen muß.
Serienzugselbstpatt in n Zügen (Ser.S=n): Weiß erspielt in höchstens n Serienzügen eine Stellung, in der Schwarz (gegen seinen Willen) den Weißen patt setzen muß. Beim Serienzugselbstpatt n/0 erspielt Weiß in höchstens n Serienzügen eine Stellung, in der Schwarz (gegen seinen Willen) den Weißen "in 0 Zügen" patt setzen muß, d. h. Weiß ohne schwarzen Gegenzug bereits "sich selbst" patt setzt.
Serienzugselbstschach in n Zügen (Ser.S+n): Wie Serienzugselbstmatt, nur mit Schachgebots- statt Mattziel.
Serienzugselbstzielfeld xy in n Zügen (Ser.S-Zxy in n): Weiß zieht an und zwingt Schwarz (spätestens) im n-ten Serienzug dazu, das Feld xy zu betreten.
Serienzugsemireflexmatt in n Zügen (Ser.Semi-R#n): Weiß zieht und zwingt (spätestens) im n-ten Serienzug den Schwarzen dazu, den weißen König mattzusetzen. Jedoch muß Schwarz einzügige Matts geben, wenn dies legal möglich ist.
Serienzugzielfeld xy in n Zügen (Ser.Zxy n): Weiß zieht und betritt spätestens im n-ten Zuge hintereinander das Feld xy.
Siam-Berolinabauer: Zieht und schlägt wie Berolinabauer, wandelt aber schon auf der 6. Reihe um.
Siamesische Könige: Können sich (im Gegensatz zu siamesischen Steinen) unabhängig voneinander bewegen. Eine Partei gilt als matt, wenn wenigstens einer ihrer Könige im Schach steht und sie nicht verhindern kann, daß im nächsten Zug einer ihrer Könige geschlagen würde.
Single box: Es wird nur mit dem normalen Steinesatz gespielt, deshalb kann sich ein Bauer nur in eine Figur umwandeln, die sich noch im "Kasten" befindet. Befindet sich dort kein passender Stein, darf bei Typ 1 ein Bauer die Umwandlungsreihe gar nicht betreten, bei Typ 2 ist das Betreten erlaubt; er muß dort aber unbeweglich warten, bis ein eigener Offizier geschlagen wird, in den er sich sofort umwandelt.
Sirene: Zieht wie Dame, schlägt und wirkt wie Heuschrecke.
Sivresbo: Ein Zug, nach dem der ziehende Stein (inklusiv König) keinen anderen Stein (beliebiger Farbe) beobachtet, ist illegal.
Skorpion: Kombination aus Erlkönig und Grashüpfer.
Skylla: Zieht wie Mao, schlägt wie Maoheuschrecke.
Solisten: Jede Partei darf nur mit einem Stein ziehen und muß auch dafür sorgen, daß dies bis zum Spielende für beide Parteien so bleibt. Der Wechsel eines Solisten ist ausgeschlossen (im Gegensatz zum Wechsel des Duellanten); deshalb könnte es bei "unzureichender" Spielführung zu einem vorzeitigen Märchenpatt kommen, wiewohl eigentlich Normalmatt (-patt) angestrebt wird. Eine solche Spielführung ist illegal, denn sollte es keine andere geben, war bereits die Diagrammstellung märchenpatt, gibt es aber eine andere, muß diese gewählt werden. Selbst bei direktem Kampf müssen sich beide Seiten schlimmstenfalls gemeinsam über die Runden helfen, sprich: beide Solisten bis zum normalen Ende zugfähig halten.
Spatz = Sperling: Wie Grashüpfer, knickt aber über dem Bock um 135° ab; ein Spatz a1 hüpft also über einen Bock auf a7 nach b6, über einen Bock auf g7 nach f7 oder g6.
Spatzheuschrecke: Geknickte n°-Heuschrecke für n = 135, bewegt sich also ausschließlich schlagend wie eine Heuschrecke, jedoch auf der Zugbahn eines Spatzes.
Spezialbrett: Beliebige Brettform außer 8x 8-Normalbrett.
Spezialgitter: Statt des Normalgitters beliebige andere Gitterstruktur im Gitterschach; es können beliebig viele und unterschiedlich lange horizontal oder vertikal zwischen zwei Felderreihen/-linien verlaufende Gitterlinien gewählt werden.
Spezialgitter mit vier durchgehenden Linien (welche?): Wie Spezialgitter, jedoch mit der Frage, welche vier durchgehenden Linien Bedingung für die korrekte Lösbarkeit sind.
Sphäroidisches Brett: Es werden verbunden die Felder a1,b1,c1,d1 mit den Feldern e1,f1,g1,h1 und a1 mit h8, desgleichen a8,b8,c8,d8 mit e8,f8,g8,h8 und h1 mit a8.
Spiegelanticirce: Wie Anticirce, aber die Wiedergeburt eines schlagenden Steines erfolgt nicht auf dessen Ursprungsfeld in der PAS, sondern auf dem Ursprungsfeld des gleichartigen gegnerischen Steines in der PAS. Ist dieses Feld besetzt, ist der Schlag illegal.
Spiegelcirce: Ein geschlagener Stein wird auf dem Ursprungsfeld des gleichartigen gegnerischen Steines wiedergeboren.
Spiegelcouscouscirce: Bei Couscouscirce wird ein geschlagener Stein auf dem Ursprungsfeld des schlagenden Steines wiedergeboren, bei Spiegelcirce nicht auf dem Ursprungsfeld der eigenen Partei, sondern dem entsprechenden der gegnerischen Partei. Beides zusammen ... ist nicht schwer auszurechnen.
Spiegelfilecirce: Kombination aus Spiegelcirce und Filecirce.
Spiegelschach = Mirror Chess: Zieht oder schlägt ein Stein, dann werden, als Bestandteil dieses Zuges, gleichartige Steine des Gegners (Steine gleicher Gangart) punktgespiegelt, d. h. sie werden über das Zielfeld des ziehenden Steines wie Equihopper versetzt. Bei dieser Punktspiegelung gleichartiger gegnerischer Steine dürfen letztere nicht auf ein Feld versetzt werden, auf dem bereits irgendein Stein steht, und sie dürfen nicht über den Brettrand hinaus geraten. Durch den versetzten Stein darf der eigene König selbstverständlich nicht einem illegalen Selbstschach ausgesetzt werden. Es sind nur Züge erlaubt, bei denen mindestens ein gleichartiger gegnerischer Stein punktgespiegelt werden kann. Sämtliche möglichen Punktspiegelungen sind auch auszuführen. Alle Punktspiegelungen werden simultan ausgeführt; es ist daher erlaubt, zwei (oder mehr) Steine zu spiegeln, die wechselseitig auf ihre eigenen Standfelder versetzt werden. Gerät ein Bauer durch das Punktspiegeln auf seine Umwandlungsreihe, dann muß er sofort umwandeln, wobei jedoch der Besitzer dieses Bauern die Art der Umwandlungsfigur bestimmt (daher ist in Verteidigungsproblemen manchmal ein Zug unmöglich, weil eine der Umwandlungen Schach böte). Gerät ein Bauer durch das Punktspiegeln auf die eigene Offiziersgrundreihe, darf er von dort aus einschrittig vorwärts ziehen oder schlagen (also wie ein Bauer in der Mitte des Brettes). Zieht oder schlägt ein Bauer auf die Umwandlungsreihe, wo er sich natürlich sofort umwandeln muß, zählt das (in Bezug auf die Spiegelungen) als ein Zug der Umwandlungsfigur. Die im Anschluß an die Umwandlung notwendige Punktspiegelung kann unter Umständen die Wahl der Umwandlungsfigur einschränken. Steine, die mangels spiegelbarer Widerparte zugunfähig sind, behalten ihre Fähigkeit der Beobachtung -- insbesondere des gegnerischen Königs -- bei, üben also trotz Zugunfähigkeit Schachwirkung aus. Hat eine Partei keinen Zug, der nach den Spiegelungsregeln als erlaubt gilt, dann ist sie märchenpatt. Eine Partei ist märchenmatt, wenn ihr König im Schach steht und sie keinen nach obigen Regeln zulässigen Zug hat, der das Schach aufhebt.
Spiegelung 4/5: Zwillingsbildungsform -- der Zwilling entsteht durch Spiegelung der Diagrammstellung an der waagerechten Grenzlinie zwischen der vierten und der fünften Reihe des Brettes.
Spiegelung d/e: Zwillingsbildungsform -- der Zwilling entsteht durch Spiegelung der Diagrammstellung an der senkrechten Grenzlinie zwischen der d-Linie und der e-Linie des Brettes.
Spiralreiter: Siehe m:n-Spiralreiter.
Spiralspringer: Ähnlich dem Nachtreiter, aber die 1:2-Sprünge liegen nicht auf einer geraden Linie, sondern auf einer um eine Orthogonale "gewickelten Spirale". Dabei gibt es die sogenannte "enge" Wicklung, a1-c2-a3-c4-a5-c6-a7-c8 oder a1-b3-c1- ... -h3, und die "weite" Wicklung, a1-b3-a5-b7 oder a1-c2-e1-g2. Ein Spiralspringer bietet also von a1 aus einem gegnerischen König auf c8 oder b7 Schach, wenn die Zwischenstationen der genannten Wege leer stehen, einem König auf a5 oder e1 sogar über mehrere Wege. Die Verallgemeinerung ist der m:n-Spiralreiter.
Spirit: Wenn ein Springer geschlagen wird, bleibt sein Geist ("Spirit of the Knight") am Leben, er wird (zusätzlicher) Teil des Schlagtäters, der dann also zusätzlich wie ein Springer der eigenen Farbe ziehen kann. Wenn der so inspirierte Stein auf ein Feld zieht, das sich im Springer-Abstand zum Standfeld eines anderen Steines befindet, wandert der Geist weiter auf diesen anderen Stein. Bestünden hierfür aber mehrere Möglichkeiten statt exakt einer, verbleibt der Geist beim alten "Wirt". Ein Geist wandert auch zu einem anderen Stein weiter, wenn dieser auf ein Feld zieht, das im Springer-Abstand zum inspirierten Stein steht. Wird ein inspirierter Stein geschlagen, wandert der Geist zum Schlagtäter. Auf dem Brett kann es nur einen Geist geben. Entsteht ein zweiter, vergeht der alte Geist (nicht sein Wirt!) ins Nichts.
Springerhüpfer = Nachthüpfer: Wie Grashüpfer, aber auf Springer-Linien (nicht: Nachtreiter-Linien), steht also vor und nach dem Zug jeweils -- in entgegengesetzter Richtung -- einen Springerzug vom Bock entfernt.
Springerkönig: Königlicher Springer.
Stärkste-Figur-Umwandlungs-Pflicht: Schwarz ist verpflichtet, in die "stärkste", d. h. im Moment der Umwandlung am meisten Felder beherrschende Figur umzuwandeln.
Stafettenschach: Jeder Stein muß alle seine Züge en bloc spielen (hat ein Stein A also gezogen und zieht danach ein Stein B, darf Stein A im Verlauf der Lösung nicht mehr ziehen; er behält aber seine Wirkungskraft bei).
Starker König: Ein königlicher Stein, der Zug- und Schlagmöglichkeiten von König und (königlichem) Springer vereint.
Steingewinn in n Zügen (%n): Weiß zieht an und erreicht trotz Gegenwehr von Schwarz spätestens mit dem n-ten Zuge eine Stellung, in der Schwarz einen Stein weniger hat als in der Diagrammstellung.
Stereoschach: Mischung aus Brettschach und Raumschach. Es wird ein normales 8x 8-Brett verwendet (a1-h8), über dessen zentralem 4x 4-Quadrat (c3-f6) sich ein 4x 4x 5-Raum aufspannt (c3-c3A- ... -c3D; f6-f6A- ... -f6D). Die Partieanfangsstellung ist die orthodoxe, weswegen sowohl weiße als auch schwarze Bauern im Raum nach oben, nicht aber nach unten ziehen können. Weiße Bauern können auf a8 ... h8 sowie auf c6D ... f6D umwandeln, schwarze Bauern analog auf a1 ... h1 und c3D ... f3D.
Stingschach: Die Normalkönige haben zusätzlich die Zug- und Wirkungskraft von (königlichen) Grashüpfern.
Strict Circe: Wie Circe, aber Schlagzüge sind nur legal, wenn die Wiedergeburt des geschlagenen Steines möglich ist.
Strict Jupiter Circe: Ein Stein wird (nur) geschlagen, indem sein Circewiedergeburtsfeld betreten wird (das entweder leer sein muß oder vom Schlagopfer selbst besetzt ist); mit dem Betreten wird automatisch geschlagen. Stehen mehrere Schlagopfer zur Auswahl, bestimmt der Schlagtäter das Opfer.
Summapromoter: Kann sich jedesmal, wenn er zieht, in einen beliebigen Offizier verwandeln. Jeder einzelne Stein kann Summapromoter sein, z. B. gibt es Summapromoter-Dame oder Summapromoter-Turm.
Super-Equipion: Die Superbauer-Form des Equipion.
Super-Pion Bérolina X: Die Superberolinabauer-Form eines Pion X.
Super-Pion Complet X: Die Grazer Superbauer-Form eines Pion X.
Super-Pion X: Die Superbauer-Form eines Pion X.
Superandernachschach: Jeder Stein (außer König) wechselt nach jedem Zug -- egal ob schlagend oder nicht-schlagend -- die Farbe.
Superbauer: Wie Bauer, zieht aber geradeaus beliebig weit Richtung Umwandlungsreihe, kann schräg beliebig weit Richtung Umwandlungsreihe schlagen.
Superberolinabauer: Wie Bauer, zieht jedoch schräg beliebig weit Richtung Umwandlungsreihe, kann geradeaus beliebig weit Richtung Umwandlungsreihe schlagen.
Supercirce: Wie Circe, aber die Wiedergeburt kann auf jedem beliebigen Feld (oder überhaupt nicht) geschehen.
Symbolische Könige: Eine Partei ist matt, wenn sie matt wäre, falls einer ihrer Steine durch einen Normalkönig ersetzt würde.
Symmetrie (in n Zügen): Weiß zieht und erzwingt gegen schwarze Verteidigung spätestens mit seinem n-ten Zuge eine Stellung, die im euklidisch-geometrischen Sinne entweder achsensymmetrisch (bezüglich einer der vier Symmetrieachsen des Brettes) oder punktsymmetrisch (bezüglich des Brettmittelpunktes) ist, ungeachtet der Gangart und Farbe der beteiligten Steine.
Symmetrieanticirce: Wie Anticirce, aber die Wiedergeburt eines schlagenden Steines erfolgt nicht auf dessen Ursprungsfeld in der PAS, sondern auf dem Feld, das bezüglich des Brettmittelpunktes punktsymmetrisch zum Schlagfeld liegt (z. B. b3-g6). Ist dieses Feld besetzt, ist der Schlag illegal.
Symmetriecirce: Geschlagene Steine entstehen neu auf dem Feld, das bezüglich des Brettmittelpunktes punktsymmetrisch zum Schlagfeld liegt (z. B. b3-g6). Ist dieses Feld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.
Symmetriecirce rex inklusiv: Wie Symmetriecirce, aber die Regel gilt auch für Königsschläge.
Symmetrieumwandlungscirce: Wie Umwandlungscirce, aber das Wiedergeburtsfeld wird wie bei Symmetriecirce bestimmt.
Synchronzüger: Weiß und Schwarz führen gleichzeitig gleichlange Züge in dieselbe Richtung aus. Dadurch wird es möglich, daß sich Weiß und Schwarz zur selben Zeit gegenseitig matt setzen. Die Mattstellung ist orthodox. Der letzte Synchronzug darf also nicht zurückgenommen werden können.
T
Take me-Schach: Wie Schlagschach, aber Schlagzwang herrscht nicht automatisch, sondern nur im Fall der ausdrücklichen Aufforderung durch den Gegner.Take&Make-Schach: Ein schlagender Stein führt als Bestandteil des Zuges nach dem Schlag vom Schlagfeld aus einen beliebigen nichtschlagenden legalen Zug in der Gangart des geschlagenen Steines aus. Ist ein solcher Zug nicht möglich, ist der Schlag illegal. Ein Bauer darf am Ende nicht auf der eigenen Offiziersgrundreihe stehen bleiben. Ein Bauer wandelt dann und nur dann um, wenn er sich am Ende des gesamten Zuges auf der Umwandlungsreihe befindet. Schach geben bleibt orthodox.
Taschenspringer: Jede Partei hat einen zusätzlichen Springer "in der Tasche", den sie jederzeit statt eines partiegerechten Zuges einmalig auf einem freien Feld des Brettes einsetzen kann; ab dann spielt der Taschenspringer "normal" mit.
Taschenturm: Statt eines Zuges kann jede Partei einmal im Verlauf des Spieles auch einen Turm auf ein leeres Feld des Brettes setzen (und dabei gegebenenfalls auch Schach bieten oder gar matt setzen).
Tauschkönige (swapping kings): Falls ein Stein Schach bietet, tauschen als Teil des Zuges die beiden Könige ihre Plätze. Steht danach der gegnerische König abermals im Schach, findet kein erneuter Tausch statt.
Taxi (Abkürzung: "X"): Es zieht wie ein Bauer mit drei Modifikationen. a) Von der eigenen Bauern-Ursprungsreihe aus (2. bzw. 7.) ist zusätzlich ein Dreifachschritt möglich (nicht schlagend). b) Außerdem kann ein Taxi einschrittig senkrecht rückwärts ziehen, aber nicht schlagend und nicht auf die eigene Offiziersgrundreihe. Zwar kann ein Taxi umwandeln, wenn es die gegnerische Offiziersgrundreihe erreicht; c) es muß dies aber nicht tun, da es rückzugsfähig bleibt. Nach einem Doppel- oder Dreifachschritt kann ein Taxi von einem gegnerischen Taxi im nächsten Zug en passant geschlagen werden, wenn diese beiden Taxis (vor dem Schlag) auf waagerecht nebeneinanderliegenden Feldern stehen. Beispiel: wXd2, sXe4, sXe5 -- nach Xd2-d4 kann Schwarz Xe4x d3 e. p. (oder normal Xe5x d4) schlagen. Nach Xd2-d5 kann Schwarz Xe5x d4 e. p. schlagen, nicht aber "Xe4x d3 e. p.".
TEK: Dieser zunächst nicht-königliche, also auch schlagbare Märchenstein bewegt sich wie ein normaler Bauer mit der Abweichung, daß er auf seiner Umwandlungsreihe in einen eigenfarbigen König umwandeln muß. Dann gelten im Wesentlichen die Bedingungen von Rex multiplex mit der Ausnahme, daß ein einzelner vom Gegner beobachteter König nur dann im Schach steht, wenn auch sämtliche seiner Kollegen der Beobachtung durch den Gegner ausgesetzt sind, d. h. Könige derselben Farbe können nur alle gleichzeitig oder überhaupt nicht im Schach stehen. Trotzdem dürfen gegnerische Könige die Königsopposition nie aufgeben, selbst wenn sie sich wegen genannter Ausnahmeregel gar kein Schach böten -- es gilt KKK! Die Umwandlung eines TEKs auf einem nicht-bedrohten Feld pariert ein bestehendes Schachgebot gegen seine Partei, da nun einer seiner Könige ja nicht im Schach steht.
Temporärer Grashüpfer: Kann -- muß aber nicht -- sich am Ende eines eigenen Zuges dauerhaft in D, T, L oder S derselben Farbe umwandeln.
Temporärer Märchenstein: Märchenstein, der sich in einen (orthodoxen) Offizier (D, T, L, S) seiner Farbe auf Dauer umwandeln kann.
Tibetschach: Schlägt ein schwarzer Stein einen weißen Stein anderer Gangart, reinkarniert der schlagende schwarze Stein, indem er seine Gangart dem geschlagenen weißen Stein überträgt und selbst das Brett verläßt. Dadurch entsteht ein normaler weißer Stein mit der Gangart des schlagenden Steines. Schlägt ein schwarzer Stein einen weißen Stein gleicher Gangart, liegt ein orthodoxer Schlagfall vor. Auch Königsschläge sind orthodox. Schlägt ein schwarzer Bauer auf die Umwandlungsreihe und wandelt sich dabei in einen Stein derselben Gangart wie der geschlagene Stein um, ist der Schlagfall orthodox. Wandelt er in eine andere Figur um, entsteht die entsprechende weiße Figur.
Tilt: Ein Stein (Könige eingeschlossen) kann nur schlagen und somit auch Schach bieten, wenn er tiltfrei angegriffen ist. Das ist dann der Fall, wenn die Gegenpartei, wäre sie unmittelbar am Zug, diesen Stein normal schlagen könnte, ohne daß ihr König nach diesem Schlagfall normal einstünde.
Torus = Torusbrett = Zylinderring = Ringzylinder: Brettform, die durch die Verheftung von oberem und unteren Rand sowie linkem und rechtem Rand entsteht, im Normalfall das 8x 8-Brett auf einem "Rettungsring", auf dem a- und h-Linie ebenso aneinander stoßen wie 1. und 8. Reihe. Das ermöglicht Züge wie Ke1-d/e/f8, Sb1-d8/c7/a7/h8, Lc1-a7/b8/d8/h4 .... Doppelschritt-, Umwandlungs-, Rochade -- und Circewiedergeburtsfelder bleiben gemäß der gewählten Feldnummerierung erhalten.
Tour cornu: Zieht wie Turm; wenn er auf seiner Zuglinie dem ersten Stein [der eigenen Farbe?!] "begegnet", macht er einen "Spurwechsel" auf die Nachbarorthogonale. Beispiel: wTCa8, wLd8; möglich sind die Züge 1.TCb8, 1.TCc8, 1.TCd7, 1.TCe7, 1.TCf7 ... Auch der wLd8 ist in diesem Fall gedeckt.
Traitor Chess = Verräterschach = Treulose Steine: Schwarze Steine, die erstmals in die gegnerische Bretthälfte gelangen, wechseln als Bestandteil des Zuges die Farbe.
Transmitter: Als Zug darf ein König auch den Platz mit einem Stein der eigenen Partei wechseln.
Transmutierende Könige: Könige, die im Schach stehen, können im nächsten Zug nur wie der(die) Schach bietende(n) Stein(e) ziehen. Ein König, der auf der eigenen Grundreihe ein Bauernschach erhält, kann nicht ziehen.
Transmutierender königlicher Stein: Ein königlicher Stein im Schach -- durch einen Stein X -- ist einen Zug lang (in dem seine Partei das Schach parieren muß) ein königlicher Stein X.
Transparenter Stein: Kann wie ein normaler Stein ziehen und wirken, schlagen und geschlagen werden, blocken und geblockt werden, als Linienfigur auch verstellt werden, aber nicht selbst verstellen. Er besitzt also insofern eine höchst "poröse" Masse, als Linienfiguren durch ihn "hindurchziehen" können, als ob er nicht vorhanden wäre.
Triton: Zieht wie Turm, schlägt und wirkt wie Heuschrecke, aber nur auf Turmlinien.
Turboschach: Wenn Schwarz schlägt, darf und muß Weiß direkt anschließend eine Serie aus zwei Teilzügen gemäß den Bedingungen in Power Chess / Warp Chess ausführen.
Turmbouncer: Wie Bouncer, aber nur auf Turmlinien.
Turmelch: Wie Elch, aber nur auf Turmlinien.
Turmgrashüpfer = 0:1-Reiterhüpfer: = Turmhüpfer.
Turmheuschrecke: Wie Heuschrecke, aber nur auf Turmlinien.
Turmhüpfer: Wie Grashüpfer, aber nur auf Turmlinien.
Turmlion: Wie Lion, aber nur auf Turmlinien.
Turncoatcirce: Wird ein Stein geschlagen, wird er als Teil des Schlagzuges zunächst auf seinem Ursprungsfeld wiedergeboren und wechselt dann seine Farbe.
TV-Schach = Trümmerverwertungsschach: Geschlagene Steine können entweder vom Brett verschwinden oder dürfen vom Schlagtäter auf ein beliebiges freies Feld versetzt werden. Die Versetzung darf natürlich kein Selbstschach verursachen (wohl verhindern). Sie ist im Unterschied zum Supercirce a) nur "partiegerecht" möglich, so daß keine im Normalsinne illegale Stellung entsteht, und darf b) Bauern auf keine der Offiziersgrundreihen verfrachten.
U
Ubi-Ubi: Kann in einem Zug beliebig viele Springerzüge hintereinander machen, von denen aber nur der letzte schlagen darf.Ultrabauer: Bauer, der in jede der vier Richtungen einschrittig (mit seinem ersten Zug auch zweischrittig) orthogonal ziehen und in alle vier Richtungen einschrittig diagonal schlagen kann.
Ultrakürzestzüger: Kürzestzüger, bei dem (1) ein weißer König nicht als im Schach stehend gilt, wenn es kürzere schwarze Züge als den gedachten Schlag des weißen Königs gibt, und (2) Schwarz ein weißes Schachgebot nicht parieren kann, wenn es kürzere schwarze Züge als die Parade gibt (es liegt dann Märchenmatt vor).
Ultralängstzüger: Längstzüger, bei dem (1) ein weißer König nicht als im Schach stehend gilt, wenn es längere schwarze Züge als den gedachten Schlag des weißen Königs gibt, und (2) Schwarz ein weißes Schachgebot nicht parieren kann, wenn es längere schwarze Züge als die Parade gibt (es liegt dann Märchenmatt vor).
Ultrapatrouilleschach: Ein Stein hat keine Zug-, Schlag- und Schachkraft (wohl aber Beobachtungskraft), solange er nicht von einem Stein der eigenen Partei beobachtet wird.
Ultraschachzwang: Als Lösungen werden nur solche Zugfolgen anerkannt, bei denen jeder schwarze Zug Schach bietet.
Ultraschlagzwang: Schwarz muß schlagend ziehen; kann er das nicht, ist er (märchen)patt (beziehungsweise märchenmatt).
Umkehrbauer: Bauer, der auch rückwärts zieht, schlägt und wirkt; rückwärts darf er aber keinen Doppelschritt ausführen. Auch darf er die eigene Figurengrundreihe nicht betreten.
Umwandlungscirce: Soeben aus Bauern -- auch schlagfrei -- erwandelte Offiziere werden wie geschlagene Steine im Circe sofort auf ihr Circe-gemäßes Wiedergeburtsfeld versetzt.
Umwandlungscirce für Weiß: Die Umwandlungscirce-Bedingung gilt nur für weiße Züge.
Umwandlungsspiegelcirce: Soeben aus Bauern -- auch schlagfrei -- erwandelte Offiziere werden wie geschlagene Steine im Spiegelcirce sofort auf ihr Spiegelcirce-gemäßes Wiedergeburtsfeld versetzt.
Umwandlungsspiegelcirce für Schwarz: Die Umwandlungsspiegelcirce-Bedingung gilt nur für schwarze Züge.
Unausweichliches Perpetuum Mobile: Ein unendliches Zugpendel stellt sich zwangsweise automatisch ein.
Unbetretbares Feld = umzäuntes Feld: Ein Feld, das nicht betreten, wohl aber überschritten werden darf.
Unbeweglicher Stein: Kann weder ziehen noch schlagen, kann aber geschlagen werden, blockieren, verstellen oder als Sprungbock dienen. Im Unterschied zum Dummy Pawn hat er außerdem die Kraft zur Beobachtung und übt somit insbesondere Wirkung auf den gegnerischen König aus, beherrscht also Felder, die dieser nicht betreten darf.
Undeckbar Matt in n Zügen (UD#n): Wie H#n, aber mit dem letzten weißen Zug wird keine Mattstellung herbeigeführt, sondern eine \emph{undeckbare Mattstellung}, also eine Stellung, in der Weiß mit seinem nächsten Zug auch gegen beste schwarze Gegenwehr im nächsten Zug mattsetzen kann. Es gilt die Zusatzregel, daß in der Undeckbar-Matt-Stellung kein Schachgebot vorliegen darf.
Universalbauer: Bauer, der in jede der vier Richtungen diagonal schlagen oder orthogonal einschrittig ziehen kann. Er wandelt auf jedem Randfeld sofort um und kann (beliebig oft) von jedem Feld aus, das ein Feld weit vom Rand entfernt ist, einen Doppelschritt in Richtung Brettmitte ausführen. Nach jedem Doppelschritt kann er en passant geschlagen werden, wenn ein Bauer (oder ein Universalbauer oder eine sonstige Bauernart) der anderen Partei entsprechend postiert ist.
Universeller e. p.-Schlag: Jede Linienfigur kann auf einem Feld en passant geschlagen werden, wenn sie im unmittelbar vorangehenden Zug dieses Feld überschritten hat.
Unterirdischer Stein: Entsteht im Volcanic Circe.
V
Vao: Zieht wie Läufer, schlägt und wirkt wie Lion auf Läuferlinien.Variable: Repräsentiert einen Stein noch unbekannter Gangart (womöglich auch einen Märchenstein, falls ein anderer der gleichen Art im Diagramm vorhanden ist). Sie kann von ihrer Partei wie ein beliebiger Stein gezogen werden und behält die in ihrem ersten Zug gewählte Gangart während der ganzen Lösung; dabei wird nicht "bekanntgegeben", welchen Stein die Variable repräsentiert. Es kann aber durch weitere Züge spezifiziert werden, welchen Stein die Variable repräsentiert. Zieht eine Variable in ihrem ersten Zug schräg, kann sie Dame oder Läufer repräsentieren; durch einen späteren orthogonalen Zug wird klar, daß sie (nur) Dame repräsentiert. Falls die Variable mit einem Bauernzug startet, kann sie sich umwandeln. Bleiben mehrdeutige Repräsentationen möglich, hat die gegnerische Partei das Recht, Schachgebote, Mattzüge oder Umwandlungen zurückzuweisen, sofern sie nicht jeder möglichen Repräsentation entsprechen. Daher kann z. B. eine Variable nicht als Dame schräg matt geben, wenn sie zuvor nur orthogonal zieht, weil der Gegner die Interpretation wählt, die bis dahin gerade ziehende Variable repräsentiere einen Turm.
Vaulting king (schwebender König): König, der, wenn er im Schach steht, zusätzlich wie ein Equihoppers zieht, schlägt und wirkt.
Verfolgungszüger: Schwarz muß auf das Feld ziehen, das Weiß im letzten Zug verlassen hat. Der Zwang zum Parieren von Schachgeboten hat dabei Vorrang. Ist kein Folgezug möglich, kann ein beliebiger Zug gewählt werden.
Vermintes Feld: Betritt ein Stein ein vermintes Feld, verschwindet er sofort vom Brett. Könige dürfen verminte Felder also nicht betreten. Im Gegensatz zum Hilo verstellt ein vermintes Feld aber keine Linienfiguren.
Verrückter Grashüpfer: = Känguruh.
Verteidigungsrückzüger: Weiß und Schwarz nehmen im Wechsel Züge zurück. Nach Zurücknahme seines letzten Zuges macht Weiß einen Vorwärtszug, mit dem er die Anschlußforderung erfüllen muß. Schwarz nimmt solche Züge zurück, daß Weiß die Anschlußforderung möglichst nicht erfüllen kann (hat Schwarz dabei verschiedene Zugmöglichkeiten, kommt es zu Varianten im Retrospiel). Beim Typ Proca entscheidet die Partei, die den Retrozug macht, ob und welcher Stein entschlagen wird: Nimmt Weiß einen Zug zurück, entscheidet Weiß, ob dies ein schlagender Zug und (im positiven Fall) welcher schwarze Stein das Schlagobjekt war. Nimmt Schwarz einen Zug zurück, entscheidet Schwarz analog. Ohne Vorwärtsverteidigung: Schwarz darf sich nicht dadurch verteidigen, daß er nach Rücknahme eines seiner Züge sofort einen Vorwärtszug ausführt, mit dem er selbst die Anschlußforderung erfüllt. (Fehlt die Angabe "ohne Vorwärtsverteidigung", ist eine solche Verteidigung möglich.) Eine Sonderform des Verteidigungsrückzügers ohne Entschlagmöglichkeit ist der Pacific Retractor.
Vertikal-x:y-Springer: Wie x:y-Springer, aber die größere der beiden Komponenten darf nur vertikal (senkrecht) beschritten werden. Ein Vertikal-Camel d4 z. B. darf nur nach c7, e7, c1 und e1 ziehen, nicht aber nach a3, a5, g3 und g5.
Vertikales Spiegelcirce: Ein geschlagener Stein wird auf dem Feld wiedergeboren, das sich symmetrisch an der vertikalen Mittelsenkrechten zu seinem Ursprungsfeld befindet.
Vertikalzylinder: Das 8x 8-Brett bildet die Mantelfläche eines vertikal stehenden Zylinders, auf dem die a- und h-Linie unmittelbar aneinandergrenzen, also a1 an h1, a2 an h2 ... bis a8 an h8. Überschreitet ein Stein die a- oder h-Linie, betritt er das Brett wieder über die Gegenlinie unter Beibehaltung der eingeschlagenen Zugrichtung. Die Feldnummerierung bleibt dabei unberührt, ebenso die Rochaden und die Bestimmung der Ursprungsfelder im Circe.
Verwallschach: In der Ausgangsstellung sind zwei oder mehrere Spielarten möglich, sogenannte Optionen (z. B. Normalschach, Circe, Madrasi). Alle Optionen sind anzugeben. Im Laufe des Spiels können eine oder mehrere Optionen ausgeschaltet werden dadurch, daß ein Zug ausgeführt wird, der in dieser (diesen) Option(en) nicht legal ist. Eine bloße Ankündigung, daß eine Option nicht mehr gilt, ist nicht erlaubt. Mindestens eine Option muß am Ende noch gelten. Ist nichts anderes angegeben, sind Kombinationen von Optionen nicht erlaubt. (Beispiel: Als Optionen gibt es Circe und Madrasi, dann ist Circe+Madrasi keine Option.) Sollen solche Kombinationen von Optionen erlaubt sein, muß angegeben werden entweder, welche der Kombinationen erlaubt sind (als weitere Option) oder "Kombination zugelassen" (was dann alle möglichen Kombinationen zuläßt, z. B.: Sind die Optionen Circe, Madrasi, Anticirce und Kombinationen zugelassen, gibt es vier weitere Optionen, nämlich Circe+Madrasi, Circe+Anticirce, Madrasi+Anticirce und Circe+Madrasi+Anticirce; ökonomischer ist dann eben, nicht alle Möglichkeiten aufzuzählen.) Eine Kombination der Optionen I und II gilt dann, wenn die einzelnen Optionen I, bzw. II ausgeschaltet werden durch einen Zug, der weder in I allein noch in II allein legal ist, sondern nur, wenn I+II gelten. Entsprechendes gilt für die Kombination mehrerer Optionen. Jede Zugfolge muß vom ersten bis zum letzten Zug widerspruchsfrei sein, d. h. jeder einzelne Zug muß nach der (den) am Ende noch geltenden Option(en) legal sein. In verschiedenen Zugfolgen (Phasen, Varianten ...) können unterschiedliche Optionen ausgeschaltet werden.
Veto = Protestschach: Legt eine Partei gegen einen Zug des Gegners ein Veto ein, muß dieser den abgelehnten Zug zurücknehmen und einen anderen Zug tun -- als wäre der zurückgewiesene Zug inkorrekt gewesen. Das Vetorecht besteht höchstens einmal pro Zug derselben Partei und kann weiteren Beschränkungen unterworfen werden wie im Reciprocating Refusal Chess.
Vogtländer Schach: Partei A ist matt, wenn jeder ihrer verfügbaren Züge den gegnerischen König nach wie vor der Beobachtung durch Steine von A ausgesetzt ließe oder erneut aussetzen würde, d. h. wenn es Partei A mit ihrem nächsten Zug nicht mehr gelingen kann, sich jeglicher Beobachtung des gegnerischen Königs zu entledigen. Details sind dem Regelwerk des Reichenbacher Schachs zu entnehmen, dessen Grundidee das Vogtländer Schach aufgreift und verallgemeinert. Den Unterschied zum Antischach kann man auf diese knappe Formel bringen: Steht ein König unter Fremdbeobachtung, steht im Normalschach dessen eigene Partei, im Vogtländer Schach die Gegenpartei und im Antischach überhaupt keine Partei im Schach.
Volages: Von der Diagrammstellung an wechseln alle Steine außer den Königen die Farbe, sobald sie mit ihrem Zug die Felderfarbe ihres Standfeldes wechseln. Nachdem sie einmal die Farbe gewechselt haben, behalten sie die neue Farbe für immer bei.
Volcanic Circe: Wie Circe, jedoch mit der Besonderheit, daß bei beliebig besetztem Ursprungsfeld der geschlagene Stein nicht vom Brett verschwindet, sondern -- zunächst unbeweglich und ohne Wirkung -- "unter" den betreffenden Stein gestellt wird. Durch mehrere Schlagfälle kann es sogar zu einer "unterirdischen" Staffelung kommen. Jeder abziehende Sperrstein läßt nur den unmittelbar unter sich befindlichen Stein zum nunmehr regulären Wiedergeburtsstein "aufsteigen", der dann andererseits wieder Sperrstein für tiefer gestaffelte Steine sein kann. Die "Tiefe" einer solchen Staffelung ist der Diagrammstellung mit besetzten potentiellen Ursprungsfeldern nicht anzusehen, wenn die Bedingung schon einige Züge zuvor galt.
Volcanic Spiegelcirce: Kombination aus Volcanic Circe und Spiegelcirce. Unterirdische Steine sammeln sich nicht unter dem eigenen besetzten Ursprungsfeld, sondern unter demjenigen besetzten Feld, auf das ein gegnerischer Stein gleicher Gangart und vom selben Schlagfeld aus Circe-gemäß wiedergeboren würde, wäre es denn frei.
Vorschaltzüge: Vor der eigentlichen Hauptforderung erfolgen (im Vorwärts- oder im Retrospiel) vorgeschaltete (meist Serien-)Züge, die im Sinne eines Hilfsspiels die Hauptforderung ermöglichen.
Vulkancirce: = Volcanic Circe.
W
Waagerecht-Bauer: Zieht wie ein normaler Bauer mit der zusätzlichen Option, einschrittig waagerecht seitwärts statt vorwärts zu ziehen (nicht schlagend) und auf der gegnerischen Offiziersgrundreihe ewig unumgewandelt zu bleiben (da ja immer noch zugfähig), statt sofort umzuwandeln. Normalbauern dürfen auch in Waagerecht-Bauern, dann aber nicht erneut umwandeln.Waagerechte Gitterlinien: Ein Spezialgitter mit ausschließlich waagerechten Gitterelementen.
Wandelschach: Gelangt ein ziehender oder schlagender Stein auf ein Feld, das in der regulären Partieanfangsstellung besetzt ist, übernimmt er als Bestandteil desselben Zuges Gangart und Farbe des ursprünglich dort befindlichen Steines. Ein König betritt solche Felder, ohne sich zu wandeln; ein sein eigenes Ursprungsfeld betretender Stein bleibt unverändert. Eventuelle Schachgebote oder illegale Selbstschachs werden erst nach vollzogener Wandlung festgestellt. Es ist möglich, daß eine Partei mehrere Könige erhält. In diesem Fall gilt die Regel gemäß Rex multiplex: Alle Könige einer Partei müssen gleichzeitig mattgesetzt werden, Schachgebote müssen für alle angegriffenen Könige parierbar sein -- sonst sind sie illegal.
Waran: Kombinationsfigur aus Turm + Nachtreiter.
Wechselbauer: Kann sich auf jedem beliebigen Feld, das er wie ein Normalbauer erreicht, in einen eigenfarbigen Offizier (außer König) umwandeln, natürlich nur einmal und spätestens auf seiner herkömmlichen Umwandlungsreihe.
Wechselsteine: Steine, die zu derjenigen Partei gehören, die gerade am Zuge ist (das ist etwas anderes als neutrale Steine, die ja immer zu beiden Parteien zugleich gehören!); Wechselsteine können also (ohne weitere Bedingungen) nicht geschlagen werden!
Weißer konsequenter Schachzwang: Weiß muß mit jedem Zug Schach bieten, ansonsten steht er patt bzw. matt.
Weißer Kürzestzüger: Die Kürzestzügerbedingung gilt (nur) für Weiß.
Weißer Längstzüger: Die Längstzügerbedingung gilt (nur) für Weiß.
Weißer Randzüger: Weiß darf ab Diagrammstellung nur auf Felder oder auf Feldern des Brettrands ziehen; hat er keine solchen Züge, ist er märchenpatt oder bei bedrohtem König märchenmatt.
Weißer repeated tour-Zwang: Die Züge von Weiß müssen eine "repeated tour" bilden, d. h. das Zebra muß jedes mit Schlag erreichbare Feld besucht haben, ohne eines davon zweimal zu betreten, bevor es nach d5 zurückkehren darf. Jeder Zug nach einer solchen Rückkehr nach d5 muß die zuvor gemachte Tour in derselben Reihenfolge wiederholen.
Weißer Schachzwang: Weiß muß Schach bieten, wenn möglich. Ansonsten zieht er beliebig.
Weißer Schlagzwang: Weiß muß schlagen, wenn er kann. Ansonsten zieht er beliebig.
Weißer Ultralängstzüger: Die Ultralängstzügerbedingung gilt (nur) für Weiß.
Weißes Gleichlangzickzack: Weiß zieht nur, wenn (und setzt solange aus, bis) er einen gleichlangen Zug wie Schwarz unmittelbar zuvor hat (Zuglängenberechnung Längstzüger).
Weißes Halblangzickzack: Weiß zieht nur, wenn (und setzt solange aus, bis) er einen halb so langen Zug wie Schwarz unmittelbar zuvor hat (Zuglängenberechnung Längstzüger).
Weißes konsequentes Zwangsfeld: Das betreffende konsequente Zwangsfeld bindet nur Weiß.
Weißes X: Die Bedingung X gilt ausschließlich für Weiß.
Wesir: 0:1-Springer.
Wesirkönig: König, der nur orthogonal zieht und wirkt (0:1-König).
White to play and mate in 2/3 of a move: Forderungssprache und Zugzahl deuten an, daß es sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Schachproblem handeln kann ...
Wiedergeburt: Der Vorgang der Versetzung nach Schlagfall im Circe und eng verwandten Märchenarten.
Wiedergeburten normal: Die Wiedergeburt in Circe-Spielarten bleibt unabhängig von anderen Märchenbedingungen (z. B. von Monochromem oder Bichromem Schach).
Wirklicher Schlagzwang: Analog zu Ultraschachzwang, nur auf schwarze Schachgebote bezogen statt auf schwarze Schlagfälle (der Name "Ultraschachzwang" ist bereits seit Jahrzehnten für eine andere Märchenschachart vergeben, deshalb wird der Name "Wirklicher' Schlagzwang" hiermit erfunden): Als Lösungen werden nur Zugfolgen anerkannt, in denen jeder schwarze Zug ein Schachgebot ist.
Woozles: Zwei Steine, die sich reziprok beobachten (K inkl.), können nicht schlagen (und also auch nicht Schach bieten).
Wurzel-25-Springer = √ 25 -Springer = Fünf-Springer = 0:5- & 3:4-Springer: Entfernt sich von seinem Standfeld um den Abstand √ 25 (gleich 5) gemäß der im Längstzüger üblichen Berechnungsart für Zuglängen; somit können die Koordinaten des Sprungs entweder die eines 0:5-Springers oder die eines 3:4-Springers sein. Ein √ 25 -Springer auf a1 etwa kann die Felder a6, d5, e4 oder f1 betreten. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Wurzel-40-Springer = √ 40 -Springer = 2:6-Springer: Wie √ 25 -Springer, jedoch mit der Sprunglänge √ 40 ; ein √ 40 -Springer auf a1 etwa kann die Felder c7 oder g3 betreten.
Wurzel-50-Springer = √ 50 -Springer = 1:7- & 5:5-Springer: Entfernt sich von seinem Standfeld um den Abstand √ 50 gemäß der im Längstzüger üblichen Berechnungsart für Zuglängen; somit können die Koordinaten des Sprungs entweder die eines 1:7-Springers oder die eines 5:5-Springers sein. Ein √ 50 -Springer auf a1 etwa kann die Felder b8, f6 oder h2 betreten. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Y
Yin-Yang-Schach: Hier wird das "innere Gleichgewicht" einer Stellung beachtet; es herrscht dann, wenn genauso viele Steine (gleich welcher Farbe oder Gangart) auf weißen Feldern wie auf schwarzen stehen. Verletzt eine Partei das Gleichgewicht (durch einen Felderfarbwechsel und/oder einen Schlagfall), muß die gegnerische es postwendend wiederherstellen. Kann sie das nicht, steht sie märchenpatt oder, wenn ihr im herkömmlichen Sinne Schach geboten wurde, märchenmatt.Z
Zabel-Bauer: Benannt nach dem spurtstarken Radrennfahrer Erik Zabel. Hat nicht beim Start des Rennens (von der Bauerngrundreihe aus), sondern erst im Endspurt die Möglichkeit zu einem Doppelschritt; also bei Weiß von der 6. direkt auf die 8. Reihe (bei Schwarz von der 3. auf die 1.), falls die Bahn frei ist, nebst sofortiger Umwandlung. In der PAS werden alle Bauern durch Zabel-Bauern ersetzt.Zebra: 2:3-Springer. Das Zebra entfernt sich also von seinem Standfeld um die Koordinaten 3/2 bzw. 2/3; z. B. kann es von a1 aus die Felder c4 und d3 erreichen. Die dabei "übersprungenen" Felder können beliebig besetzt sein.
Zebrareiter: Verhält sich zum Zebra wie der Nachtreiter zum Springer.
Ziehender Stein: Stein, der nur schlagfrei ziehen und daher nicht selbst Schach bieten kann.
Zielfeld xy in n Zügen (Zxy in n): Weiß am Zug besetzt das Feld xy gegen beste schwarze Gegenwehr in (spätestens) n Zügen.
Zurückziehender Bauer: Wie Umkehrbauer, kann aber auch beim Rückwärtsziehen einen Doppelschritt ausführen und en passant geschlagen werden. Auf seiner Umwandlungsreihe kann er umwandeln, muß aber nicht.
Zwangsfeld = Betretungszwang: Muß von Steinen jeder Farbe betreten werden, wenn es legal möglich ist. Ein konsequentes Zwangsfeld muß selbst dann betreten werden, wenn dies mit Selbstschach verbunden ist. Ein schwarzes Zwangsfeld muß (nur) von Schwarz betreten werden, falls legal möglich.
Zwillingsbauer = Grazer Bauer = Pion Complet: Kombinationsstein aus Bauer und Berolinabauer.
Impressum: Schwalbe, deutsche Vereinigung für Problemschach; Sitz: München.
Anschriften: siehe Vorstand
Internetauftritt: Gerd Wilts